GroßunternehmenNeuer Metro-Chef stoppt Verkauf von Kaufhof

Der neue Chef der Metro-Gruppe hat den Verkauf des Tochter-Unternehmens Kaufhof vorerst auf Eis gelegt. Seit mehreren Jahren will Metro das Warenhaus verkaufen. von afp, dpa und reuters

Überraschend hat der neue Chef der Metro-Gruppe, Olaf Koch, den geplanten Verkauf der Warenhauskette Galeria Kaufhof gestoppt. Seit mehreren Jahren will Metro das Tochter-Unternehmen verkaufen. Zuletzt hatten der Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen und die österreichische Immobilien-Gruppe Signa für Kaufhof geboten. In Deutschland gibt es 140 Warenhäuser mit über 18.000 Mitarbeitern.

Metro-Chef Koch begründete die Entscheidung mit der schwierigen Situation an den Finanzmärkten. Es gebe "keine geeigneten Rahmenbedingungen für so eine wichtige Transaktion", sagte er. Trotz schwarzer Zahlen versuchte Metro bisher, sich von der Kaufhaus-Kette zu trennen. Nun wolle Metro selbst an der Wertsteigerung der Kaufhaus-Kette arbeiten, sagte Koch. Kerngeschäft sollen aber weiterhin die Cash-and-Carry-Großhandelsmärkte sowie die Tochter Media-Saturn bleiben.

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Koch folgt als Vorstandsvorsitzender auf Eckhard Cordes , der zum Jahreswechsel Metro verlassen hatte. Im Weihnachtsgeschäft verzeichnete der Handelsriese ein Umsatz-Minus von 1,3 Prozent. Insgesamt ging der Umsatz 2011 um etwa ein Prozent zurück auf 66,7 Milliarden Euro.

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Leserkommentare
  1. Man wünscht sich endlich wieder Führungskräfte an den entscheidenden Stellen, die das Warenhausgeschäft im Blut haben und mit Sachverstand betreiben. Und keine Manager, die nur ans Verkaufen denken. Wie oft wurden die Warenhäuser in den vergangenen 40 Jahren totgesagt?

    Wenn es eine Einzelhandelsform gibt, deren Potenzial seit Jahren unterschätzt wird, sind es gut geführte Warenhäuser!

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
  • Schlagworte Kaufhof | Eckhard Cordes | Euro | Finanzmarkt | Umsatz | Warenhaus
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