Geflügelproduktion: Wiesenhof darf Schlachtbetrieb wieder aufnehmen
Der Geflügelproduzent Wiesenhof hat offenbar erneut Probleme mit der Hygiene. Die Produktion in einer Schlachtanlage in Sachsen-Anhalt wurde für einen Tag eingestellt.
Die Behörden haben einen Schlachtbetrieb des Geflügelproduzenten Wiesenhof in Möckern (Sachsen-Anhalt) für einen Tag stillgelegt. Bei einer Routinekontrolle habe es dort am 28. Februar Beanstandungen gegeben, sagte ein Sprecher des Landkreises. Was genau bemängelt wurde, sagte er nicht. Die Mängel seien bei Umbauarbeiten im Betrieb festgestellt worden.
Nach Vor-Ort-Kontrollen mehrerer Veterinäre darf der Geflügelproduzent seinen Betrieb jetzt wieder aufnehmen. Der Geschäftsführung sei eine entsprechende Verfügung übermittelt worden, teilte der Landkreis Jerichower Land mit. "Die Begehung hat ergeben, dass sich der Bereich in einem einwand- und beanstandungsfreien Zustand befindet", sagte der Landkreissprecher.
Der Landkreissprecher sagte, er gehe nicht davon aus, dass Geflügel in den Handel gelangt sei, das für den Verbraucher schädlich sein könnte. "Dafür sind die Kontrollen zu dicht, dafür haben wir entsprechend Sorge zu tragen", sagte er.
Medien berichten über Hygienemägel
Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte, dass die Produktion für kurze Zeit ruhte. Nähere Angaben wollte sie nicht machen. Die Welt Kompakt hatte berichtet, dass die Behörde den Betrieb in Möckern wegen erneuter Hygienemängel geschlossen hat.
Erst Anfang Januar dieses Jahres war Wiesenhof in die Schlagzeilen geraten. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) hatte bei einem Test von Geflügelfleisch unter anderem drei mit Keimen belastete Proben von Wiesenhof beanstandet, die in Berlin, Köln und in der Stuttgarter Region gekauft worden waren.
Möckern ist seit Jahrzehnten ein Standort der Geflügelzucht. Derzeit sind dort rund 800 Menschen beschäftigt.





... genau so wie alles Sonstige einschließlich uns selbst auch. Die Natur ist schließlich nicht steril - ganz im Gegenteil!
Die Frage bei dem Wiesenhofbetrieb in Möckern ist "lediglich": Mit welchen Keimen und mit wie vielen ist was belastet? Denn es gibt eine gesetzlich tolerierte und eine gesetzlich nicht tolerierte Belastung. Und die ist keimabhängig verschieden.
Bei Hygiene-Kontrollen von Betrieben gibt es zudem auch bereits Beanstandungen, wenn zwar (noch) nicht am Produkt, sondern bereits irgendwo im Betrieb eine nicht tolerierbare Keimbelastung gefunden wird.
Nicht tolerierbare Belastungen werden immer wieder einmal gefunden - und natürlich immer wieder behoben, idealerweise jedoch im Zuge der permanenten, unerlässlichen, verpflichtenden betrieblichen Eigenkontrollen. Hygienemanagement ist in der Praxis der Lebensmittelerzeugung (wie auch in anderen wirtschaftlichen/gesellschaftlichen Bereichen, z.B. dem Gesundheitswesen) ein Dauerthema - und wird es bleiben. Weil, wie geschrieben, die Natur nun einmal nicht steril ist und auch nicht werden wird.
Ihren Ausführungen zuzustimmen fällt mir nicht schwer. Jedoch treffen sie nicht das Problem. Wir betreiben eine Tierhaltung welche zur vermehrten Belastung unserer Lebensmittel führt. Zu einer Mehrbelastung die nicht mehr tolerierbar ist. Auch die Umstände unter welchen unsere Nutztiere ein Dasein fristen, das man schwerlich artgerechte Haltung nennen kann. Ich bin kein Vegetarier und schon rcht kein Veganer. Der Mench ist ein Gemischtkostvewerter und kann sich dauerhaft nur in der Abwechslung gesund und ausreichend ernähren. Hier stossen wir aber, wie auf allen Gebieten, auch denen der Welternährung, der Klimaproblematik, des Artenschutzes und vielen anderen an Grenzen. besser gesagt, wir haben diese Grenzen bereits, teilweise schon seit Jahrzehnten, überschritten. Wir können diese Situation nur lösen, wenn wir die Zahl der Menshen signifiknt verringern. Das heisst, dass wir uns Strukturen ausdenken müssen, unter denen die Zahl der Menschen weltweit abnimmt. Es gibt eine Studie des Club of Rom nach der eine Weltbevölkerung von 500 Millionen Menschen ausreichen würde die Vielfalt und Entwicklung der Population Mensch zu erhalten. Die aktuelle Zahl beträgt mehr als das 14 fache. Darin liegen die Ursachen für unsere Probleme. Solange wir das negieren werden wir keine Lösungsansätze erarbeiten können. Das Ergebnis solcher expansiver Entwicklung unserer Population sind im Detail dann solche Zustände wie bei Wiesenhof und anderen..
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