Tarifkonflikt : Kabinenpersonal der Lufthansa streikt

Die Tarifgespräche der Flugbegleiter sind gescheitert, Mitarbeiter werden in den Streik treten. Die Lufthansa aktiviert mitten im Ferienreiseverkehr ihre Notfallpläne.
Streikende Angestellte des Lufthansa-Begleitpersonals am Flughafen in Frankfurt am Main © Michael Probst/AP/dapd

Bei der Lufthansa gibt es zum Ende der Ferienzeit einen unbefristeten Streik des Kabinenpersonals. Wann genau und wo die Flugbegleiter die Arbeit niederlegen werden, behält die Gewerkschaft Ufo aus taktischen Gründen für sich. "Wir sind ab heute im Arbeitskampf mit der Lufthansa", teilte Ufo mit. Man werde ohne Vorwarnungen in den nächsten Wochen punktuell zu Streiks aufrufen, sagte Gewerkschaftschef Nicoley Baublies. Ein flächendeckender Ausstand werde in den nächsten Wochen vorbereitet.

Zuvor waren die Gespräche zwischen Konzernführung und Gewerkschaft über die Tarife der etwa 19.000 Flugbegleiter gescheitert. Es habe in wichtigen Punkten keine Annäherung gegeben, teilte die Lufthansa mit.

Die Flugbegleiter verlangen neben fünf Prozent mehr Geld ein Ende des Sparkurses im Unternehmen. Sie wenden sich gegen Leiharbeit an Bord von Lufthansa-Maschinen. Sie wollen zudem die Verlagerung von Arbeitsplätzen in die angestrebte Direktflugtochter verhindern und das bisherige Tarifstufensystem weitgehend beibehalten.

Lufthansa dagegen sieht sich wegen des starken Wettbewerbs und anstehender Milliarden-Investitionen zu drastischen Sparmaßnahmen gezwungen und hat den Abbau von 3.500 Stellen angekündigt. Die Einschnitte sind nach Ansicht des Managements nötig, da die Lufthansa in Europa mit Billigfliegern wie Ryanair oder easyJet konkurriert, die dank niedriger Kosten hohe Gewinne einfliegen.

Erhebliche Behinderungen im Flugverkehr

Am Dienstag sollen die Flugzeuge noch planmäßig abheben. Die angekündigten Arbeitsniederlegungen dürften den Flugverkehr dann aber erheblich behindern und das Unternehmen hart treffen. Die Stewardessen und Stewards haben bis auf kleinere Aktionen 2009 bisher noch nie gestreikt. Die Gewerkschaft gilt als schlagkräftig – in der Branche wird geschätzt, das zwei von drei Flugbegleitern Mitglied sind. 

Die Lufthansa hat für Streiks Notfallpläne vorbereitet. Je nach Umfang des Ausstands streicht sie unterschiedlich viele Verbindungen, meist zunächst Kurz- und Mittelstreckenflüge innerhalb Deutschlands und Europas. Ausgenommen davon sind die Zubringerstrecken zu den Lufthansa-Drehkreuzen in Frankfurt und München . Ziel der Airline ist es, so viele Interkontinentalflüge wie möglich starten zu lassen, weil das Unternehmen damit am meisten Geld verdient. Zudem sollen Passagiere nicht fern der zu Hause festsitzen.

Aufsichtsratschef für harten Kurs

Lufthansa-Aufsichtsratschef Jürgen Weber hatte vor Tagen seinen Nachfolgern geraten , Forderungen der Gewerkschaften nicht zu weit nachzugeben und im Zweifel lieber einen Streik zu ertragen: "Besser man lässt es zum großen Knall kommen, bevor sich das Unternehmen aus dem Wettbewerb katapultiert", hatte Weber der ZEIT gesagt .

Die Unternehmensführung wollte dagegen einen weniger harten Kurs fahren. Sie hatte vor, den möglichen Streik mit einer nachgebesserten Tarifofferte abzuwenden. Das scheiterte dann.

Ob ihr Flug von Streik betroffen ist, können Lufthansa-Kunden nach Beginn der Arbeitsniederlegunghier erfahren.

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Fakten

Flugrouten
Sie fliegen Kurz- und Mittelstrecken ab Düsseldorf oder Hamburg.

Dauer der Lehrgangsphase
Ca. 5 Wochen, davon 4 Wochen theoretische und 1
Woche praktische Ausbildung an Bord.

Aufwandsentschädigung während der Lehrgangsphase
Keine Vergütung während der Ausbildung, aber alle Kosten für Hotels (in
Düsseldorf und München) sowie Transport werden von Eurowings
übernommen.

Vertragsdauer
24 Monate

Einstiegsvergütung
1.664,26€ brutto/Monat, davon z.Zt. 603,87€ steuerfrei

Urlaub
42 Kalendertage pro Jahr

> http://www.be-lufthansa.c...

Streik - wär das schön...

Jedes mal, wenn bei uns Mist programmiert wird, das nächste Büro irgendwo im Kaukasus eröffnet wird mit Leuten, die keine Ahnung haben und kein Deutsch sprechen oder man wie das fünfte Rad am Wagen behandelt und die Arbeit von internen machen darf, die sich für viel mehr Geld die Eier schaukeln und Bürokratie ohne Ende hat. Ey dagegen ist das nen Fliegenschiss, was Flugbegleiter so erwartet, die auch noch streiken dürfen. Naja Mehrklassengesellschaft halt. Die einen verteilen Futter und Sicherheitshinweise und die anderen sorgen dafür, dass Siemens, Carl Zeiss und Bayer mit ihren Computern arbeiten können. Da müssen die Prioritäten klar sein. Danke Gerhard Schröder. Glaub ja nicht, dass irgendeinen Idioten noch interessiert was du zur Zeit noch so für tollen Ratschläge hast.

Verstehe nicht

Ich verstehe noch immer nicht, was Sie eigentlich sagen wollen und vor allem, ob sie hier bei Zeit.de ein altbekannter Forentroll sind, oder ob Sie das ernst meinen.

Sie wollen Flugbegleitern das Streikrecht absprechen, da der Beruf Ihrer Ansicht nach ein Pillepallejob ist?

Jeder Beruf hat seine Vor- und Nachteile. Wenn Sie den Beruf des Flugbegleiters für einfach, überbezahlt halten und zudem auch gerne mal Streiken wollen, können Sie sich doch gerne bei einer der zahlreichen deutschen Airlines bewerben.

Sie sind aber nett

mich als Forentroll zu bezeichnen, nur weil Sie nicht besonders viel verstehen. Ich will hier niemandem das Streikrecht absprechen. Ich sage nur, dass man es woanders nötiger hätte aber durch falsche Politik in einer Lage ist, in der man eher direkt entlassen wird, wenn man sich für bessere Verhältnisse einsetzt. Der Vorschlag sich als Flugbegleiter zu bewerben mit dem Verweis auf Streiklust, die Sie mir unterstellen hilft da auch nicht wirklich weiter.