Wettbewerbspolitik Post will gegen Milliarden-Rückzahlung klagen

Die Deutsche Post soll laut EU-Kommission bis zu einer Milliarde Euro zurückzahlen. Dagegen will die Post nun klagen: Die Entscheidung entbehre jeder Grundlage.

Die Deutsche Post will gegen die Entscheidung der EU-Kommission zur Rückzahlung von staatlichen Beihilfen klagen. Dies sei mit der Bundesregierung abgestimmt, teilte die Post mit. Die Entscheidung der Kommission entbehre jeder Grundlage, sagte Post-Vorstandschef Frank Appel.

Die EU-Kommission hatte entschieden, dass Deutschland 500 Millionen bis eine Milliarde Euro von dem Unternehmen zurückfordern müsse. Bei den von der EU kritisierten Beihilfen von 1995 an ging es um Zahlungen für die Pensionslasten für Beamte, die der frühere Staatskonzern bei seiner Privatisierung übernommen hatte.

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Zudem habe das Unternehmen seine Kosten mit höherem Briefporto gedeckt, begründete die Kommission ihren Beschluss. Damit habe die Post von Sozialleistungen profitiert, die unter den entsprechenden Werten von Konkurrenten lagen. Das könnte Nachteile für Wettbewerber nach sich gezogen haben. Die genaue Höhe des Betrags müsste laut Kommission aber von deutschen Behörden ermittelt werden.

Private Konkurrenz soll nicht benachteiligt werden

Die Post-Aktie reagierte mit Kursverlusten auf die Entscheidung. Sie notierte am Mittag mit einem Minus von knapp einem Prozent bei 12,69 Euro.

Die Monopolstellung staatlicher Postunternehmen war in den vergangenen Jahren in der EU aufgebrochen worden. So dürfen die Mitgliedstaaten den Postbetreibern zwar Zusatzkosten für Dienstleistungen im allgemeinen Interesse, wie etwa die flächendeckende Versorgung mit Postdiensten, erstatten. Die Kommission genehmigte deshalb in ihrem Beschluss auch Ausgleichszahlungen von 5,6 Milliarden Euro, die der Deutschen Post von 1990 bis 1995 zur Deckung der Kosten des Universal-Postdienstes gewährt wurden.

Jedoch darf es keine Überkompensation zum Nachteil privater Postkonkurrenten geben. "Unser Ziel ist es, Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern, damit Bürger und Unternehmen von den Vorteilen einer völligen, bald in allen Mitgliedstaaten abgeschlossenen Marktöffnung profitieren können", sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia.

 
Leser-Kommentare
  1. Ich hoffe dass die EU Kommission im gleichen Maße Lohndumping verfolgt, welches dann ja auch gerne als Wettbewerbsvorteil genutzt wird.

  2. Da hat die EU ein funktionierendes Postsystem zertoert dem sich die Deutsche Post noch entgegenstemmt und nun soll diese wohl noch weiter angegriffen werden.

    Die private Post ist absoluter Unsinn. Wozu das in Deutschland gefuehrt hat sieht man ausserst schoen an den privaten "Zustellern" - Dumpingloehne. Und nicht nur dass man mit mehr Unternehmen weniger effizient arbeiten kann als mit einem, es muessen auch mehr Vorstaende durchgefuettert werden.

    Wenn man sehen will wie eine schlechte Post funktioniert... Royal Mail in England... vermutlich ist einmal wieder ein Brief unterwegs verschwunden... und mancherorts kommt der Postbote nur jeden zweiten Tag, weil die Strecke fuer einen Tag zu lang ist. (BBC Panorama, eine ganze Weile her schon dass dies ausgestrahlt wurde.)

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    und Montags kommt vielerorts keine Post mehr.
    Was ist hier also besser?

    und Montags kommt vielerorts keine Post mehr.
    Was ist hier also besser?

  3. und Montags kommt vielerorts keine Post mehr.
    Was ist hier also besser?

    Antwort auf "Die EU und Post..."
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    Das die Deutsche Post nicht perfekt ist (noch weniger nach den EU Angriffen) heist nicht dass man sie weiter zerstoeren sollte.

    In Deutschland kommt eine Sendung normallerweise am naechsten Tag an.
    Hier in England kann es zwischen zwei nahe gelegenen Staedten schon mal 2 Tage dauern...

    Und dass in ganz Deutschland 20.000 Briefe verschwinden ist das eine - wie viele verschwinden in England? Da ist die Deutsche Post im Vergleich ein Perfektionsunternehmen.
    http://www.google.co.uk/s...

    Und in letzter Zeit:
    http://www.google.co.uk/s...

    (es geht in die 100.000ende)

    Ist schon richtig, man sollte es besser machen und nicht schlechter.

    Das die Deutsche Post nicht perfekt ist (noch weniger nach den EU Angriffen) heist nicht dass man sie weiter zerstoeren sollte.

    In Deutschland kommt eine Sendung normallerweise am naechsten Tag an.
    Hier in England kann es zwischen zwei nahe gelegenen Staedten schon mal 2 Tage dauern...

    Und dass in ganz Deutschland 20.000 Briefe verschwinden ist das eine - wie viele verschwinden in England? Da ist die Deutsche Post im Vergleich ein Perfektionsunternehmen.
    http://www.google.co.uk/s...

    Und in letzter Zeit:
    http://www.google.co.uk/s...

    (es geht in die 100.000ende)

    Ist schon richtig, man sollte es besser machen und nicht schlechter.

  4. Warum entscheiden Menschen, die wir alle nicht gewählt haben, wie wir mit Ex-Staatsunternehmen umzugehen zu haben?

    Ich bin mit den Preisen der deutschen Post zufrieden und hatte auch noch nie Probleme gehabt. Außerdem ist die Zustellung ziemlich schnell und sehr zuverlässig im Vergleich zu manch anderen Dienstleister. Wenn ich dann noch weiß dass die Leute dort einen fairen Lohn erhalten bezahl ich doch gerne mehr als bei der Konkurrenz.

    Tja Demokratie, wo steckst du nur ......

  5. Das die Deutsche Post nicht perfekt ist (noch weniger nach den EU Angriffen) heist nicht dass man sie weiter zerstoeren sollte.

    In Deutschland kommt eine Sendung normallerweise am naechsten Tag an.
    Hier in England kann es zwischen zwei nahe gelegenen Staedten schon mal 2 Tage dauern...

    Und dass in ganz Deutschland 20.000 Briefe verschwinden ist das eine - wie viele verschwinden in England? Da ist die Deutsche Post im Vergleich ein Perfektionsunternehmen.
    http://www.google.co.uk/s...

    Und in letzter Zeit:
    http://www.google.co.uk/s...

    (es geht in die 100.000ende)

  6. Ist schon richtig, man sollte es besser machen und nicht schlechter.

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