New Yorker BörseFacebook-Aktie fällt auf Hälfte des Ausgabepreises

Der Aktienkurs von Facebook ist auf die Hälfte des Ausgabepreises gefallen. Grund ist das Ende einer Haltefrist für Facebook-Mitarbeiter, die nun Aktien verkaufen können.

Kurstabellen der Technologie-Börse Nasdaq am New Yorker Times Square

Kurstabellen der Technologie-Börse Nasdaq am New Yorker Times Square

Der Aktienwert von Facebook ist an der New Yorker Technologie-Börse Nasdaq um mehr als sechs Prozent gefallen. Am Morgen war eine Haltefrist für Papiere des US-Unternehmens ausgelaufen, die vor allem von Mitarbeitern gehalten wurden. Da die Kursentwicklung der Facebook-Aktie bisher eher enttäuschend verlief, haben viele Mitarbeiter ihre Anteile offenbar verkauft und damit den Kurs weiter sinken lassen.

Insgesamt könnten bis zu 271 Millionen zusätzliche Aktien auf den Markt kommen. Beim Börsengang selbst waren 421 Millionen Aktien zu 38 Dollar das Stück verkauft worden. Schon am zweiten Handelstag war der Kurs aber eingebrochen und erreichte seitdem immer neue Tiefstände. Am Donnerstagnachmittag lag er bei 19,80 Dollar – und damit sogar noch unter dem vorherigen Allzeittief von 19,82 Dollar.

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Zum Börsenschluss stieg der Kurs zwar wieder leicht auf 19,87 bei einem Minus von 6,27 Prozent. Die Verluste bedeuten dennoch, dass Anleger, die das Papier zum Ausgabekurs gekauft hatten, inzwischen fast die Hälfte ihres Einsatzes verloren haben.

Das Problem der mobilen Nutzung

Interessant ist diese zweite Welle an Anteilsverkäufen vor allem deshalb, weil viele Alteigner im Verwaltungsrat von Facebook sitzen, dem höchsten Firmengremium. Sie haben damit Einblick in den Geschäftsverlauf und die Zukunftsplanungen des weltweit größten sozialen Onlinenetzwerks. Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg darf allerdings zunächst keine weiteren Aktien verkaufen.

Zuletzt hatte sich vor allem als Problem erwiesen, dass immer mehr Nutzer mit ihren Mobiltelefonen auf Facebook zugreifen. Auf den kleinen Bildschirmen lässt sich kaum Werbung unterbringen. Anzeigen sind jedoch die Haupteinnahmequelle von Facebook. Von den 955 Millionen Nutzern kommunizieren inzwischen 543 Millionen mobil mit ihren Freunden und Bekannten auf Facebook.

 
Leserkommentare
  1. eine sehr erfreuliche Nachricht.

    13 Leserempfehlungen
  2. Für mich ist die Facebook Aktien ein ganz klarer Pennystock. Es stehen keinerlei reale Werte dahinter. Alles nur Fiktiv.

    da kann man nur sagen, nichts gelernt aus der new Market Blase.

    6 Leserempfehlungen
  3. man das nicht hat kommen sehen müssen.
    Es gibt nur wenige Unternehmen deren Börsenwert so wenig nachhaltige Substanz hat.
    Das Anlagevermögen ist schon kurz nach dem Kauf nichts wert; es sei denn es handelt sich um Immobilien.
    Die facebook Kunden sind so volatil wie heiße Luft. Wer hat denn adarauf sein Geld investiert. Professionelle Anleger müßte man für diese Dummheit ein Leben lang von der Teilnahme am großen Börsenspiel suspendieren.
    Mitleid habe ich mit denen die für 38 gekauft haben nicht; höchstens ein kleines Bedauern.

    4 Leserempfehlungen
  4. Laßt es doch die Daytrader machen.
    Die bringen das Unternehmen dahin wo es hingehört.
    Wo kein substanzieller Wert vorhanden ist gib es noch die
    Möglichkeit bis zum endgültigen Verschwinden einiges
    Geld zu verdienen.
    Und dann und tschüss...

    2 Leserempfehlungen
  5. 5. [...]

    Entfernt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke, die Redaktion/mk

    • Snorrt
    • 16.08.2012 um 18:47 Uhr

    ... Telekom? Haben die sich jetzt umbenannt? ;)

    4 Leserempfehlungen
    • Ascag
    • 16.08.2012 um 20:02 Uhr

    Ein Aspekt der Prozentrechnung den man gerne vergisst, führt dazu daß gerade unerfahrene Leute die sich an Aktien versuchen horrende Verluste machen.

    Falls ein Wert, wie derzeit Facebook, um 50% gefallen ist, dann muß er gerade eben nicht wieder um 50% steigen damit man null auf null rauskommt, wie man intuitiv meinen könnte. Sondern er muss um 100% steigen.

    Je höher die Verluste werden, um so überproportional unerreichbarer wird es daß man jemals wieder an den Kaufwert rankommt. Bei einem Verlust von 90% (wie es typisch für viele Neuer Markt Werte damals war, einschließlich Telekom, die von 100 Euro auf weniger als 10 Euro eingebrochen ist) muss der Wert um horrende 900% steigen damit man keine Verluste mehr verbuchen muss. Und falls ein Wert auf 0 fällt, dann ist das komplette Geld weg, und man müsste theoretisch eine unendliche Steigerung bekommen, um ohne Verlust rauszukommen.

    Facebook war wirklich kein gutes Investment, was eigentlich alle schon von Anfang an wussten, aber besseren Wissens nicht wahrhaben wollten.

    7 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Slater
    • 17.08.2012 um 9:30 Uhr

    ganz so dunkel sind die Wolken am Horizont auch nicht,
    sieht man sich die normalen Kursschwankungen diverser Unternehmen an, geht es oft genug genauso schnell wieder hoch wie vorher runter,

    Kurse sinken nicht immer, weil ein Unternehmen die Hälfte seines Umsatz/ Kunden/ Filialen/ Produktion/ Ölreserven verliert,
    der Gewinn dagegen kann schnell um beliebige Faktoren,
    auch ins Negative, einbrechen, genauso gut aber wieder erholen

    Infineon ist 2009 von 10 auf unter 1 abgerauscht, brauchte aber nicht nochmal 30 Jahre Firmengeschichte um wieder auf 2 zu kommen (sich zu verdoppeln), sondern lag bald wieder bei 6 und mehr

    freilich gibt es auch zahlreiche Dauerniedergänge a la Nokia,
    die nach 50% Verlust nicht mal mehr 50% steigen,
    also die Hälfte davon,

    und Facebook mit eine völlig freien Bewertung ist ein kompletter Spekulations-Sonderfall unabhängig von Kennzahlen

    • Slater
    • 17.08.2012 um 9:30 Uhr

    ganz so dunkel sind die Wolken am Horizont auch nicht,
    sieht man sich die normalen Kursschwankungen diverser Unternehmen an, geht es oft genug genauso schnell wieder hoch wie vorher runter,

    Kurse sinken nicht immer, weil ein Unternehmen die Hälfte seines Umsatz/ Kunden/ Filialen/ Produktion/ Ölreserven verliert,
    der Gewinn dagegen kann schnell um beliebige Faktoren,
    auch ins Negative, einbrechen, genauso gut aber wieder erholen

    Infineon ist 2009 von 10 auf unter 1 abgerauscht, brauchte aber nicht nochmal 30 Jahre Firmengeschichte um wieder auf 2 zu kommen (sich zu verdoppeln), sondern lag bald wieder bei 6 und mehr

    freilich gibt es auch zahlreiche Dauerniedergänge a la Nokia,
    die nach 50% Verlust nicht mal mehr 50% steigen,
    also die Hälfte davon,

    und Facebook mit eine völlig freien Bewertung ist ein kompletter Spekulations-Sonderfall unabhängig von Kennzahlen

    • xpeten
    • 16.08.2012 um 20:16 Uhr

    unterbringen",

    echt unglücklich für die Anleger, dass das erst kurz nach dem Börsengang auffiel.

    8 Leserempfehlungen
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    Im Börsenprospekt muss die Firma vor dem Börsengang über alle Risiken informieren. Da stand auch drin dass Facebook immer mehr Nutzer mit Mobilgeräten hat und auf diesen kein Platz für Werbung ist.

    Darüber hat sogar die ZEIT berichtet.

    http://www.zeit.de/news/2...

    Im Börsenprospekt muss die Firma vor dem Börsengang über alle Risiken informieren. Da stand auch drin dass Facebook immer mehr Nutzer mit Mobilgeräten hat und auf diesen kein Platz für Werbung ist.

    Darüber hat sogar die ZEIT berichtet.

    http://www.zeit.de/news/2...

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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