Deutschlands größter Stahlhersteller ThyssenKrupp hat sich mit dem finnischen Konkurrenten Outokumpu auf eine weitgehende Übernahme seiner Edelstahlsparte Inoxum geeinigt. Die Einigung mit Outokumpu sieht die Gründung eines neuen gemeinsamen Unternehmens vor. ThyssenKrupp erhalte daran einen Minderheitsanteil von 29,9 Prozent, teilte ThyssenKrupp mit. Der Wert von Inoxum wird im Rahmen der Transaktion mit rund 2,7 Milliarden Euro bewertet.

Die Verhandlungspartner hätten am Morgen eine Einigung mit den Arbeitnehmervertretern erzielt, teilte der Konzern mit. Demnach seien unter anderem Regelungen zur Standort- und Beschäftigungssicherung beschlossen worden. "Vereinbart ist der grundsätzliche Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2015", hieß es.

Der Aufsichtsrat der ThyssenKrupp AG, der der Transaktion noch zustimmen muss, will am Nachmittag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammentreffen. Der Vorstand habe der Übernahme bereits grundsätzlich zugestimmt, hieß es.

Die Produktion im Stahlwerk Krefeld werde schrittweise bis Ende 2013 eingestellt. Das Stahlwerk am Standort Bochum wird mindestens bis Ende 2016 fortgeführt. ThyssenKrupp hatte im Mai 2011 angekündigt, sich bis Ende 2012 von seiner Edelstahl-Sparte trennen zu wollen.