InternetkonzernGroßinvestor trennt sich von Facebook-Aktien

Er war ein Investor der ersten Stunde. Peter Thiel hat Facebook-Aktien im Wert von rund 400 Millionen Dollar verkauft. Thiel sitzt auch im Facebook-Verwaltungsrat. von dpa und reuters

Paypal-Gründer und Facebook-Investor Peter Thiel

Paypal-Gründer und Facebook-Investor Peter Thiel  |  © Chip Somodevilla/Getty Images

Der Investor Peter Thiel hat den größten Teil seines Facebook-Aktienpakets nach Ablauf der Haltefrist verkauft. Der deutsche PayPal-Gründer verkaufte Aktien im Wert von etwa 400 Millionen Dollar, wie aus einer Börsenmitteilung hervorgeht. Der Verkauf ist auch deshalb so aufsehenerregend, weil Thiel ein Investor der ersten Stunde bei Facebook war und auch im Verwaltungsrat des Unternehmens sitzt.

Die Haltefrist für Alteigentümer von Facebook-Anteilen war am Donnerstag abgelaufen und die Aktie nach massiven Verkäufen weiter eingebrochen. Teils kostete sie weniger als halb soviel wie beim Börsengang im Mai mit 38 Dollar.

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Thiel bekam für seine Aktien noch zwischen 19,27 und 20,69 Dollar pro Stück. Trotz des Einbruchs des Aktienkurses hat sich der Deal für den Investor gelohnt. Thiel hatte im Jahr 2004, als das Netzwerk noch ganz am Anfang stand, 500.000 Dollar in das Unternehmen investiert und dafür einen Anteil von etwa zehn Prozent bekommen.

Thiel war Mitgründer des Bezahldienstes PayPal , dessen Verkauf an die Handelsplattform Ebay ihm mehrere Dutzend Millionen Dollar brachte. Durch erfolgreiche Investitionen brachte er es danach zu einem Milliarden-Vermögen.

Facebook ist seit Mai an der Börse , die Aktie steht jedoch massiv unter Druck. So steigen etwa die Werbeeinnahmen langsamer als erhofft. Hauptproblem ist, dass immer mehr Nutzer mobil auf Facebook zugreifen. Das Anzeigengeschäft auf den kleinen Bildschirmen ist aber wirtschaftlich noch nicht erfolgreich.
 

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Leserkommentare
  1. Trotz des Einbruchs des Aktienkurses hat sich der Deal für den Investor gelohnt.

    Er musste ja nicht beim Börsengang kaufen.

    Auf jeden Fall erhellend, dass einer, der augenscheinlich weiß wo er investiert, jetzt so deutlich aussteigt.

  2. Wenn facebook sich nicht nur aufs Social-Network konzentrieren würde sondern auch auf andere Bereiche, könnte facebook Zukunft haben, wenn nicht dann passiert das gleiche mit facebook wie mit Yahoo.

  3. Kein Mensch kann siolche Summen noch ausgeben. Nach der 10. Villa ist doch irgendwann auch mal Schluß. Oder???

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    Dieses Geld existiert doch gar nicht wirklich,
    eine digitale Zahl mit vielen Nullen!

    Und da so ein Mensch alleine so viel Geld auch gar nicht in den realen Wirtschaftskreislauf bringen kann ( was soll er sich denn dafür kaufen?)
    wird es digital hin und her verschoben, investiert mit Gewinnen und Verlusten!

    Das Problem ist nur, dass widerum andere Menschen Geld verloren haben,
    weil sie mit Erspartem ihrer *realen* Lebensleistung an diesem Böresengang mitverdienen wollten...
    Geld , welches dann der realen Kaufkraft als z.B. Rentner nicht mehr zur Verfügung steht

    • jojoga
    • 23. August 2012 4:13 Uhr

    Es gibt so viele Dinge, die man für Geld kaufen kann. Natürlich haben Sie recht. Privat kann man so viel Geld selbst mit beiden Händen kaum ausgeben, jedoch wäre es beispielsweise einerseits für die Wirtschaft, andererseits für sein eigenes Selbstwertgefühl (?) äußerst positiv eine Firma im klassischen Stil beispielsweise im sekundären Sektor zu kaufen oder zu gründen. Dadurch täte er etwas für die Wirtschaft, den einzelnen Arbeitnehmer in Form von Jobs, und den Staat. Was halten Sie davon?

  4. Dieses Geld existiert doch gar nicht wirklich,
    eine digitale Zahl mit vielen Nullen!

    Und da so ein Mensch alleine so viel Geld auch gar nicht in den realen Wirtschaftskreislauf bringen kann ( was soll er sich denn dafür kaufen?)
    wird es digital hin und her verschoben, investiert mit Gewinnen und Verlusten!

    Das Problem ist nur, dass widerum andere Menschen Geld verloren haben,
    weil sie mit Erspartem ihrer *realen* Lebensleistung an diesem Böresengang mitverdienen wollten...
    Geld , welches dann der realen Kaufkraft als z.B. Rentner nicht mehr zur Verfügung steht

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    Jeder, der mit dem Ersparten seiner "realen" Lebensleistung am facebook Börsengang mitverdienen wollte und nun mangels Spekulationserfolg und Buchverlust ein Problem mit seiner Kaufkraft hat, hat tatsächlich mein vollstes Mitleid.

    ... wenn jemand seine Altersversorgung mit Facebookaktien mindert, dann ist demjenigen auch nicht mehr zu helfen. Das ist nicht das Problem von Herrn Thiel, der ja nun wirklich maximales Risiko in 2004 eingegangen ist, oder des "bösen" Kapitalismus in seiner Gesamtheit, sondern desjenigen, der sein Geld zum Fenster hinauswirft.

    Dabei sollte sich auch jeder, der Geld in Fonds investiert vor Augen halten, dass, je nach Fonds, sein Geld auch indirekt bei Unternehmen wie Facebook landen kann, ohne dass er das zunächst vorgehabt hat.

    Daher kann man nur raten, solche Investitionen immer nur direkt ohne Umweg über einen Fonds zu tätigen und eben auch nur in Dinge, die man selber beurteilen kann. Man kann das gar nicht oft genug sagen.

    Wenn Tante Erna dagegen blind zum Großspekulaten aufsteigen will, dann ist sie selber schuld.

  5. Jeder, der mit dem Ersparten seiner "realen" Lebensleistung am facebook Börsengang mitverdienen wollte und nun mangels Spekulationserfolg und Buchverlust ein Problem mit seiner Kaufkraft hat, hat tatsächlich mein vollstes Mitleid.

    Antwort auf "digitales geld"
  6. ... wenn jemand seine Altersversorgung mit Facebookaktien mindert, dann ist demjenigen auch nicht mehr zu helfen. Das ist nicht das Problem von Herrn Thiel, der ja nun wirklich maximales Risiko in 2004 eingegangen ist, oder des "bösen" Kapitalismus in seiner Gesamtheit, sondern desjenigen, der sein Geld zum Fenster hinauswirft.

    Dabei sollte sich auch jeder, der Geld in Fonds investiert vor Augen halten, dass, je nach Fonds, sein Geld auch indirekt bei Unternehmen wie Facebook landen kann, ohne dass er das zunächst vorgehabt hat.

    Daher kann man nur raten, solche Investitionen immer nur direkt ohne Umweg über einen Fonds zu tätigen und eben auch nur in Dinge, die man selber beurteilen kann. Man kann das gar nicht oft genug sagen.

    Wenn Tante Erna dagegen blind zum Großspekulaten aufsteigen will, dann ist sie selber schuld.

    Antwort auf "digitales geld"
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    und wenn Tante Erna´s Bankberater einer von den Guten war,
    dann hat er ihr ja sicher abgeraten da mitzuspielen.-)

    haben Sie da recht. Problematisch wird es nur, wenn zu viele Tante Ernas ihr Geld verzocken, sich keine Reperatur ihres Häuschens und anderen Konsum mehr leisten können und dann auch die Handwerksbetriebe etc. mangels Aufträgen am Ende pleitegehen, die mit der Spekulation gar nichts mehr zu tun hatten. Und die darauffolgende Generation dann für alle zusammen die Rentenerhöhung berappen soll...

    (Solange allerdings die Leute, die mit dem Börsengang Geld verdient haben, dieses auch wieder ausgeben, damit es zurück in die Realwirtschaft fließt, ist alles in Ordnung.)

  7. und wenn Tante Erna´s Bankberater einer von den Guten war,
    dann hat er ihr ja sicher abgeraten da mitzuspielen.-)

    Antwort auf "Also, ..."
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    ... möge bitte ihr Denken nicht an irgendeinen Bankmitarbeiter auslagern.

  8. ... möge bitte ihr Denken nicht an irgendeinen Bankmitarbeiter auslagern.

    Antwort auf "richtig,"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
  • Schlagworte Aktie | Börse | Börsengang | Dollar | Ebay | Facebook
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