Nokia-Geschäft in New York © Spencer Platt/Getty Images

Die Lage beim kriselnden Handyhersteller Nokia ist weiter schlecht. Im zweiten Quartal 2012 machte der Konzern einen Verlust von 1,41 Milliarden Euro, wie Nokia mitteilte. Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahr um 18,7 Prozent auf 7,54 Milliarden Euro. Die Einnahmen seien aber leicht über denen des Vorquartals gelegen. Bereits im ersten Quartal 2012 verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von fast einer Milliarde Euro .

Der einst größte Handyhersteller der Welt bleibt trotzdem in der Verlustzone, insgesamt fehlen dem Unternehmen 826 Millionen Euro. An der Börse hingegen baute die Nokia-Aktie ihre zuvor bereits deutlichen Kursgewinne aus und notierte elf Prozent höher. Die Investoren reagierten insbesondere erleichtert auf die Geldreserven der Finnen. Der Barmittelbestand war zum Quartalsende mit 4,2 Milliarden Euro höher als erwartet. Allerdings hat das Papier seit Jahresbeginn damit noch rund 60 Prozent seines Werts verloren.

Besonders schmerzhaft sind die weiterhin sinkenden Zahlen im Smartphone-Geschäft: Der Absatz dieser Handys fiel um 39 Prozent auf 10,2 Millionen Geräte. Dazu zählen auch vier Millionen Smartphones der neuen Lumia-Reihe mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone . Der Ende 2011 eingeführte Hoffnungsträger hat sein Ergebnis im Vergleich zum ersten Quartal damit zwar verdoppelt – allerdings verkaufen die Marktführer Samsung und Apple regelmäßig 35 bis 40 Millionen Smartphones in einem Vierteljahr.

Konzernchef Stephen Elop begann im Juni ein drastisches Sparprogramm mit dem Abbau von 10.000 Arbeitsplätzen . Geschlossen wird unter anderem der Forschungsstandort in Ulm .