Flughafen Berlin BrandenburgBahn erwägt Schadenersatz wegen Flughafen-Desaster

Der finanzielle Druck auf die Berliner Flughafengesellschaft wächst: Nach den Airlines könnte nun auch die Deutsche Bahn Schadenersatz fordern.

Wegen der geplatzten Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens drohen der Berliner Flughafengesellschaft jetzt auch Schadenersatzforderungen der Deutschen Bahn. "Das lassen wir zurzeit prüfen", sagte Bahnchef Rüdiger Grube der Welt am Sonntag. Allein die Ausfälle beim Flughafenzubringer führten bei der Konzerntochter Station & Service AG zu einem monatlichen Minus von rund 620 000 Euro, heißt es zur Begründung.

"Hinzu kommt, dass wir einige Züge auch ohne Flughafenbetrieb und Passagiere zwischen Airport und Innenstadt verkehren lassen müssen", sagte Grube. Diese Touren seien notwendig, weil die Strecke dreimal täglich befahren werden müsse, um die Belüftung der Tunnel zu gewährleisten.

Eine Forderung der Bahn ist vor allem deshalb brisant, weil der Staatskonzern gegenüber einer Gesellschaft Schadenersatz fordern würde, die sich ebenfalls in öffentlicher Hand befindet.

Nachdem bekannt war, dass der Flughafen Berlin Brandenburg erst im nächsten Jahr eröffnet wird, hatten auch schon die Fluglinien Schadenersatz von der Flughafengesellschaft gefordert. Die Höhe dieser Forderungen wird derzeit ermittelt.

Der unter dem Kürzel "BER" laufende Großflughafen sollte ursprünglich Anfang Juni den Betrieb aufnehmen. Anfang Mai war die Eröffnung wegen Mängeln beim Brandschutz jedoch zum zweiten Mal verschoben worden.
 

 
Leserkommentare
  1. der Flughafen sollte, denen Verköstigungsgutscheine geben. Ist ja wohl die Wahl der Entschädigung bei der Deutschen Bahn auch wenn man als Ausländer oder Expatriat selten in D und mit der Bahn unterwegs ist.

    Eine Leserempfehlung
  2. ...wie schnell der öffentliche Anteilseigner der DB diese Forderung wegbügelt, wäre das für ihn doch nur eine Umverteilung und der Rest wird eh nicht gefragt!
    Ansonsten, einfach 'Wowi und Platzi' in den offenen Führerstand der Züge und mit deren politischer Schnappatmung lässt sich das Problem der Tunnelventilation auf einen Zug pro Tag reduzieren, bei gleichzeitigem effizienten Einsatz der Beiden! Mithin 'winWin' Situation für Alle!

  3. Heutzutage alles nur noch ein kaufmännisches Problem. Was der Techniker, der Baufachmenn dazu sagt - völlig wurscht.
    Nein stop - er hätte es damals halt richtig laut ablehnen sollen! Sagt jetzt der Kaufmann.

    Damals - als aus politischen und kaufmännischen Gründen von Politikern und Kaufleuten ein Termin ausgewürfelt wurde, der vermutlich von vornherein nicht zu halten war, vom Techniker und Baufachmann aber nicht laut genug abgelehnt wurde. Wobei - zugehört hat ihnen ja ohnehin keiner, weil, wir spielen halt gern 'Wünsch Dir was'.

    'Ruhe da! Ich möchte das Projekt dann und dann erledigt haben. Basta!' Vom Tisch gefegt.

    Techniker und Baufachmann stehen nun wieder als Trottel da. Und der Kaufmann? Der ist natürlich tüchtig, handelt jetzt Pönale aus.

    Ihr Blender!

  4. 4. [...]

    Bitte beachten Sie Ihren Ton. Danke, die Redaktion/mo.

  5. und die BER-Betreiber einen Rechtsstreit haben kann es doch nur Gewinner geben.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa
  • Kommentare 5
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  • Schlagworte Berlin | Bahn | Brandenburg | Deutsche Bahn | Airport | Brandschutz
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