Otto-Versand Versandhausgründer Werner Otto ist tot
Er war einer der großen Unternehmensgründer der Nachkriegszeit, aus einem kleinen Versandhandel machte Werner Otto einen Weltkonzern. Er verstarb 102-jährig.
Der Gründer der Otto-Versandhandelsgruppe, Werner Otto, ist tot. Er sei am 21. Dezember im Kreise seiner Familie gestorben, teilte das Unternehmen mit. "Mein Vater war ein wirklicher Visionär, der das Glück hatte, mit Gesundheit und Tatendrang seine Ideen in die Tat umsetzen zu können und dabei vielfach erfolgreich war", sagte Ottos jüngster Sohn.
Der 1909 in Brandenburg geborene Otto kam nach dem Zweiten Weltkrieg als mittelloser Flüchtling mit Ehefrau und zwei kleinen Kindern nach Hamburg. Hier gründete er 1949 nach einem missglückten Anlauf als Schuhfabrikant den Otto-Versand – den heute weltgrößten Versandhauskonzern.
Der erste Otto-Katalog aus dem Jahr 1950, 14-seitig und mit eigenhändig eingeklebten Fotos, ist heute im Haus der Geschichte in Bonn zu sehen. Werner Otto erinnerte sich lebhaft daran. "1950 gab es ein paar Hundert Versandhandelsfirmen, davon war mindestens die Hälfte größer als mein Betrieb." Die Konsumwelle der fünfziger Jahre brachte Otto raschen Wachstum: In manchen Jahren verdoppelte sich der Umsatz seines Unternehmens. Bis Mitte der sechziger Jahre baute Otto seinen Versandhandel zu einem der führenden Unternehmen der Branche aus.
Schon 1966 übergab Werner Otto die Leitung des Unternehmens an den Manager Günter Nawrath, blieb aber bis 1981 Aufsichtsratsvorsitzender des Konzerns. Dann übernahm sein Sohn Michael die Otto Group und führte sie bis 2007. Der im Alter von 102 Jahren verstorbene Otto ist Träger einer Vielzahl von Auszeichnungen, unter anderem ist er Ehrenbürger Berlins.
Das Unternehmen bezeichnete ihn als einen der "letzten noch lebenden Wirtschaftspioniere der Nachkriegszeit, die mit visionärer Kraft, ausgeprägtem Erfindungsreichtum und großem unternehmerischen Mut die wirtschaftliche, gesellschaftspolitische und soziale Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland mitgeprägt haben".
- Datum 27.12.2011 - 11:19 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, Reuters
- Kommentare 8
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




Es ist schade, wenn ein Mensch stirbt. Aber Werner Otto war ein Kapitalist, der Leute hat für sich arbeiten lassen. Das entspricht nicht meiner Vorstellung einer Welt in der Menschen völlig gleich sind.
Das ist ja echt unerhört, dass er Leute hatte die für ihn arbeiten!! Das erinnert mich an Sasha Baron Cohens Abschlussrede für und vor den Harvardstudenten, wo er sagt: "I am very sorry for all of you, since you will most probably get a job".
Ohne Kapitalismus, lieber MaxData, würden Sie nicht fähig sein ihre alt 68er Kommentare hier auf Zeit.de rumzuposaunen. Die Zeit ist übrigens auch kapitalistisch, da sie versucht Geld zu verdienen, Leute einstellt und sogar Werbung von Firmen online wie offline abdruckt!
Mm, der Mensch war noch nie gleich. Es gibt starke und schwache, dumme und intelligente, böse und gute usw, usw.. Selbst bei den Kommunisten ist und war der Mensch nie gleich. Und bei den Religiösen ist er es ebenfalls nicht. In welcher Traumwelt leben Sie?
Zurück zur Realität, Herr Otto war sehr beliebt bei seinen Mitarbeiter/Innen! Vielleicht war er einer der guten Unternehmer.
Das ist ja echt unerhört, dass er Leute hatte die für ihn arbeiten!! Das erinnert mich an Sasha Baron Cohens Abschlussrede für und vor den Harvardstudenten, wo er sagt: "I am very sorry for all of you, since you will most probably get a job".
Ohne Kapitalismus, lieber MaxData, würden Sie nicht fähig sein ihre alt 68er Kommentare hier auf Zeit.de rumzuposaunen. Die Zeit ist übrigens auch kapitalistisch, da sie versucht Geld zu verdienen, Leute einstellt und sogar Werbung von Firmen online wie offline abdruckt!
Mm, der Mensch war noch nie gleich. Es gibt starke und schwache, dumme und intelligente, böse und gute usw, usw.. Selbst bei den Kommunisten ist und war der Mensch nie gleich. Und bei den Religiösen ist er es ebenfalls nicht. In welcher Traumwelt leben Sie?
Zurück zur Realität, Herr Otto war sehr beliebt bei seinen Mitarbeiter/Innen! Vielleicht war er einer der guten Unternehmer.
Der OTTO-Konzern hat die Weichen gestellt fuer die gnadenlose Ausbeutung von Kurierfahrern (HERMES) und war sicher nicht unmassgeblich daran beteiligt, die Strukturen der BUNDESPOST zu zerschlagen und die dort ehemals vorhandenen, existenzsicherden Arbeitsplaetze im Zustelldienst zu vernichten.
Das ist ja echt unerhört, dass er Leute hatte die für ihn arbeiten!! Das erinnert mich an Sasha Baron Cohens Abschlussrede für und vor den Harvardstudenten, wo er sagt: "I am very sorry for all of you, since you will most probably get a job".
Ohne Kapitalismus, lieber MaxData, würden Sie nicht fähig sein ihre alt 68er Kommentare hier auf Zeit.de rumzuposaunen. Die Zeit ist übrigens auch kapitalistisch, da sie versucht Geld zu verdienen, Leute einstellt und sogar Werbung von Firmen online wie offline abdruckt!
Mm, der Mensch war noch nie gleich. Es gibt starke und schwache, dumme und intelligente, böse und gute usw, usw.. Selbst bei den Kommunisten ist und war der Mensch nie gleich. Und bei den Religiösen ist er es ebenfalls nicht. In welcher Traumwelt leben Sie?
Zurück zur Realität, Herr Otto war sehr beliebt bei seinen Mitarbeiter/Innen! Vielleicht war er einer der guten Unternehmer.
Werner Otto ist auch nach Rückschlägen immer wieder zurückgekommen, bis er mit seinem Versandhandel in der rasanten Wachstumsphase der Nachkriegsjahre der richtige Mann an der richtigen Stelle war. Sohn Alexander über die Unternehmerqualitäten seines Vaters:
"Was ich gelernt habe, ist sicherlich seine Konsequenz. Dass er klare Entscheidungen getroffen hat. Und diese dann auch nicht so schnell revidiert hat. Allerdings ist auch kein Mensch unfehlbar und auch mein Vater hat falsche Entscheidungen getroffen. Was ich da bewundere, ist, dass er das auch zugegeben hat."
Quelle: Deutschlandfunk http://www.dradio.de/dlf/...
Offenbar scheint Werner Otto überwiegend die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben. Anders als viele Unternehmen der Wirtschaftswunder-Era mit einst klangvollen Namen, die heute längst nicht mehr eixistieren, sind seine Unternehmen auch heute noch erfolgreich. Ein beneidenswertes unternehmerisches Talent! Für sein gesellschaftliches Engagement hat Werner Otto zahlreiche Ehrungen erhalten.
Wir müssen uns vor Augen halten, dass Deutschland nach 1945 de facto ein Wiederaufbau bevorstand. Grundbedürfnisse konnten nicht mehr gestillt werden. Konsumgüter waren zu dieser Zeit unerschwinglich. Doch genau dieser sehr schlechte Ausgangspunkt hat meines Erachtens dazu geführt, dass wir jetzt in dieser Wohlstandsgesellschaft leben, da der Ehrgeiz etwas zu verändern bzw. etwas neu aufzubauen da war, möglicherweise stärker als jemals zuvor.
Die Frage ist nun, wer hat diese Ära eingeläutet? Wer hat sich eigentlich darum bemüht all diese Bedürfnisse zu stillen? Und wie war dies überhaupt möglich nachdem Deutschland in trümmern lag?
Einen maßgeblichen Anteil an dem Aufschwung hatten tatsächlich die Versandhäuser, wie Neckermann oder Otto, die rasant expandierten und Arbeit, sowie Wohlstand in Deutschland schufen.
Es fing alles so an, dass die Kataloge in der Bevölkerung umher gingen und von nun an jedermann die Möglichkeit hatte sich jegliche Art von Gütern direkt vor die Haustür bringen zu lassen. So entstand neue Arbeit und ein noch viel weitläufigerer Kreislauf, der die Konjunktur florieren lies.
Dies war selbstverständlich nur ein sehr abstrakter Crashkurs, der jedoch die Wichtigkeit solcher Personen in unserer Gesellschaft unterstreichen soll.
Ich frage mich wirklich wieviel Know-How in Aussagen steckt, die Werner Otto vorwerfen ein Kapitalist zu sein, der lediglich Menschen ausgebeutet hat.
Diejenigen die solch wage Behauptungen aufstellen, den empfehle ich sich doch mal richtig mit der Thematik und Bedeutung auseinander zu setzen!
Sehr viele Mitarbeiter, Lieferanten und noch viel mehr Kunden sind durchaus höchst zufrieden, daß Werner Otto und später seine Nachfolger diese Unternehmen begründet und vergrößert haben.
Einzelkritiken und erst recht Fundamentaltheorien versinken angesichts des realen Gesamtbildes zu Bedeutungslosigkeit.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren