Air-Berlin-Großaktionär Etihad verlangt einem Magazinbericht zufolge die rasche Neubesetzung des Chefpostens. Konzernleiter Hartmut Mehdorn habe wegen der hohen Verluste der Fluggesellschaft das Vertrauen von Etihad-Chef James Hogan verloren, berichtet das Manager-Magazin.

Zudem haben die Berliner überraschend ein Großdarlehen von Etihad nahezu ausgeschöpft.

Hogan verlangt nach Informationen des Magazins, dass Air-Berlin-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Körber möglichst rasch einen Nachfolgekandidaten sucht. Hogan wünscht sich anstelle des Quereinsteigers einen Manager mit intensiver Erfahrung im Airline-Geschäft.

Air Berlin und Etihad dementieren

Mehdorn war bis 2009 Chef der Deutschen Bahn gewesen, bevor er 2011 bei Air Berlin den Vorstandschefposten übernahm. Er stand vor der Aufgabe, den Konzern durch wirtschaftlich schwierige Zeiten zu bringen. Sein Vertrag läuft bis Ende 2013.

Air Berlin dementierte die Meldung. "Der Bericht ist Unsinn und entbehrt jeder Grundlage", sagte ein Air-Berlin-Sprecher. Auch ein Sprecher der im Golf-Emirat Abu Dhabi ansässigen Fluglinie Etihad bezeichnete den Bericht als unverantwortliche Spekulation. "Etihad und Air Berlin haben eine sehr starke Partnerschaft, die beginne, positive Fortschritte zu zeigen", sagte er. Die Araber halten knapp 30 Prozent an Air Berlin.