Glencore und Xstrata Fusion lässt größten Rohstoffkonzern entstehen
Der Rohstoffkonzern Glencore will mit dem Bergbauunternehmen Xstrata fusionieren. Der Jahresumsatz des neuen Giganten würde auf 210 Milliarden Dollar steigen.
Mit der Fusion von Glencore, dem weltgrößten Rohstoffkonzern und dem Bergbauunternehmen Xstrata soll eine Rohstofffirma entstehen, die Abbau, Transport und Verkauf bündelt. Der geplante Zusammenschluss würde eine Gesellschaft mit einem Jahresumsatz von fast 210 Milliarden Dollar schaffen. Aktionäre und Wettbewerbshüter müssen der Fusion aber noch zustimmen.
Glencore und Xstrata kommen zusammen auf einen Marktwert von rund 90 Milliarden US-Dollar, umgerechnet 68,7 Milliarden Euro. Der gemeinsame operative Gewinn liegt bei etwa 16 Milliarden Dollar. Der Zusammenschluss soll den Umsatz mittelfristig um mindestens 500 Millionen Dollar steigern, planen die Fusionspartner.
Aktionäre der Firma Xstrata sollen für einen Anteilsschein 2,8 Glencore-Aktien bekommen. Künftig halten sie einen Anteil von 45 Prozent an dem neuen Unternehmen. Xstrata wird im Fusionsgeschäft gut 15 Prozent höher bewertet, als es dem Schlusskurs am Mittwoch vergangener Woche entsprach. An die Spitze des neuen Unternehmens soll Xstrata-Vorstand Mick Davis rücken, Ivan Glasenberg, bisher Glencore-Chef, ist als Stellvertreter vorgesehen.
Branchenexperten sehen vor allem Glencore im Vorteil. Als Rohstoffhändler sind die Margen des Unternehmens viel kleiner als die eines Förderunternehmens wie Xstrata. Deshalb muss Glencore dem Fusionspartner geschäftlich entgegenkommen. Im dritten Quartal wollen die Unternehmen das Geschäft abschließen.
- Datum 07.02.2012 - 17:17 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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