EADS und BAE haben beide am Eurofighter Typhoon mitgearbeitet © Adrian Dennis/AFP/GettyImages

Der in Fusionsverhandlungen mit BAE Systems stehende europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS drängt die Bundesregierung Zeitungsberichten zufolge, auf den geplanten Kauf von EADS-Aktien zu verzichten. Die Welt berichtete, die britische Regierung wolle nicht, dass der Anteil der deutschen und französischen Regierung am fusionierten Konzern insgesamt deutlich mehr als zehn Prozent betrage. Das Blatt berief sich auf nicht näher genannte verhandlungsnahe Kreise.

Derzeit hält die französische Regierung indirekt einen Anteil von 15 Prozent an EADS. Daimler hält direkt und indirekt rund 22,5 Prozent an EADS, möchte seinen direkten Anteil in Höhe von 15 Prozent jedoch halbieren und an den Bund beziehungsweise an die Staatsbank KfW veräußern.

Das Fusionsvorhaben der beiden europäischen Rüstungskonzerne EADS und BAE Systems war während der Verhandlungen zwischen dem Bund und Daimler bekannt geworden.

EADS kommentierte die Informationen dem Blatt zufolge nicht. Daimler teilte der Zeitung mit, an den Ausstiegsplänen habe sich durch die Fusionsverhandlungen mit BAE Systems nichts geändert. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande hatten bei einem Treffen am Samstag eine sehr enge Absprache beider Regierungen bei dem Fusionsprojekt von EADS mit BAE Systems angekündigt.