SparvorhabenHewlett-Packard plant massiven Personalabbau

Der PC-Hersteller HP will laut Medienberichten bis zu 30.000 Stellen streichen. Am Mittwoch soll das Vorhaben offiziell bekannt gegeben werden.

HP-Invent-Logo vor dem internationalen Büro von Hewlett-Packard in Meyrin (Archivbild)

HP-Invent-Logo vor dem internationalen Büro von Hewlett-Packard in Meyrin (Archivbild)  |  © Denis Balibouse/Reuters

Der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard – kurz HP – plant laut US-Medienberichten den Abbau von bis zu 30.000 Arbeitsplätzen. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg sprach von 25.000 Jobs, das Blog AllThingsD sogar von rund 5.000 mehr. Ziel sei es, die Kosten zu senken und das Geschäft an die schwächelnde PC-Nachfrage anzupassen.

Wie das auf die Technologiebranche spezialisierte Internetblog AllThingsD schreibt, wolle HP-Chefin Meg Whitman den Schritt am kommenden Mittwoch bei der Vorstellung der Quartalszahlen verkünden – zusammen mit weiteren Restrukturierungsmaßnahmen. Die Entlassungen sollen binnen "eines Jahres oder mehr" erfolgen, heißt es unter Berufung auf Unternehmenskreise. Einem Teil der insgesamt 320.000 Mitarbeiter solle ein freiwilliges Ausscheiden vorgeschlagen werden.

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Unternehmensdienstleistung betroffen

Laut Bloomberg sollen 10.000 bis 15.000 der betroffenen Arbeitsplätze in der Sparte Unternehmensdienstleistung abgebaut werden. AllThingsD berichtete, die Zahlen seien noch nicht endgültig.

Erst im März hatte Whitman die Einbindung des schwächelnden Druckergeschäfts in die PC-Sparte angekündigt. Damit entsteht ein neuer Bereich mit einem jährlichen Umsatz von mehr als 65 Milliarden Dollar. Damals machte HP keine Angaben zu einem möglichen Stellenabbau, sondern sprach lediglich von "Möglichkeiten für Kostensenkungen".

Whitman unter Druck

Im vergangenen Jahr hatte der Konzern den radikalen Plan des damaligen deutschen Konzernchefs Léo Apotheker verworfen, den PC-Bereich abzuspalten. Die Idee, nur noch auf das deutlich renditestärkere Geschäft mit Software und Dienstleistungen zu setzen, war sowohl bei den Aktionären als auch bei den Kunden schlecht angekommen. Apotheker musste gehen.

Seine Nachfolgerin, die frühere Ebay-Chefin Whitman, machte den Plan rückgängig. Zugleich versprach sie eigene Veränderungen, um HP rentabler zu machen. Nun steht sie unter Erwartungsdruck: Im ersten Geschäftsquartal brach der Gewinn um fast 44 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar ein.
 

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    • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
    • Schlagworte Meg Whitman | Bloomberg | Blog | Dienstleistung | Dollar | Entlassung
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