Autokonzern: Rüsselsheim könnte den Opel Astra verlieren
General Motors will den Opel Astra laut Medienberichten im Ausland bauen lassen. Der Betriebsrat will das verhindern und bietet einen Lohnverzicht in Millionenhöhe an.
© Patrik Stollarz/AFP/Getty Images

Opel-Autos vor dem Werk in Bochum
Der Autokonzern General Motors will die Produktion des Opel Astra aus Rüsselsheim abziehen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf führende Gewerkschafter und auf Aussagen des GM-Vizechefs Stephen Girsky, der Vorsitzender des Opel-Aufsichtsrats ist.
Die nächste Generation des für Opel wichtigsten Modells solle demnach von 2015 an nur noch im englischen Werk in Ellesmere Port und im polnischen Gliwice vom Band laufen. Dort ist die Fertigung günstiger als in Rüsselsheim, wo 2012 bis zu 68.000 Opel Astra gebaut werden sollen. Ein Unternehmenssprecher wollte der Zeitung zufolge den Sachverhalt unter Verweis auf noch laufende Gespräche nicht kommentieren. Offiziell werde die Entscheidung Mitte Mai verkündet.
Lohnverzicht in Höhe von 35 Millionen
Um die Produktion des Opel Astra im Stammwerk in Rüsselsheim zu behalten, hat der Betriebsrat der Konzernführung einen Vorschlag unterbreitet, wonach die Belegschaft durch Lohnverzicht oder ähnliche Kostensenkungen Investitionen finanzieren will.
Um die vom Management geplante Verlagerung der Rüsselsheimer Astra-Fertigung zu verhindern, würden die Beschäftigten auf Lohnbestandteile in Höhe von etwa 35 Millionen Euro verzichten.
"Wir bestehen darauf, dass Rüsselsheim der dritte Astra-Standort bleibt", sagte Opel-Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug. Eine Entscheidung, die Produktion des Opel Astra aus Rüsselsheim abzuziehen, wäre verheerend. "Das ist so als würde man den VW Golf künftig nicht mehr in Wolfsburg produzieren", sagte Schäfer-Klug
Aus Gewerkschafterkreisen hieß es, im Stammwerk würde dann nur noch die Mittelklasse-Limousine Insignia produziert werden. Das sei auf Dauer nicht tragbar: "Wegen der Unterauslastung würde damit der modernste Standort extrem teuer und somit ins Aus getrieben."




Könnte GM evtl. noch klar ausdrücken was das Ziel dieser angedrohten Verlagerung ist? Sollen die Lohnkosten ein bisschen nach unten gedrückt werden oder soll der Staat bzw. der Steuerzahler noch ein paar Milliardensubventionen rausrücken damit die GM-Aktionäre auf ihre Rendite kommen?
Reisende soll man ja bekanntlich nicht aufhalten... Nokia aus Rumänien lässt grüßen. Lohn und Steuern passen, Qualität für'n A....
Das Auto günstiger am Markt anbieten können, damit die Verluste der Rüsselsheimer geringer werden.
Die Manager wollen mehr 'Patte' und die Politiker schauen erst gar nicht hin. Diese Planer und Manager sind ihr Geld nicht wert. Aber sie müssen verstehen das ihr Spiel des Spiel von Ratten ist. Hoffentlich gehen diese Leute unter.....
Das Auto günstiger am Markt anbieten können, damit die Verluste der Rüsselsheimer geringer werden.
Die Manager wollen mehr 'Patte' und die Politiker schauen erst gar nicht hin. Diese Planer und Manager sind ihr Geld nicht wert. Aber sie müssen verstehen das ihr Spiel des Spiel von Ratten ist. Hoffentlich gehen diese Leute unter.....
ein Konzern kündigt eine Verlagerung von Produktionen ins Ausland an und der Betriebsrat antwortet mit einem Angebot von Lohnverzicht. Und das bei einer Branche, die eigentlich boomt.
In den siebzigern waren es ein paar politische Wirrköpfe, die dieses Land zu erpressen versuchten - heute sind es Konzerne die dies viel erfolgreicher und scheinbar ohne Gegenwehr tun.
Im Gegenteil, sie werden seit Schröder dabei massiv von der Politik unterstützt.
Funktionierende Gewerkschaften? Fehlanzeige!!
Die Geschichte ist wohl komplexer: die Deutschen (und die Europäer) wollen hohe soziale und ökologische Standards, und gleichzeitig wollen sie billige Autos (und alle anderen Produkte). Die Lösung: billige Kia und Hyundai, deren Komponenten in Fernost hergestellt werden, unter niedrigen sozialen und ökologischen Standards, und dann in Tschechien zusammengeschraubt werden.
In Deutschland macht man sich über Opel lustig und kauft billig. Kein Wunder, dass unsere Arbeitsplätze und unser Knowhow nach Fernost abwandern. Firmen können nur in Europa bleiben, wenn ihre Produkte auch gekauft werden. Sie dann der Lohndrückerei zu beschuldigen, ist nicht glaubhaft. Der Kunde entscheidet, wo und unter welchen Bedingungen produziert wird. Leider kümmert es ihn herzlich wenig, wie diese Bedingungen außerhalb des eigenen engen Horizontes aussehen...
Die Geschichte ist wohl komplexer: die Deutschen (und die Europäer) wollen hohe soziale und ökologische Standards, und gleichzeitig wollen sie billige Autos (und alle anderen Produkte). Die Lösung: billige Kia und Hyundai, deren Komponenten in Fernost hergestellt werden, unter niedrigen sozialen und ökologischen Standards, und dann in Tschechien zusammengeschraubt werden.
In Deutschland macht man sich über Opel lustig und kauft billig. Kein Wunder, dass unsere Arbeitsplätze und unser Knowhow nach Fernost abwandern. Firmen können nur in Europa bleiben, wenn ihre Produkte auch gekauft werden. Sie dann der Lohndrückerei zu beschuldigen, ist nicht glaubhaft. Der Kunde entscheidet, wo und unter welchen Bedingungen produziert wird. Leider kümmert es ihn herzlich wenig, wie diese Bedingungen außerhalb des eigenen engen Horizontes aussehen...
ist im vollem Gange. Manchester Kapitalismus pur eben, genau wie unsere "Eliten" es wollen. Abgesehen davon, dass die Verkaufszahlen in Europa für einen Abbau der Überproduktion sprechen. Und das trifft Shareholder allenfalls geringfügig, aber Arbeitnehmer voll. Die danach wahrscheinlich keinen vernünftigen Job mehr finden und damit der Markt noch schwächer wird.
Vielleicht bleibt den 8.2% in SH die "berufliche Anschlußverwendung" noch im Halse stecken, wenn die Einschläge bei ihnen ankommen.
Aus welchen Bestandteilen setzt sich denn der Lohn eines Rüsselsheimer Arbeiters denn zusammen? Welche würde der Betriebsrat zur Disposition stellen?
Wäre interessant für die Meinungsbildung.
jetzt jammerns wieder mal die rüsselsheimer.
habe selbst bei gm gearbeitet und kann nur sagen, dass rüsselheim extrem altmodisch, rückständig um nicht zu sagen faul ist.
eine verlagerung ist demnach durchaus verständlich.
zusätzlich muss man bemerken, wer a sagt muss auch b sagen.
wer ganz europa in die eu drängt (deutschland) und griechenland in den abgrund, darf sich nicht wundern, wenn dann auch mal die eigenen arbeitsplätze flöten gehen.
in diesem sinne - es werden noch viel mehr arbeitsplätze in billig (armen) länder abwandern - und global gesehen ist das aus richtig so.
das hat nix mit bösen konzernen, etc. zu tun - sondern letztlich nur mit uns menschen (der politik und unserem kaufverhalten)
will ich ein deutsches auto, muss ich auch eines kaufen, welches in de prodzuiert wurde.
die frage ist eher, warum sollte ich als europäer ein deutsches auto wollen - und nicht einfach ein europäisches - tja denkaufgaben über denkaufgaben.
Das Auto günstiger am Markt anbieten können, damit die Verluste der Rüsselsheimer geringer werden.
General Motors Manager spielen erneut ein großes Spiel und das Resultat ist den GM Wagen (immer das kleinste und billigste Model) auf den Straßen -und der Autobahn als Verkehrshindernis- zu erleben. Die Manager sind auch heute ihr Geld nicht wert. Aber dafür muss wieder der kleine Mann gerade stehen. Diese Manager sind ihr Geld nicht wert und sollten so behandelt werden wie auch sie die kleinen Leute behandeln. Keine Abfindung und sofort raus...
Die Manager wollen mehr 'Patte' und die Politiker schauen erst gar nicht hin. Diese Planer und Manager sind ihr Geld nicht wert. Aber sie müssen verstehen das ihr Spiel des Spiel von Ratten ist. Hoffentlich gehen diese Leute unter.....
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