Die EU-Kommission hat die Übernahme des Beatles-Mutterlabels EMI durch den Konkurrenten Universal Music Group gebilligt. Universal kann die EMI-Tonträgersparte unter bereits akzeptierten Auflagen kaufen, gab Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia bekannt. EMI vermarktet auch Musik-Größen wie David Bowie und Norah Jones .

Damit das neue Unternehmen nicht zu viel Marktmacht erhält, müssen allerdings das EMI-Plattenlabel Parlophone (u.a. Coldplay , Pink Floyd, Tina Turner ) und andere Vermögenswerte weltweit verkauft werden, teilte die Brüsseler Behörde mit.

Ebenfalls trennen muss sich Universal demzufolge von den Töchtern EMI France (David Guetta), Mute (u.a. The Ramones) und Chrysalis (u.a. Depeche Mode, Moby). Auch die Klassiksparten von EMI sowie weitere Labels und viele lokale EMI-Unternehmen müssen verkauft werden. Universal versprach zudem, den 50-prozentigen Anteil von EMI an dem Gemeinschaftsunternehmen Now! That's What I Call Music abzutreten.

Nach der Fusion bleiben nur noch drei große Unternehmen am globalen Musikmarkt bestehen: Universal, Sony Music und Warner. Dennoch sieht die EU-Kommission den Wettbewerb nicht beschränkt. "Durch die umfangreichen Zusagen von Universal ist sichergestellt, dass der Wettbewerb in der Musikbranche gewahrt bleibt und die europäischen Verbraucher weiterhin sämtliche Vorteile nutzen können," sagte Almunia.

Schon im April hatte Brüssel den Weg für die Übernahme des EMI-Verlagsgeschäftes durch eine von Sony angeführte Investorengruppe freigemacht. Die komplette Zerschlagung des traditionsreichen britischen Musikkonzerns ist damit fast besiegelt: Für den Vollzug fehlt noch die Genehmigung der US-Kartellwächter.