Insolvenzverfahren: Investmenthaus bietet für Schlecker
Die insolvente Drogeriekette könnte in neuem Besitz weiterarbeiten. Der Insolvenzverwalter ist mit mehreren Investoren im Gespräch. Einer ist namentlich bekannt.
Für die insolvente Drogeriekette Schlecker gibt es fünf ernsthaft interessierte Investoren. Nach Angaben der Stuttgarter Nachrichten haben zwei der Interessenten einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag als Kaufpreis geboten. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz gewähre diesen nun Einblick in sämtliche Daten, die für die Bewertung notwendig sind. Nach dieser Bewertung könne der Kaufpreis allerdings noch "erheblich" sinken.
Als erstes Unternehmen bekannte sich das Beratungs- und Investmenthaus Droege International Group zu seinem Interesse an Schlecker. "Erste Orientierungsgespräche haben stattgefunden", sagte eine Sprecherin und bestätigte einen Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Droege soll ein schriftliches Gebot abgegeben haben. Dem Unternehmen gehören unter anderem der IT-Dienstleister Actebis und die österreichische Zeitarbeitsfirma Trenkwalder.
Andere Investoren prüfen noch die Bücher und verhandeln mit Geiwitz. In den kommenden Wochen will der einen Käufer gefunden haben. Ziel sei es, den Prozess bis Pfingsten zu konkreten Ergebnissen zu bringen, hatte ein Sprecher gesagt. Allerdings erfordert eine Übernahme die Zustimmung der Gläubiger.
Auch Lars und Meike Schlecker, die Kinder von Firmengründer Anton Schlecker, sind in die Suche nach einem Investor eingebunden. Sie würden gerne an dem Unternehmen ihres Vaters beteiligt bleiben, verfügen aber nach eigenen Angaben nur über begrenzte Mittel.
Beitrag der Mitarbeiterinnen verlangt
Allein zur Übernahme des gesamten Warenbestands in den Lagern und den 3.200 verbliebenen Filialen sowie für den nötigen Umbau der meisten Läden müsste ein Käufer Schätzungen von Unternehmenskennern zufolge einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag zahlen.
Geiwitz verlangt unterdessen von den verbliebenen 13.500 Beschäftigten einen Beitrag zur Sanierung des Unternehmens. Nach bisherigen Informationen will er für einen befristeten Zeitraum einen Verzicht zum Beispiel auf Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld aushandeln. Die erste Verhandlungsrunde mit der Gewerkschaft ver.di und Betriebsräten endete am Mittwoch in Kassel ohne Ergebnis. Ver.di will nach eigenen Angaben Garantien durchsetzen, dass während der Verhandlung des Fortführungskonzeptes betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Eine Auffanggesellschaft für die 11.000 Mitarbeiter zu gründen war wegen fehlender Kreditbürgschaften der Länder gescheitert.




Die wollen die Grundstücke!
die gehören doch Herrn Schlecker garnicht, er will die Daten der Angestellten, um diese in der eigenen Zeitarbeitsfirma weiterverwenden zu können.
Wie hat Schlecker doch sein Personal gerne eingestellt: ältere Frauen ohne große Chancen für den Arbeitsmarkt, alleinerziehende Mütter, die sich nicht trauen, ihre Rechte wahrzunehmen aus Angst vor Jobverlust - die ideale Klientel zur 'Weiterverwertbarkeit' in Zeitarbeitsfirmen.
die gehören doch Herrn Schlecker garnicht, er will die Daten der Angestellten, um diese in der eigenen Zeitarbeitsfirma weiterverwenden zu können.
Wie hat Schlecker doch sein Personal gerne eingestellt: ältere Frauen ohne große Chancen für den Arbeitsmarkt, alleinerziehende Mütter, die sich nicht trauen, ihre Rechte wahrzunehmen aus Angst vor Jobverlust - die ideale Klientel zur 'Weiterverwertbarkeit' in Zeitarbeitsfirmen.
ist das denn...
Und dann das als (dr Schwoab sait) för a Gschmäckle:
"Geiwitz verlangt unterdessen von den verbliebenen 13.500 Beschäftigten einen Beitrag zur Sanierung des Unternehmens. Nach bisherigen Informationen will er für einen befristeten Zeitraum einen Verzicht zum Beispiel auf Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld aushandeln."...
Das ist wie auf'm Ramschverkauf - wie menschenverachtend (als hätten diese Frauen nicht schon genug (ha - und das sage ich bewusst) g e z a h l t...
Ihr Schleckerfrauen! Es ist schlimm, wenn man den Job durch solche Umstände verliert (hab auch schon mal in nem technischen Betrieb gearbeitet, der Insolvenz anmelden musste - kann das also gut nachfühlen)- aber ihr seid doch fleißige "Arbeiterbienen" - ihr findet was besseres - ich denke, es drücken euch so viele die Daumen, da muss es einfach klappen!
Ach ja - genannter Interessent hat zufällig auch eine "Zeitarbeitsfirma" - also denke ich nicht, dass da nur das Grundstücksinteresse Priorität hat...
Es ist so zum...
Es trifft einfach zu oft die Falschen (ich meine, dass Schlecker den "Bach runter geht" ist kein Verlust für die Gesellschaft)!
Er war/ist vor allem aber einer, der andere ausgenutzt hat und nun dafür bezahlen muss!
Auch wenn die traurige Schicksalsfrage der Schleckerverkäufer/innen damit verknüpft ist (und ich meine jene, die da nicht nur "ihr Taschengeld aufbessern" - sondern mit den paar Euro ihren Lebensunterhalt bestreiten!
Mut, Mädels! Ihr schafft das!
die gehören doch Herrn Schlecker garnicht, er will die Daten der Angestellten, um diese in der eigenen Zeitarbeitsfirma weiterverwenden zu können.
Wie hat Schlecker doch sein Personal gerne eingestellt: ältere Frauen ohne große Chancen für den Arbeitsmarkt, alleinerziehende Mütter, die sich nicht trauen, ihre Rechte wahrzunehmen aus Angst vor Jobverlust - die ideale Klientel zur 'Weiterverwertbarkeit' in Zeitarbeitsfirmen.
bekommen zugriff auf das humankapital.
im schlachtgewerbe kommt nach dem keulen das ausbeinen.
Was Investmentgroups anrichten können, zeigen Beispiele wie die "deutsche Annington", bei der es ausreichend Beispiele gibt, wie man Wohngebäude verfallen und Mieter im Stick lässt. Wieso soll das bei Schlecker anders sein? Das Letzte um das es geht, ist die Zukunft der Mitarbeiter. Vielleicht wäre es besser gewesen, das gesamte Unternehmen abzuwickeln. Investmentgroups sind reine kapitalistische Unternehmungen, die nur auf den Profit aus sind. Sie sind keine sozialen Wohlfahrtsunternehmen, die an der Fortführung eines Unternehmens interessiert sind. Sie möchten mit Kapital Erträge erwirtschaften und nicht Menschen in Arbeit halten. Für den Insolvenzberater geht es hauptsächlich darum, soviel Ertrag wie möglich aus dem Restunternehmen Schlecker zu holen. Da arbeiten Investmentgroups und Insolvenzberater auf gleicher Augenhöhe.
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