Schlecker: Ab heute wird gekündigt
Die Schlecker-Transfergesellschaft ist vor allem an der FDP gescheitert. Ihre Blockade macht auch die Suche nach einem neuen Investor schwieriger.
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Eine Schlecker-Mitarbeiterin in Berlin
Noch heute gehen die Kündigungsschreiben in die Post. Rund 10.000 Beschäftigte von Schlecker, meist Frauen, werden sie in ihren Briefkästen finden. Bis zum Schluss hatte Insolvenzverwalter, Arndt Geiwitz, darauf gehofft, die Beschäftigten der insolventen Drogeriemarktkette in einer Transfergesellschaft unterbringen zu können. Diese Auffanggesellschaft aber wird es nicht geben. Sie ist an der Blockade einiger Wirtschaftsliberaler gescheitert.
Alle Bemühungen des baden-württembergischen Wirtschaftsministers Nils Schmid (SPD), eine Bürgschaft seiner Länderkollegen für einen 70-Millionen Kredit der staatlichen KfW-Bank zu organisieren, waren vergeblich. Der Insolvenzverwalter hatte um diese staatliche Unterstützung gebeten, um die Transfergesellschaft finanzieren zu können. Sie hätte die Beschäftigten auffangen sowie qualifizieren können und ihnen mehr Zeit für die Suche nach einer neuen Arbeit verschafft. Jetzt gehen die Schlecker-Frauen direkt in die Arbeitslosigkeit.
Sanierung wird schwieriger
Auch für die verbleibenden Angestellten hat diese unterlassene Hilfe des Staates große Bedeutung. Beim Wechsel in eine Transfergesellschaft hätten die Betroffenen auf ihr Recht verzichtet, eine Kündigungsschutzklage einzureichen. Die dadurch gewonnene Rechtssicherheit wäre bei der Suche nach einem neuen Investor von großem Vorteil gewesen.
Arndt Geiwitz macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: Er bedankte sich bereits bei Schmid sowie den 13 Bundesländern, die sich für die Schlecker-Mitarbeiterinnen in den vergangenen Tagen eingesetzt haben. "Das Scheitern der Finanzierung einer Transfergesellschaft bedauere ich sehr, vor allem weil diese für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sozial geboten und für die Bürgen betriebswirtschaftlich absolut zu vertreten gewesen wäre", so Geiwitz.
Ablehnung kam vor allem aus den FDP-geführten Wirtschaftsministerien in Niedersachsen, Sachsen und Bayern. Die Freidemokraten hatten sich von Anfang an mit den typisch marktliberalen Argumenten gegen einen Kredit und gegen Bürgschaften ausgesprochen. Staatliche Hilfen entsprächen nicht der marktwirtschaftlichen Ordnung, so ihr Credo. Der Wettbewerb brächte es eben mit sich, dass Firmen scheiterten, hieß es lapidar in der Bundestagsfraktion der Freien Demokraten.




Wir alle haben Schlecker verachtet wegen der Arbeitsbedingungen für Frauen und sind u.a. deshalb nicht mehr dort einkaufen gegangen.
Das Ergebnis ist eben die "Pleite" !
Warum nur beklagen sich jetzt die, die sich im TV und den Medien allgemein ehemals über Arbeitsbedingungen und Überwachungen massiv beschwert haben?
Wieso sollten wir als Gemeinschaft so einem Herrscher namens Schlecker helfen, der derartig unverschämt mit seinen Mitarbeiterinnen umgegangen ist? Sklavenhandel unterstützen wir nicht.
Ich verstehe diese Aufruhr nicht. Schlecker hat sich selbst ins AUS gestellt mit den Methoden, die die Frauen dort anprangerten. Wieso blieben sie trotzdem 20 Jahre?
Masochistinnen oder Frauen, die sonst niemand eingestellt hat? Was ist der Grund für die ewige Treue?
Also waren die TV - Medien Kampagnen der vergangenen Beschwerden eine Lüge? Ausspionieren der Angestellten eine Farce? Ich verstehe diese Schleckerwelten nicht.
Ich verurteile niemanden, aber wer sich so massiv beschwert hat , wie diese Frauen, kann nicht anschliessend heulend
an uns gerichtet ein Urteil fällen, wir hätten sie im Stich gelassen. Nein _wir haben mit Boykott reagiert auf unmenschlichen Umgang mit Angestellten in diesem Schleckerland.
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