TelekommunikationAT&T sagt Übernahme von T-Mobile USA ab

Die Deutsche Telekom muss ihre Mobilfunktochter T-Mobile USA vorerst behalten. Der geplante Deal mit dem US-Konzern AT&T scheiterte an Bedenken der Wettbewerbshüter. von dpa

Randall Stephenson, Vorstandschef von AT&T, während einer Pressekonferenz

Randall Stephenson, Vorstandschef von AT&T, während einer Pressekonferenz  |  © Spencer Platt/Getty Images

Der US-Konzern AT&T hat nach anhaltenden Bedenken der US-Wettbewerbshüter die 39 Milliarden Dollar schwere Übernahme von T-Mobile USA abgesagt. Der Entschluss sei im Einvernehmen mit der Deutschen Telekom gefallen, teilte das Unternehmen mit.

Die Deutsche Telekom erhält für die gescheiterte Übernahme drei Milliarden Dollar Entschädigung. Zudem darf sie das Netz des größeren Rivalen mitnutzen (sogenanntes Roaming) und erhält Funkfrequenzen zugesichert. AT&T bezifferte den Gesamtwert des Ausgleichspakets auf vier Milliarden Dollar. Die Deutsche Telekom teilte mit, sie erwarte die Zahlung noch im laufenden Jahr.

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Durch die Auflösung des Kaufvertrages werde T-Mobile USA künftig wieder als fortzuführendes Geschäft der Deutschen Telekom bilanziert, teilte der Bonner Konzern mit. An den geschäftlichen Erwartungen für 2011 ändere sich nichts, auch die Ausschüttungspolitik bleibe bestehen. Eigentlich hätte der Verkauf im März kommenden Jahres abgeschlossen werden sollen.

In den USA gab es starken Widerstand gegen den Kauf. Politiker warnten vor einer Einschränkung des Wettbewerbs und höheren Preisen für die Verbraucher. Durch den Kauf von T-Mobile wäre AT&T – momentan die Nummer zwei nach Verizon – zum Marktführer in der US-Telekommunikationsbranche aufgestiegen.

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Leserkommentare
  1. Da scheint der Obermann aber gut verhandelt zu haben. 4 Mrd Entschädigung für einen gescheiterten Verkauf,bei dem die Gründe für das Scheitern noch nicht mal im Einflussbereich von at&t liegen. Beeindruckend.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte T-Mobile | Deutsche Telekom | Dollar | Entschädigung | USA | Unternehmen
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