SmartphoneBlackberry-Hersteller RIM streicht radikal Jobs

Der Handy-Hersteller RIM will mit dem Abbau von 5.000 Stellen effizienter und kostengünstiger arbeiten. Das neue Betriebssystem Blackberry 10 führt RIM erst 2013 ein. von afp, dpa und reuters

Ein Gebäude des Blackberry-Herstellers Research in Motion (RIM) im kanadischen Waterloo

Ein Gebäude des Blackberry-Herstellers Research in Motion (RIM) im kanadischen Waterloo  |  © Mark Blinch/Reuters

Der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) streicht etwa 5.000 von insgesamt 16.500 Stellen. Eine Milliarde US-Dollar will RIM im operativen Geschäft sparen. Bis zum Ende des Fiskaljahrs 2013 soll das Umbauprogramm des kanadischen Unternehmens abgeschlossen sein.

Inwieweit davon auch die 400 Arbeitsplätze in Deutschland betroffen sind, sei noch nicht bekannt, sagte Firmensprecher Carsten Titt. Allein im Bochumer Forschungs- und Entwicklungszentrum beschäftigt RIM 300 Ingenieure und Entwickler.

Anzeige

In den ersten drei Monaten des im März begonnenen Geschäftsjahres 2012/2013 musste RIM einen Verlust von 518 Millionen Dollar (etwa 415 Millionen Euro) hinnehmen und damit deutlich mehr als im Vorquartal. Im Vorjahresquartal war noch einen Gewinn von 695 Millionen Dollar erzielt worden. Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar.

Auch im zweiten Quartal erwartet RIM Verluste

RIM kündigte an, dass es auch im zweiten Quartal nicht in die Gewinnzone kommen wird. Das Umfeld für den Blackberry-Hersteller bleibe extrem schwierig. Der Absatz werde weiter zurückgehen.

Zusätzlich teilte RIM mit, das eigentlich für Ende des Jahres geplante neue Betriebssystem Blackberry 10 (BB10) erst Anfang 2013 einzuführen. Nach den Ankündigungen fiel die RIM-Aktie an der US-Technologiebörse Nasdaq in New York um 16 Prozent auf 7,71 Dollar.

Titt zufolge hat RIM während der weltweiten Tournee von Entwicklerkonferenzen unter dem Schlagwort Blackberry Jam so viele neue Anregungen erhalten, dass diese noch für den Start von BB10 umgesetzt werden sollten. "Jeder arbeitet mit Hochdruck daran, dieses Produkt zu einem großen Erfolg zu machen."

Zunächst aber läuft die einstige Smartphone-Ikone Gefahr, den Abstand zu Apple und Samsung noch weiter zu vergrößern. Der Anteil der Blackberry-Modelle am gesamten Smartphone-Markt ist nach Angaben der Marktforscher von Gartner im ersten Quartal auf 6,9 Prozent zurückgegangen; ein Jahr zuvor waren es noch 13 Prozent.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. wie nokia

    die beiden werden es sehr schwer haben

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
  • Schlagworte Apple | Blackberry | Dollar | Nasdaq | Samsung | Tournee
Service