BörsengangInstitutionelle Anleger zweifeln an Facebooks Wachstum

Fonds und Anlagefirmen zeigen laut einem Medienbericht nur geringes Interesse an der Facebook-Aktie. Davon könnten Privatleute profitieren – deren Erwartungen sind hoch. von dpa und reuters

Eine Facebook-Fahne vor dem J.P.-Morgan-Gebäude in New York

Eine Facebook-Fahne vor dem J.P.-Morgan-Gebäude in New York  |  © Lee Celano/Reuters

Das Interesse institutioneller Investoren wie Fonds und Anlagefirmen an Facebook-Aktien fällt offenbar geringer aus als erwartet. Sie seien besorgt über die Wachstumsaussichten des Unternehmens, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.

Die Begeisterung von Privatleuten sei hingegen ungebrochen. Nach Informationen von Reuters  ist die Aktie bereits überzeichnet. Möglicherweise könnten die privaten Anleger daher beim anstehenden Börsengang am Ende mehr Aktien abbekommen als zuvor geplant. Beim Aktienpreis könne Facebook immer noch das obere Ende der Spanne von 28 bis 25 Dollar erreichen oder sogar darüber gehen, heißt es.

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Das Unternehmen hatte erst am Mittwoch eine Schwäche seines bisherigen Geschäftsmodells eingeräumt: Die vielen Nutzer, die von Smartphones und Tablet-Computern auf das Online-Netzwerk zugreifen, brächten vergleichsweise wenig Umsatz. Dabei nutzen inzwischen 488 der insgesamt 901 Millionen Mitglieder Facebook von mobilen Geräten aus. Diese Warnung habe einige Investoren abgeschreckt, heißt es bei Bloomberg . Bei der laufenden Werbetour für den Börsengang weise Facebook Analysten auch darauf hin, dass ihre optimistischen Erwartungen zum Umsatzwachstum verfehlt werden könnten, hieß es.

Facebook will bei der für Ende kommender Woche erwarteten Aktienplatzierung etwa 11,8 Milliarden Dollar einnehmen. Damit wäre es der mit Abstand größte Börsengang eines Internetunternehmens . Für die gesamte Firma wird ein Wert von 96 Milliarden Dollar angepeilt – fast 100-mal so viel wie der vergangene Jahresgewinn.

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Leserkommentare
  1. ist das ein gutes Zeichen. Denn die Fonds, die wir alle u.a. mit Geldern für die private Rentenvorsorge munitionieren, treiben die AGs mit hohen Renditeerwartungen vor sich her. Im Fall von Facebook bedeutet dies: mehr Werbung, weniger Datenschutz, weitere verkaufte Daten der Nutzer.

    Sollten die Fonds wirklich nicht bei Facebook einsteigen ist der Tag des Börsengangs ein guter Tag für die Privatsphäre.

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    vorallem könnte es ein Hinweis darauf sein, dass viele Privatleute sich nicht vom wirtschaftlichen Gespür leiten lassen sondern vom Hype des allgegenwärtigen Facebooks...

    keine Ahnung wie da die Planungen aussehen - aber über 100$ Umsatz pro user/Jahr erscheint mir utopisch, vorallem da viele Karteileichen & Nicht-app-Nutzer, die den Durchschnitt massiv drücken, kompensiert werden müssten

    vllt wirds ja ne neue T-Aktie ^^

    Wie viele Informationen haben die institutionellen Anleger, wie viele die Privaten?
    Die institutionellen Anleger haben nicht nur die Info's von Facebook, sondern auch Info's von Firmen, die bei Facebook werben z.B. über deren Erfahrungen etc. Wenn institutionelle Anleger sich zurückhalten, sollten sich private Anleger erst recht zurückhalten. Ich erinnere nur an die dotcom-Blase, dort wurde auch sehr viel Geld von Kleinanlegern verbrannt! Die Großen hatten ihre Schäfchen da schon längst ins Trockene gebracht und Gewinne auf Kosten der Kleinanleger gemacht!

  2. es wird sehr viel Geld bewegt. Ob dies aber eine sichere Anlage darstellt, sollte man abwarten.

    Ich sehe das nicht so positiv, denn im Netz ist ein Kommen und Gehen auch bei den Großen nicht ungewöhnlich und dann ist das viele schöne Geld der Privaten weg und sie jammern, dass man ihnen das doch vorher hätte sagen müssen....

    2 Leserempfehlungen
  3. Der Börsengang von Facebook zielt gewaltig darauf ab kleinanlegern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Facebook befindet sich auf dem Zenig seines Erfolges und hat einen Jahresgewinn von ca 1 mrd dollar. Wenn sich Tatsächlich ein börsenwert von 100 MRD dollar einstellt dann sollte sich jeder selbst ausrechnen können ob er das geld nicht lieber auf ein Sparbuch legt....

    Nunja den privatanleger wird es erst dann stören wenn die aktie einbricht und er die welt nicht mehr versteht.

    7 Leserempfehlungen
  4. wohl nur einem die Taschen füllen. Dem Besitzer!

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    • xpeten
    • 11. Mai 2012 12:03 Uhr

    die verdienen immer mit.

  5. Wenn man das Modell ansetzt das eine Aktie das wert ist, was die mit Risikoaufschlag abdiskondierten zukünftigen Dividenden zum Gegenwartszeitpunkt wert sind, dann ist klar das man eine krankhafte Wachstumsperspektive braucht um den Preis der im Raum stand zu rechtfertigen.

  6. Mit dem Facebook Boersengang wird wohl oder uebel auch die zweite Internetblase 2.0 ein Ende finden. Zwar haben inzwischen viele Internetwerte durchaus das Potential, erhebliche Gewinne zu erwirtschaften, werden aber von Anlegern so bewertet, als sei es ohne Risiko, diese auch zu erreichen. Sofern die ersten Geschaeftsmodelle wieder durch Konkurrenz vertrieben werden (ich tippe z.B. auf Salesforce.com oder insbesondere Groupon), werden Anleger dieses Risiko realisieren und Internetwerte massiv abwerten.

    Interessant sind dabei aber vor allem die Sekundaerfolgen fuer den Startup Markt. Auch heute werden viele Startups vor allem aufgrund ihres Blockbusterpotentials finanziert. Sollten sich diese Blockbusterboersengaenge erwartungsgemaess auf Jahre nicht mehr realisieren lassen, da z.B. Groupon massiv an Wert verloren hat, werden diese auch nicht mehr finanziert. Zumindest duerfte sich damit das Leben in Berlin auch wieder normalisieren.

    • xpeten
    • 11. Mai 2012 12:03 Uhr

    die verdienen immer mit.

    Antwort auf "Der Börsengang wird"
  7. vorallem könnte es ein Hinweis darauf sein, dass viele Privatleute sich nicht vom wirtschaftlichen Gespür leiten lassen sondern vom Hype des allgegenwärtigen Facebooks...

    keine Ahnung wie da die Planungen aussehen - aber über 100$ Umsatz pro user/Jahr erscheint mir utopisch, vorallem da viele Karteileichen & Nicht-app-Nutzer, die den Durchschnitt massiv drücken, kompensiert werden müssten

    vllt wirds ja ne neue T-Aktie ^^

    Eine Leserempfehlung

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
  • Schlagworte Bloomberg | Aktie | Börsengang | Dollar | Facebook | Fonds
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