FirmenpleiteInsolvenzberater erhält Übernahmeangebote für Schlecker

Mehrere Investoren sollen Interesse an der insolventen Drogeriekette bekundet haben. Auch die Schlecker-Kinder versuchen angeblich, das Unternehmen zurückzukaufen.

Für die Drogeriekette Schlecker sind nach Angaben ihres Insolvenzverwalters zahlreiche Übernahmeangebote eingegangen. Verwalter Arndt Geiwitz werde nun mit drei bis fünf Bietern in Gespräche eintreten, sagte ein Sprecher. Die Kette mit ihren 3.200 Filialen solle möglichst bis Ende Mai verkauft sein. Unverbindliche Offerten für Schlecker waren am Freitag fällig. Der Sprecher dementierte einen Bericht des Spiegels, demzufolge es nur einen ernsthaften Interessenten gebe.

Auch die beiden Kinder des Firmen-Gründers Anton Schlecker, Meike und Lars Schlecker, überlegen dem Spiegel zufolge, das Unternehmen zurückzukaufen. Geiwitz hatte sie von Anfang an als künftige Co-Investoren ins Gespräch gebracht. Ihnen gehört eine für Schlecker tätige Logistikfirma, ihre finanziellen Mittel sind aber nach der Insolvenz der Drogeriekette begrenzt. Ob ihnen künftig wenigstens ein Teil des Unternehmens gehören wird, hänge von den Interessen des Käufers ab, hieß es weiter. Firmengründer Anton Schlecker darf dem Bericht zufolge nicht mehr für das Unternehmen tätig werden, ein entsprechendes Verbot sei im Handelsregister eingetragen worden.

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Insolvenzverwalter fürchtet Klagewelle

Laut Spiegel sind Lars und Meike Schlecker selbst auf der Suche nach Co-Investoren, um die Kette zurückkaufen zu können. "Es gibt aktuell kein Angebot für eine Rückübernahme von Schlecker durch die Familie", sagte der Sprecher von Geiwitz dazu.

Mehr als 11.000 Beschäftigten des Unternehmens ist gekündigt worden. Eine Transfergesellschaft, in der der Großteil von ihnen für sechs Monate weiterbeschäftigt werden sollte, scheiterte am Widerstand dreier Bundesländer, in denen die FDP den Wirtschaftsminister stellt. Insolvenzverwalter Geiwitz fürchtet eine Reihe von Klagen gegen die Kündigungen, was die Suche nach einem neuen Eigentümer für die restlichen Filialen erschwere.

FDP verteidigt Haltung im Fall Schlecker

Die FDP rechtfertigte ihren Widerstand gegen die Transfergesellschaft. FDP-Chef und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler sagte, einseitige Hilfe bei Schlecker wäre nicht fair. "Wenn zu den kleinen Unternehmen der Pleitegeier kommt, dann kümmert sich keiner darum, weil keine Zeitungen und Kameras da sind. Aber um die Großen soll sich dann der Bundesadler kümmern?", sagte er in einem Interview. FDP-Generalsekretär Patrick Döring sagte: "Im letzten Jahr sind 30.000 Unternehmen in die Insolvenz gegangen. Für keins dieser Unternehmen hat etwa die SPD eine Transfergesellschaft erfordert, hier wollen sich SPD und Grüne profilieren – zulasten des Steuerzahlers."

Die Bundesbürger sind in dieser Frage gespalten, wie eine repräsentative Umfrage der Emnid-Meinungsforscher ergab. 45 Prozent hielten demzufolge das Nein der FDP für richtig, ebenso viele bezeichneten es als falsch. Zwölf Prozent gingen davon aus, dass die FDP bei Wahlen davon profitiere, 82 Prozent rechneten nicht damit. Die Partei muss bei den Wahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen um einen Wiedereinzug in die Landtage fürchten.
 

 
Leserkommentare
  1. Wenn es um so viele Existenzen geht, hat der Staat die Pflicht zu helfen. Mit ein paar Millionen hätte man hier helfen können, mit dem Rettungsschirm für die Banken hätte man alle 30000 Firmenpleiten eines Jahres abwenden können.

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    ... muss der Staat bei Schlecker eingreifen?

    Es ist vielmehr seine Aufgabe die nun arbeitslosen Mitarbeiter in ein neues Beschäftigungsverhältnis zu vermitteln.
    Auch wenn es selten vorkommt, aber für diesen Widerstand Kann man der FDP danken.

    • Hickey
    • 02.04.2012 um 8:15 Uhr

    Genau das hat Herr Schlecker getan und nun muß er die Verantwortung dafür tragen.

    Wie es ganz richtig im Artikel steht, den Einzelunternehmen hilft keiner, obwohl diese alle zusammengenommen 3-4 Unternehmen in Schleckergröße entsprechen.

    Entweder man hilft allen oder niemandem.

    Der Staat sind doch nach wie vor wir alle. Wir werden lediglich von mehr oder weniger fähigen Politikern geführt.

    Wenn jedoch, wie bei Schlecker geschehen, die Gewerkschaft die Bevölkerung auffordert, Schlecker wegen seiner unwürdigen Personalführung zu boykottieren und der Laden dabei vor die Hunde geht, sollte man doch zunächst einmal nach den Verantwortlichen in der Gewerkschaft rufen damit diese ihren "Rufmord" wieder gut machen können.

    Wenn der Staat immer eingreifen soll, wenn irgendwer in der Gesellschaft Mist gebaut hat, dann hätte er sehr viel zu tun. Übrigens, bei Opel wurde die FDP noch wegen ihrer Haltung gegen Rettungsfinanzierungen gelobt. Warum sollte sie jetzt getadelt werden? Nachtreten ist doch wohl die unfairste Art der Argumentation!

    das sehe ich anders.

    eine Kündigung ist für betroffene immer schwer, mit welchem Recht sollte der Staat eingreifen, wenn 10.000 betroffen sind, und wenn 5 betroffen sind, nicht? Ein Eingriff wird immer dann überhaupt interessant, wenn viele Arbeitsplätze in einer Region auf einen Schlag betroffen wären. Soweit mir bekannt ist, sind die Drogeriemärkte aber über ganz Deutschland verteilt, d.h. die Arbeitslosen können vom jeweiligen Arbeitsmarkt in vielen Regionen gut integriert werden. In den anderen Regionen kommt es auf 10-100 mehr oder weniger auch nicht mehr an

    ... muss der Staat bei Schlecker eingreifen?

    Es ist vielmehr seine Aufgabe die nun arbeitslosen Mitarbeiter in ein neues Beschäftigungsverhältnis zu vermitteln.
    Auch wenn es selten vorkommt, aber für diesen Widerstand Kann man der FDP danken.

    • Hickey
    • 02.04.2012 um 8:15 Uhr

    Genau das hat Herr Schlecker getan und nun muß er die Verantwortung dafür tragen.

    Wie es ganz richtig im Artikel steht, den Einzelunternehmen hilft keiner, obwohl diese alle zusammengenommen 3-4 Unternehmen in Schleckergröße entsprechen.

    Entweder man hilft allen oder niemandem.

    Der Staat sind doch nach wie vor wir alle. Wir werden lediglich von mehr oder weniger fähigen Politikern geführt.

    Wenn jedoch, wie bei Schlecker geschehen, die Gewerkschaft die Bevölkerung auffordert, Schlecker wegen seiner unwürdigen Personalführung zu boykottieren und der Laden dabei vor die Hunde geht, sollte man doch zunächst einmal nach den Verantwortlichen in der Gewerkschaft rufen damit diese ihren "Rufmord" wieder gut machen können.

    Wenn der Staat immer eingreifen soll, wenn irgendwer in der Gesellschaft Mist gebaut hat, dann hätte er sehr viel zu tun. Übrigens, bei Opel wurde die FDP noch wegen ihrer Haltung gegen Rettungsfinanzierungen gelobt. Warum sollte sie jetzt getadelt werden? Nachtreten ist doch wohl die unfairste Art der Argumentation!

    das sehe ich anders.

    eine Kündigung ist für betroffene immer schwer, mit welchem Recht sollte der Staat eingreifen, wenn 10.000 betroffen sind, und wenn 5 betroffen sind, nicht? Ein Eingriff wird immer dann überhaupt interessant, wenn viele Arbeitsplätze in einer Region auf einen Schlag betroffen wären. Soweit mir bekannt ist, sind die Drogeriemärkte aber über ganz Deutschland verteilt, d.h. die Arbeitslosen können vom jeweiligen Arbeitsmarkt in vielen Regionen gut integriert werden. In den anderen Regionen kommt es auf 10-100 mehr oder weniger auch nicht mehr an

  2. Es ist irritierend, dass die FDP gerade in dem einen Punkt, in dem sie ehrlich und ihren eigenen Prinzipien treu ist, so viel "Kritik" erntet. Oder entspringt dies nur dem alten Problem, dass nicht Sachverstand und Vernunft, sondern Bauch und Parolengeschwätz entscheidet?

    So viele Beschäftigte, da muss etwas getan werden - das entspricht den Trauerfeiern mit Politikprominenz, wenn irgend wo zur selben Zeit ausreichend viele zu Tode kamen. Kinder in einem Tunnel, Anschlag auf Soldatengruppe, Schlecker. Hin mit der Aufmerksamkeit, mit der Betroffenheit, mit den Mitteln.

    Nein, 30000 Pleiten ist die einzige Zahl, die von Bedeutung ist. Da muss man etwas tun, aber nicht, indem man hier hilft, da nicht, weil zufällig niemand hinschaut. Es gibt nur einen Grund, warum den Schlecker-Entlassenen geholfen werden müsste: Wenn die schiere Anzahl ein staatliches Problem erstellen würde! Das ist aber nicht der Fall. Oder, um es ganz hart zu sagen: Mit solch einem Eifer, den einige für Ex-Schleckerianer an den Tag legen, sollte sich auch um jene gekümmert werden, die bereits zuvor keine Arbeit hatten. Und davon gibt es mehr als "nur" 11000.

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  3. ... muss der Staat bei Schlecker eingreifen?

    Es ist vielmehr seine Aufgabe die nun arbeitslosen Mitarbeiter in ein neues Beschäftigungsverhältnis zu vermitteln.
    Auch wenn es selten vorkommt, aber für diesen Widerstand Kann man der FDP danken.

    7 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Staatshilfe"
    • Hickey
    • 02.04.2012 um 8:15 Uhr

    Genau das hat Herr Schlecker getan und nun muß er die Verantwortung dafür tragen.

    Wie es ganz richtig im Artikel steht, den Einzelunternehmen hilft keiner, obwohl diese alle zusammengenommen 3-4 Unternehmen in Schleckergröße entsprechen.

    Entweder man hilft allen oder niemandem.

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    • gquell
    • 02.04.2012 um 8:27 Uhr

    Genau das ist das Problem.
    Anstatt Banken und Versicherungskonzerne in die Pleite zu schicken, werden sie mit Steuermitteln aufgepäppelt, damit sie Aktionären und Managern üppige Zahlungen überweisen können. Hier hätte die FDP ihre Rolle als Vertreter einer Marktwirtschaft beweisen können.

    Aber nein, vielmehr werden den eigenen Amigos ungerechtfertigte Steuervorteile gewährt(Hotels), ein ganzer Wirtschaftszweig zugunsten einiger weniger zerstört(Erneuerbare Energien) und natürlich die "systemrelevanten" Banken und Versicherungen gerettet.

    70 Millionen ist ein Betrag, auf den wäre die HRE stolz, wenn sie das als Verlust an einem Tag erreichen würde.

    • Hickey
    • 03.04.2012 um 8:02 Uhr

    Ich kritisiere die Bankenhilfen ebenso wie sie.

    Nur leider erzählt man uns immer, die Welt wäre untergegangen hätten wir den Aktionären nicht ihre Divideden per Steuerausgleich ermöglicht.

    Eine Bank darf halt nicht oder besser gesagt kann nicht systemrelevant sein.

    Banken müssen endlich selbst für ihre Angstellten und deren Fehler haften und wenns dem Ackermann und den anderen Mananger alles wegpfänden müssen und die Hartz IV bekommen, ist das immer noch günstige als die jetztige Lösung.

    PS: Auf meinem Arbeitsweg liegt die HRE, ist schon ein komisches Gefühl an einem Haus vorbeizufahren und zu wissen, die da drinnen hab Zig Milliarden in den Sand gesetzt und jetzt klagen auch noch die alten Angstellten...da würd man am liebsten...

    • gquell
    • 02.04.2012 um 8:27 Uhr

    Genau das ist das Problem.
    Anstatt Banken und Versicherungskonzerne in die Pleite zu schicken, werden sie mit Steuermitteln aufgepäppelt, damit sie Aktionären und Managern üppige Zahlungen überweisen können. Hier hätte die FDP ihre Rolle als Vertreter einer Marktwirtschaft beweisen können.

    Aber nein, vielmehr werden den eigenen Amigos ungerechtfertigte Steuervorteile gewährt(Hotels), ein ganzer Wirtschaftszweig zugunsten einiger weniger zerstört(Erneuerbare Energien) und natürlich die "systemrelevanten" Banken und Versicherungen gerettet.

    70 Millionen ist ein Betrag, auf den wäre die HRE stolz, wenn sie das als Verlust an einem Tag erreichen würde.

    • Hickey
    • 03.04.2012 um 8:02 Uhr

    Ich kritisiere die Bankenhilfen ebenso wie sie.

    Nur leider erzählt man uns immer, die Welt wäre untergegangen hätten wir den Aktionären nicht ihre Divideden per Steuerausgleich ermöglicht.

    Eine Bank darf halt nicht oder besser gesagt kann nicht systemrelevant sein.

    Banken müssen endlich selbst für ihre Angstellten und deren Fehler haften und wenns dem Ackermann und den anderen Mananger alles wegpfänden müssen und die Hartz IV bekommen, ist das immer noch günstige als die jetztige Lösung.

    PS: Auf meinem Arbeitsweg liegt die HRE, ist schon ein komisches Gefühl an einem Haus vorbeizufahren und zu wissen, die da drinnen hab Zig Milliarden in den Sand gesetzt und jetzt klagen auch noch die alten Angstellten...da würd man am liebsten...

  4. Form der Unternehmenssanierung auf Kosten der Allgemeinheit und der Mitarbeiter.

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    • gquell
    • 02.04.2012 um 8:27 Uhr

    Genau das ist das Problem.
    Anstatt Banken und Versicherungskonzerne in die Pleite zu schicken, werden sie mit Steuermitteln aufgepäppelt, damit sie Aktionären und Managern üppige Zahlungen überweisen können. Hier hätte die FDP ihre Rolle als Vertreter einer Marktwirtschaft beweisen können.

    Aber nein, vielmehr werden den eigenen Amigos ungerechtfertigte Steuervorteile gewährt(Hotels), ein ganzer Wirtschaftszweig zugunsten einiger weniger zerstört(Erneuerbare Energien) und natürlich die "systemrelevanten" Banken und Versicherungen gerettet.

    70 Millionen ist ein Betrag, auf den wäre die HRE stolz, wenn sie das als Verlust an einem Tag erreichen würde.

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    vielen Menschen nicht einmal nach all den Monaten Medienberichten über die Banken- und Griechenlandhilfen klar zu sein.

    Wenn Schlecker pleite ist, wonach es jetzt nicht aussieht, werden einzelne Menschen über die Republik verteilt arbeitslos und hieven in ihren Regionen, bei der Möglichkeit eine neue, derzeit freie Stelle anzutreten, nicht einmal die Statistik in irgendeiner Form nach oben.

    Wozu man also helfen soll und Millionen in dieser Firmenpleite versenken soll, wird mir bei Lage der Fakten nicht klar.

    Wenn wir aber Griechenland nicht stützen, wird auch unser Land in den entstehenden Abgrund gezogen und alle Euroländer haben Probleme, die die gesamten Volkswirtschaften und die in ihr lebenden Menschen betreffen werden.

    Und wenn die Großbanken in den Ruin gehen, hängen daran wiederum andere mit Geld arbeitende Organisationen, die bei Pleite die gesamte Volkswirtschaft betreffen und uns allen die Luft abschnüren würden. Firmen würden in die Pleite gerissen, viele Menschen ihre Existenz verlieren.

    Wenn man sich die Dimensionen klar macht, dürfte es naheliegend sein, einen Privatunternehmer und seine nun entlassenen Mitarbeiter nicht mit Geld aus dem Steuertopf zu sponsern, während man in die Eurostabilität und die Bankenabsicherung viel Geld oder auch nur Garantien steckt.

    Ich verstehe diese Vergleiche nicht und halte es auch nicht für gewitzt mit dummen Vergleichen (HRE <=> Schlecker) punkten zu wollen, da beides nicht vergleichbar ist.

    • ludna
    • 02.04.2012 um 9:28 Uhr

    nicht die Sozialleistungen für ALLE, nicht nur bei Schlecker-Miarbeitern. Längeres und höheres ALG I. Wiedereinführung des Arbeitslosengeldes.

    Das hätte man alles locker finanzieren können.

    Und man hätte kleinen Unternehmen günstige, langfristige Kredite finanzieren können. Dann wären vielleicht auch neue Arbeitsplätze entstanden.

    vielen Menschen nicht einmal nach all den Monaten Medienberichten über die Banken- und Griechenlandhilfen klar zu sein.

    Wenn Schlecker pleite ist, wonach es jetzt nicht aussieht, werden einzelne Menschen über die Republik verteilt arbeitslos und hieven in ihren Regionen, bei der Möglichkeit eine neue, derzeit freie Stelle anzutreten, nicht einmal die Statistik in irgendeiner Form nach oben.

    Wozu man also helfen soll und Millionen in dieser Firmenpleite versenken soll, wird mir bei Lage der Fakten nicht klar.

    Wenn wir aber Griechenland nicht stützen, wird auch unser Land in den entstehenden Abgrund gezogen und alle Euroländer haben Probleme, die die gesamten Volkswirtschaften und die in ihr lebenden Menschen betreffen werden.

    Und wenn die Großbanken in den Ruin gehen, hängen daran wiederum andere mit Geld arbeitende Organisationen, die bei Pleite die gesamte Volkswirtschaft betreffen und uns allen die Luft abschnüren würden. Firmen würden in die Pleite gerissen, viele Menschen ihre Existenz verlieren.

    Wenn man sich die Dimensionen klar macht, dürfte es naheliegend sein, einen Privatunternehmer und seine nun entlassenen Mitarbeiter nicht mit Geld aus dem Steuertopf zu sponsern, während man in die Eurostabilität und die Bankenabsicherung viel Geld oder auch nur Garantien steckt.

    Ich verstehe diese Vergleiche nicht und halte es auch nicht für gewitzt mit dummen Vergleichen (HRE <=> Schlecker) punkten zu wollen, da beides nicht vergleichbar ist.

    • ludna
    • 02.04.2012 um 9:28 Uhr

    nicht die Sozialleistungen für ALLE, nicht nur bei Schlecker-Miarbeitern. Längeres und höheres ALG I. Wiedereinführung des Arbeitslosengeldes.

    Das hätte man alles locker finanzieren können.

    Und man hätte kleinen Unternehmen günstige, langfristige Kredite finanzieren können. Dann wären vielleicht auch neue Arbeitsplätze entstanden.

  5. vielen Menschen nicht einmal nach all den Monaten Medienberichten über die Banken- und Griechenlandhilfen klar zu sein.

    Wenn Schlecker pleite ist, wonach es jetzt nicht aussieht, werden einzelne Menschen über die Republik verteilt arbeitslos und hieven in ihren Regionen, bei der Möglichkeit eine neue, derzeit freie Stelle anzutreten, nicht einmal die Statistik in irgendeiner Form nach oben.

    Wozu man also helfen soll und Millionen in dieser Firmenpleite versenken soll, wird mir bei Lage der Fakten nicht klar.

    Wenn wir aber Griechenland nicht stützen, wird auch unser Land in den entstehenden Abgrund gezogen und alle Euroländer haben Probleme, die die gesamten Volkswirtschaften und die in ihr lebenden Menschen betreffen werden.

    Und wenn die Großbanken in den Ruin gehen, hängen daran wiederum andere mit Geld arbeitende Organisationen, die bei Pleite die gesamte Volkswirtschaft betreffen und uns allen die Luft abschnüren würden. Firmen würden in die Pleite gerissen, viele Menschen ihre Existenz verlieren.

    Wenn man sich die Dimensionen klar macht, dürfte es naheliegend sein, einen Privatunternehmer und seine nun entlassenen Mitarbeiter nicht mit Geld aus dem Steuertopf zu sponsern, während man in die Eurostabilität und die Bankenabsicherung viel Geld oder auch nur Garantien steckt.

    Ich verstehe diese Vergleiche nicht und halte es auch nicht für gewitzt mit dummen Vergleichen (HRE <=> Schlecker) punkten zu wollen, da beides nicht vergleichbar ist.

    2 Leserempfehlungen
    • Dijeh
    • 02.04.2012 um 8:57 Uhr

    Meike Schlecker sehe ich noch, mit tränenreicher Stimme, den Verlust des gesamten Vermögens beklagend vor mir...

    Mit diesem NICHTS will sie jetzt die Kette kaufen?

    Wenn so ein "nicht mehr vorhandenes Vermögen" aussieht, hätte ich das auch gern.

    Dijeh

    Eine Leserempfehlung
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    .

    und dazu der Rückhalt der Banken und ein gutes Konzept mit den Gewerkschaften und den Arbeitnehmern als Rückhalt.

    Da braucht es kein echtes Eigenkapital wie wenn sich Otto N. bei Blick ins leere Portemonaie ein Eis verkneift.

    • cvnde
    • 02.04.2012 um 9:20 Uhr

    die Schadenfreude weg.

    Ohne jetzt die Kinder verteidigen zu wollen, aber man kann ruhigen Gewissens unterstellen, dass die Kinder bis zu letzten kaum richtige Zahlen kannten.

    Denn Anton Schlecker ist wohl ein wohl ein starker Kontrollmensch sein, der nicht Informationen stark kontrolliert hat.

    Nochmal Schelcker war, ist, ein Einzelunternehmen, keine Kapitalgesellschaft, d. h. die Kontrollmöglichkeiten sind dort sehr viel beschränkter, als bei einer GmbH oder AG.

    .

    und dazu der Rückhalt der Banken und ein gutes Konzept mit den Gewerkschaften und den Arbeitnehmern als Rückhalt.

    Da braucht es kein echtes Eigenkapital wie wenn sich Otto N. bei Blick ins leere Portemonaie ein Eis verkneift.

    • cvnde
    • 02.04.2012 um 9:20 Uhr

    die Schadenfreude weg.

    Ohne jetzt die Kinder verteidigen zu wollen, aber man kann ruhigen Gewissens unterstellen, dass die Kinder bis zu letzten kaum richtige Zahlen kannten.

    Denn Anton Schlecker ist wohl ein wohl ein starker Kontrollmensch sein, der nicht Informationen stark kontrolliert hat.

    Nochmal Schelcker war, ist, ein Einzelunternehmen, keine Kapitalgesellschaft, d. h. die Kontrollmöglichkeiten sind dort sehr viel beschränkter, als bei einer GmbH oder AG.

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