Der Opel-Mutterkonzern General Motors geht eine strategische Allianz mit dem angeschlagenen französischen Autobauer PSA Peugeot Citroën ein. Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet, teilten die beiden Unternehmen nach Börsenschluss mit. General Motors werde im Zuge einer Kapitalerhöhung von PSA eine Beteiligung von sieben Prozent an dem französischen Konzern erwerben.

Gemeinsam wollen die beiden Konzerne im hart umkämpften europäischen Markt Kosten senken. Dazu wollen sie ihren Einkauf bündeln und gemeinsame Fahrzeugarchitekturen, Komponenten und Module nutzen. Nach fünf Jahren dürften sich im Rahmen der Allianz Synergien in Höhe von jährlich rund 1,5 Milliarden Euro ergeben, teilten die beiden Konzerne mit.

Im Zusammenhang mit der Allianz werde PSA Peugeot Citroën über eine Kapitalerhöhung rund eine Milliarde Euro erlösen. Dabei erhielten die Aktionäre von PSA Peugeot Citroën bevorrechtigte Bezugsrechte.

Gewinn bei Peugeot im Kerngeschäft halbiert

Peugeot Citroën ist nach VW der zweitgrößte Autobauer Europas , leidet aber unter Absatzproblemen. Vergangenes Jahr hatte sich der Gewinn des Konzerns wegen der Defizite im Auto-Kerngeschäft auf 588 Millionen Euro halbiert. Auch GM ist in Europa defizitär. Das Unternehmen machte 2011 im Europageschäft mit Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall ein Minus von umgerechnet 570 Millionen Euro, während der Gesamtkonzern einen Milliardengewinn verzeichnete.

PSA hat bislang lediglich technologisch mit anderen Autobauern kooperiert, etwa mit BMW bei Benzinmotoren und bei Nutzfahrzeugen mit dem italienischen Unternehmen Fiat. Auch mit US-Autobauer Ford besteht eine Kooperation bei der Entwicklung von Diesel-Motoren. Im Jahr 2010 war der Versuch einer Allianz mit dem japanischen Konzern Mitsubishi gescheitert. Damals war von Widerständen der Familie Peugeot die Rede.