Börsengang: Facebook rechnet mit zwölf Milliarden Dollar
Facebook hat Details zum geplanten Börsengang veröffentlicht. Es ist der bisher größte eines Internetunternehmens und macht vor allem die Alteigentümer reich.
Facebook peilt bei seinem geplanten Börsengang in einem ersten Schritt Einnahmen von bis zu 11,8 Milliarden Dollar an. Pro Stück sollen Aktien zwischen 28 und 35 Dollar kosten, der genaue Preis wird später festgelegt, wie aus dem aktualisierten Börsenprospekt hervorgeht.
Etwas mehr als die Hälfte der Gesamtsumme soll dem Unternehmen zufließen. Den Rest nehmen die Alteigentümer ein, die sich von einem Teil ihrer Anteile trennen. Darunter ist auch Gründer und Chef Mark Zuckerberg. Er verkauft 30 Millionen seiner insgesamt knapp 534 Millionen Aktien und könnte damit gut eine Milliarde Dollar einnehmen. Damit will er fällige Steuern begleichen.
In einem ersten Schritt sollen gut 337 Millionen Aktien gehandelt werden. Die Gesamtzahl der Anteilsscheine weist der Prospekt mit 2,14 Milliarden aus. Damit würde das soziale Netzwerk im besten Fall auf einen Wert von 75 Milliarden Dollar kommen. Selbst zum günstigeren Aktienkurs wären es noch 60 Milliarden Dollar.
Die erwartete Gesamtbewertung von Facebook beim Börsengang beziffert das Wall Street Journal auf 85 bis 95 Milliarden Dollar. Die New York Times rechnet mit 86 Milliarden Dollar, die Finanznachrichtenagentur Bloomberg mit 96 Milliarden. Damit läge der Wert unter den Erwartungen von 100 Milliarden Dollar.
Der Börsengang von Facebook ist der größte einer Internetfirma. Zum Vergleich: Google kam bei seinem Börsendebüt auf eine Bewertung von 23 Milliarden Dollar – und ist heute rund 200 Milliarden Dollar wert. Zum Börsenstart hatte das Unternehmen etwa 1,7 Milliarden Dollar eingenommen.
Facebook hatte Anfang Februar seine Börsenpläne bekannt gemacht. Das Wall Street Journal hatte vor einigen Tagen bereits den 18. Mai als wahrscheinlichen Termin für den Börsengang genannt. Zuvor will das Management um Zuckerberg noch auf die sogenannte Roadshow gehen, um bei Investoren für die Aktien zu werben. Danach wird erst feststehen, wie gefragt die Anteilsscheine wirklich sind, und Facebook kann einen endgültigen Ausgabekurs festlegen.
Das weltgrößte Onlinenetzwerk hat nach eigenen Angaben etwa 900 Millionen Nutzer. Zwischenzeitlich war sogar über einen Gesamtwert von mehr als 100 Milliarden Dollar spekuliert worden. Zuletzt verlangsamte sich allerdings das Wachstum. Zudem ist Facebook mit Patentrechtsklagen konfrontiert.






Allein der Wert der ganzen Bauernhöfe geht schon in die Billionen.
So so, facebook geht also an die Börse um ausstehende Rechnungen und anstehende Verfahren bezahlen zu können... hmmm sehr überzeugend, scheint Potenzial zu haben, ich kaufe ;-)
Also da liegen doch ein paar Anglizismen auf der Hand:
Folks-Aktie?
Post-Aktie?
dotcom-blase 2.0
Ich selbst bin nicht bei Facebook und mich kriegen auch keine zehn Pferde dorthin. Aber Menschen, die ich als vertrauenswürdig einschätze, haben mir versichert, dass man dort als User nichts bezahlt, der Account ist völlig kostenfrei. So wie bei Zeit.online. Im Gegenzug hat Facebook aber Kosten und wohl nicht wenige, denn die Server, die für den Betrieb des Netzwerkes notwendig sind, müssen angeschafft und am Laufen gehalten werden.
Nun frage ich mich, woher dieses Unternehmen seine Milliarden an Gewinnen nimmt. Wo kommen die her? Die müssen doch mit irgendetwas handeln, wenn sie Geld verdienen und nun sogar an die Börse gehen. Womit, vielleicht hat einer einen Tip, handelt Facebook in diesen Dimensionen?
Hallo Oliver,
die Einnahmen von Facebook generieren sich durch personalisierte Werbung. Da die meisten Nutzer ausreichend viele Informationen über ihre Interessen, Familienstand, Alter, Geschlecht, etc. hinterlassen hat dies enormes Potential. Die aktuellen Einnahmen rechtfertigen allerdings nicht ansatzweise diesen hohen Preis. Das kommt allein durch das diesem Prinzip beigemessene Potential und somit zuküftige Umsätze und Gewinne zustande.
Welche Rolle des Weiteren Datenhandel spielt ist mir nicht ganz klar. Dürfte allerdings auch eine gewichtige Rolle spielen.
Man muss auch daran erinnern, dass die weitegehende Finanzierung von Fb durch Werbung für niemanden "wirklich kostenlos" ist. Denn jene Werbung verteuert immer die Produkte, für die geworben wird.
Hallo Oliver,
die Einnahmen von Facebook generieren sich durch personalisierte Werbung. Da die meisten Nutzer ausreichend viele Informationen über ihre Interessen, Familienstand, Alter, Geschlecht, etc. hinterlassen hat dies enormes Potential. Die aktuellen Einnahmen rechtfertigen allerdings nicht ansatzweise diesen hohen Preis. Das kommt allein durch das diesem Prinzip beigemessene Potential und somit zuküftige Umsätze und Gewinne zustande.
Welche Rolle des Weiteren Datenhandel spielt ist mir nicht ganz klar. Dürfte allerdings auch eine gewichtige Rolle spielen.
Man muss auch daran erinnern, dass die weitegehende Finanzierung von Fb durch Werbung für niemanden "wirklich kostenlos" ist. Denn jene Werbung verteuert immer die Produkte, für die geworben wird.
Hallo Oliver,
die Einnahmen von Facebook generieren sich durch personalisierte Werbung. Da die meisten Nutzer ausreichend viele Informationen über ihre Interessen, Familienstand, Alter, Geschlecht, etc. hinterlassen hat dies enormes Potential. Die aktuellen Einnahmen rechtfertigen allerdings nicht ansatzweise diesen hohen Preis. Das kommt allein durch das diesem Prinzip beigemessene Potential und somit zuküftige Umsätze und Gewinne zustande.
Welche Rolle des Weiteren Datenhandel spielt ist mir nicht ganz klar. Dürfte allerdings auch eine gewichtige Rolle spielen.
für die Antwort. Scheint eine tolle Geschäftsidee zu sein. Ich werde mich aber trotzdem nicht anmelden; für personalisierte Werbung hatten wir in der DDR damals ein eigenes Ministerium. :)
für die Antwort. Scheint eine tolle Geschäftsidee zu sein. Ich werde mich aber trotzdem nicht anmelden; für personalisierte Werbung hatten wir in der DDR damals ein eigenes Ministerium. :)
für die Antwort. Scheint eine tolle Geschäftsidee zu sein. Ich werde mich aber trotzdem nicht anmelden; für personalisierte Werbung hatten wir in der DDR damals ein eigenes Ministerium. :)
Für ein KGV von 20 müsste Facebook 5 Mrd $ Gewinn machen. Bei 1 Mrd Mitgliedern sind es 5$ pro Mitglied und Jahr. Facebook sitzt auf einem Informationsberg, welchen es noch nie in einer Hand gegeben hat. Wenn ich mich so umsehe, verbringen viele mehrere Stunden am Tag mit FB. Ist also 5$/User/Jahr viel für so eine Leistung? Das entspricht umgerechnet einem Bier. Facebook Nutzung pro User ist vermutlich eher in Tagen oder Wochen pro Jahr. In FB steckt mehr Potential als sich so manch ein Optimist heute vorstellt.
Zweitens: Es hat sich inzwischen schon zu jeder Hausfrau und in allen Massenmedien herumgesprochen, dass wir eine Web2.0 Blase haben. Allein das ist eine Garantie dafür, dass der Gegenteil der Fall ist. Ein Blase hat man immer dann, wenn niemand es sieht und alle Schafe in Ektase in eine Richtung rennen (Gold und Immobilien z.B.). Wo das Volk eine Blase sieht, ist eben keine.
Die gleiche Volksmeinung hatte sich beim iPhone gebildet. Hier haben ebenfalls die meisten bis heute nicht verstanden was für einen Umbruch es ausgeloest hat. Byby Nokia, RIM, HP, Palm, Sony, Dell und Co. Selbst Intel ist auf dem falschen Fuß erwischt worden, da sie 100% auf die Energie hungrigen Chips gesetzt hatten. Microsoft wird vermutlich im Privatsegment zurechtgestutzt werden, da sie ebenfalls den Trend des Aussterbens des privaten PCs verschlafen hatten.
Es findet gerade ein gewaltiger Technologieumbruch statt, und es wird spannend werden.
Man muss auch daran erinnern, dass die weitegehende Finanzierung von Fb durch Werbung für niemanden "wirklich kostenlos" ist. Denn jene Werbung verteuert immer die Produkte, für die geworben wird.
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