Die Deutsche Bahn ist nach Ansicht ihres Chefs Rüdiger Grube gut für den kommenden Winter gerüstet. "Wir sind zunehmend besser vorbereitet, nicht zuletzt haben wir auch sehr viel in eine bessere Prävention investiert", sagte der Konzernchef der Frankfurter Rundschau . Nach dreistelligen Millioneninvestitionen 2011 habe die Bahn dieses Jahr noch einmal Ausgaben im zweistelligen Millionenbereich geplant. Das Geld fließe unter anderem in Zug-Enteisungsanlagen, Weichenheizungen, Heizlüfter, Abtauzelte und in einen umfangreichen Schneeräumdienst.

Die Deutsche Bahn hatte vor allem im Winter 2009/2010 mit massiven Zugausfällen durch den Frost zu kämpfen. Im darauffolgenden Sommer war es zu Problemen gekommen, weil Klimaanlagen nicht richtig funktionierten . Dieses Jahr habe sich der Ausfall von Klimaanlagen in Grenzen gehalten , sagte Grube. "Im Sommer hatten wir nur an einem heißen Wochenende Probleme, überhaupt kein Vergleich also mit 2010". Die entsprechende Umrüstung der betroffenen Züge habe sich ausgezahlt und wird sich weiter auszahlen, sagte der Bahnchef.

Deutliche Verbesserungen im Zugverkehr wird es laut Grube aber erst in einigen Jahren geben: "Wir sind derzeit ganz gut unterwegs. Aber richtig gut werden wir erst wieder, wenn wir eine Reserveflotte haben. Das wird Ende 2014 der Fall sein." Wenn die Bahnindustrie bestellte Züge pünktlich und einwandfrei liefere, stünden dann bei Problemen ausreichend Ersatzzüge zur Verfügung.