Die insolvente Drogeriemarkt-Kette Schlecker schließt mehr als die Hälfte ihrer 6.000 deutschen Filialen. Die Zahl werde auf rund 3.000 reduziert, sagte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz. Damit können von etwa 30.000 Mitarbeitern nur noch 13.500 ihren Arbeitsplatz behalten.

Eine Restrukturierung des Unternehmens sei in der Vergangenheit deutlich zu spät eingeleitet worden, erklärte Geiwitz. Daher gebe es keine andere Alternative als die harten Schnitte. Weitere Verluste seien nicht mehr möglich. "Die gute Nachricht ist, dass das Unternehmen nach kompletter Umsetzung für sich überlebensfähig ist", sagte Geiwitz.

"Es ist für die zum Teil langjährigen Schlecker-Mitarbeiter zweifellos eine harte Konsequenz, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, und eine Entscheidung, die wir uns nicht leicht gemacht haben", sagte Geiwitz weiter. Mit den Mitarbeitern solle in den kommenden Wochen ein Plan erarbeitet werden, der die Entlassungen sozialverträglicher machen soll.

Insolvenzverwalter Geiwitz werde Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite für eine schnelle Einigung führen. Ende März solle bereits das Insolvenzverfahren eröffnet werden. Danach dürfe Schlecker nicht mit Verlusten weitergeführt werden. Sonst ließen sich auch keine Investoren finden, erklärte Geiwitz.