Eine chinesische Fabrik des Apple-Zulieferers Foxconn Technology hat nach einer Massenschlägerei die Fertigung gestoppt. Ein Streit zwischen mehreren Arbeitern am Sonntagabend in einem privat betriebenen Wohnheim des Taiyuan-Werks habe sich zu einer Prügelei mit 2.000 Beteiligten ausgeweitet, teilte das taiwanische Unternehmen mit. Die örtliche Polizei habe die Schlägerei am frühen Montagmorgen unterbunden. Etwa 40 Menschen seien verletzt und müssten im Krankenhaus behandelt werden.

Die Nachrichtenagentur Xinhua hingegen meldete unter Berufung auf die örtlichen Behörden, zehn Menschen seien verletzt, etwa 5.000 Polizisten seien im Einsatz gewesen.

Ein Foxconn-Sprecher sagte, das Werk werde wegen der Ermittlungen am Montag geschlossen bleiben. Unter den Angestellten wird damit gerechnet, dass die Produktion bis zu drei Tage ruht.

In der Fabrik sind insgesamt 79.000 Menschen beschäftigt. Angeblich werden dort auch Teile für das neue iPhone 5 getätigt. Foxconn ist für die Fertigung von Apple-Produkten bekannt, produziert aber auch für große Computerfirmen wie Dell, Hewlett-Packard , Sony und andere.

2010 hatten sich Foxconn-Arbeiter in China selbst getötet . Das löste eine heftige Diskussion über die Arbeitsbedingungen bei dem taiwanesischen Hersteller aus. Die Beschäftigten klagen damals über lange Arbeitszeiten, hohen Druck, niedrige Bezahlung, strenge Disziplin sowie schlechte Behandlung durch Vorgesetzte.