Trina Solar: "Wir betreiben kein Dumping"
Der deutsche Markt verliert an Bedeutung, sagt Ben Hill, Europa-Chef des chinesischen Solarkonzerns Trina Solar. Im Interview wehrt er sich gegen Dumping-Vorwürfe.
© Peter Parks/AFP/Getty Images

Chinesische Arbeiter setzten Solarmodule zusammen
Frage: Mister Hill, einige Firmen rund um Solarworld haben in Brüssel die Initiative EU ProSun gegründet, um chinesische Hersteller zu verbannen. Was halten Sie davon?
Ben Hill: EU ProSun behauptet, chinesische Solarfirmen würden mit Dumpingpreisen in Europa auf den Markt drängen. Diese Behauptung ist falsch. Trina Solar ist an der New Yorker Börse notiert, und schon allein deshalb sind wir zu absoluter Transparenz bei unseren Zahlen verpflichtet. Ich weiß nicht, warum EU ProSun diese falsche Behauptung aufstellt.
Frage: Wohl, weil sie staatlich geförderte Wettbewerber vom Markt fernhalten wollen.
Hill: Zunächst einmal: Die Solarindustrie wird in Deutschland, USA und anderswo subventioniert. Wir haben keine Förderung erhalten, die sich von jener zugunsten europäischer Firmen unterscheidet. Und: Nur rund 20 Unternehmen stehen hinter EU ProSun, und die meisten davon möchten anonym bleiben. Der Großteil der europäischen Solarbranche ist gegen die Initiative. Allein über 70 Unternehmen, darunter auch namhafte deutsche Firmen, haben sich in der Allianz für bezahlbare Solarenergie zusammengeschlossen, bei der wir Mitglied sind. Die AFASE setzt sich für eine wettbewerbsfähige europäische Solarenergie und freie Märkte ein.
Frage: Bietet China deutschen Unternehmen freien Zugang?
Hill: Alle großen Märkte der Welt – egal ob China, Japan oder Indien – haben ihre speziellen Zugangsbedingungen. Aber sie öffnen sich immer weiter. Ich behaupte nicht, dass China barrierefrei ist. Aber schauen Sie sich an, wie wichtig Chinas Inlandsmarkt für deutsche Unternehmen wie Volkswagen oder Siemens heute ist. Diese Unternehmen machen dort ein gutes Geschäft. Und auch deutsche Wind- und Solarparkentwickler wie Juwi expandieren weltweit, weil der deutsche Markt für sie zu klein ist.
- Trina Solar: Der Manager
Der Brite Ben Hill (41) gründete 1986 sein erstes Solarunternehmen und entwickelte unter anderem Energielösungen für Afrika und Asien. Er arbeitete zehn Jahre für die Solarsparte des Ölkonzerns BP, deren Chef er zuletzt war. Seit 2009 ist er bei Trina Solar für den europäischen Markt verantwortlich.
- Das Unternehmen
Trina Solar, gegründet 1997 vom heutigen Chef Jifan Gao, ist einer der größten Hersteller von Solarzellen und -modulen. 2011 verkaufte Trina Module mit einer Nennleistung von einem Gigawatt – so viel wie die Berliner Solon von 1998 bis 2011.
Frage: Auch hier in Deutschland kämpft der Lobbyverband BSW Solar für ihre Belange. Inwieweit finanzieren Sie den?
Hill: Wir sind aktive Mitglieder bei allen für uns wichtigen Organisationen, die helfen, ein Marktumfeld zu schaffen, in dem wir arbeiten können. Insofern bringen wir uns mit unserer Erfahrung auch bei BSW Solar ein.
Frage: Was zahlen Sie?
Hill: Wir zahlen den üblichen Mitgliedsbeitrag. Ein Blick auf den Vorstand des Vereins zeigt auch, dass er keineswegs von chinesischen Konzernen dominiert wird. Dort sitzt unter anderem auch SolarWorld-Chef Frank Asbeck, der jetzt in Brüssel gegen uns opponiert.
Frage: Was unterscheidet Trina von anderen Solarfirmen?
Hill: Unsere Produkte rangieren in Hinblick auf Leistungsfähigkeit und Qualität an der Spitze. Wir halten zum Beispiel den Leistungsweltrekord bei polykristallinen Modulen. Trina ist, anders als die meisten unserer Wettbewerber, ein vertikal integrierter Solarmodulhersteller. Das heißt, wir arbeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zudem investieren wir einen signifikanten Anteil unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung – im vergangenen Jahr waren es rund 45 Millionen Dollar bei zwei Milliarden Dollar Umsatz.
Frage: Das sind gerade mal gut zwei Prozent.
Hill: Mit 45 Millionen Dollar kann man viel bewegen. Unsere Innovationsstärke zeigt sich auch in Kooperationen mit Forschungsinstituten und Unternehmen in aller Welt. In Deutschland arbeiten wir zum Beispiel mit dem Osnabrücker Spezialisten E3/DC bei der Suche nach Energiespeicherlösungen zusammen, eine der Schlüsseltechnologien der Zukunft.
Frage: Gemeinhin gelten chinesische Firmen nicht als besonders offen?
Hill: Das sehe ich anders. Unsere Geschäftspartner, auch aus Deutschland, schicken ihre Mitarbeiter regelmäßig in unser Werk in China. Mal bleiben diese nur einen Tag, mal volle zwei Wochen. Wir sind absolut transparent. Unsere Kunden können sich vor Ort von unseren modernen Fertigungsanlagen und Produktionsbedingungen überzeugen, die allen internationalen Standards entsprechen. Dabei kann es vorkommen, dass Werksbesucher sogar Toiletten und Rauchmelder auf Tauglichkeit prüfen.




1)Chinesische Unternehmen werden mit ca. 15% Subventioniert.
2)In Deutschland wird NUR der Kauf von Solaranlagen subventioniert.
(3) Personalkosten betragen bei der Herstellung nur ca. 3% , aufgrund der verschiedenen Erden.
Somit erfüllt es die Definition des Dumping aus Wikipedia sicht.
Quelle : Irgendeine ZDF Doku ...
warum sollten neue Energietechnologien auf einmal nichtmehr fördernswert sein, wenn sie aus China kommen...
....die hiesige Art der Industriegorderung damit, dies wurde Deutschland einen Technologieförderung sichern. Wie wir jetzt sehen, war das der falsch Ansatz. Nun maulten herum und deutet mit den anklagenden Finger. Ein bisschen wirkt man wie ein lisiges Schauerle, das zudem ein schlechter Verlierer ist.
warum sollten neue Energietechnologien auf einmal nichtmehr fördernswert sein, wenn sie aus China kommen...
....die hiesige Art der Industriegorderung damit, dies wurde Deutschland einen Technologieförderung sichern. Wie wir jetzt sehen, war das der falsch Ansatz. Nun maulten herum und deutet mit den anklagenden Finger. Ein bisschen wirkt man wie ein lisiges Schauerle, das zudem ein schlechter Verlierer ist.
warum sollten neue Energietechnologien auf einmal nichtmehr fördernswert sein, wenn sie aus China kommen...
....die hiesige Art der Industriegorderung damit, dies wurde Deutschland einen Technologieförderung sichern. Wie wir jetzt sehen, war das der falsch Ansatz. Nun maulten herum und deutet mit den anklagenden Finger. Ein bisschen wirkt man wie ein lisiges Schauerle, das zudem ein schlechter Verlierer ist.
Deutschland als einer der grössten investoren in Solarpanels - bietet einen der grössten Märkte da über energiekosten subvensioniert. Allerdings haben die jetzige entwicklung im Globalisierungswahn die Politiker zwar vorausgesehen aber nichts dagegen unternommen. Die Deutschen Arbeitsplätze sind hoffnungslos verloren den gegen Stundenlöhne von 1,5 Dollar anzugehen ist selbst für Deutsche Hersteller nutzlos. Jeder Gedanke daran ist krank.
Dann doch lieber in Target 2 Forderungen investieren oder struktuirerte Subprimepapiere aus den USA erwerben...
Um eine funktionierende Solaranlage schlüsselfertig zu bauen, werden zusätzlich komponenten benötigt, zudem steht hinter der Produktion von Modulen eine ganze Produktions und Logistikkette - hier sieht die Situaton schon anders aus.
Hier wird derzeit doch vieles falsch dargestellt.
ein kleiner Teil der PV-Anlage, nämlich die Module, werden hier überbewertet. Die meisten Arbeitsplätze entstehen vor allem im Handwerk!
Selbst ganz ohne Modulproduktion in D würden noch 80% der Arbeitsplätze verbleiben, also von 110.000 noch 88.000 !!
Außerdem werden die Module in China mit deutschem Silizium, deutschem Spezialglas auf deutschen Automaten u. Anlagen erzeugt. Das war jetzt ein bißchen viel deutsch...
Und dann ist Dtl wieder mal Exportweltmeister und exportiert zuviel u. importiert zu wenig.
Man sollte sich schon mal entscheiden was man will!
Wen es interessiert kann hier eine Zusammenstellung von Fakten durch das Fraunhofer Institut nachlesen - vom 27.7.12, also sehr aktuell u. wirklich vollständig.
http://www.ise.fraunhofer...
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Danke für den link zu Fraunhofer. Wie schön wäre es, wenn Kommentare und LeserInnen_diskussionen sich auf seriöse Untersuchungen wie diese stützen würden....
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