SchweizGroßbank UBS will 10.000 Stellen streichen

Die angeschlagene Schweizer Bank steht vor einem massiven Stellenabbau. Bis 2015 soll fast jeder sechste Job wegfallen, vor allem im Investmentbanking.

Die Schweizer Großbank UBS reagiert mit einem verschärften Sparprogramm auf die schwache Ertragslage. Die Bank will bis 2015 knapp 10.000 Stellen streichen und so insgesamt 5,4 Milliarden Franken (4,5 Milliarden Euro) pro Jahr einsparen. Laut Unternehmen stehen vor allem im Investmentbanking Einschnitte an, die Sparte soll verkleinert werden.

Das Geschäft mit Anleihen und Zinsprodukten will die UBS aufgeben, um die Bilanzrisiken zu reduzieren. Das Investmentbanking wird sich in Zukunft auf Aktien, Devisen und Edelmetalle sowie Beratung konzentrieren.

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Die UBS hat derzeit etwa 63.000 Beschäftigte in 57 Ländern.

Für den anstehenden Umbau nahm die Bank bereits im dritten Quartal hohe Belastungen in Kauf. Abschreibungen führten zu einem Verlust von mehr als zwei Milliarden Franken. Vor einem Jahr konnte die Bank noch einen Gewinn von knapp einer Milliarde Franken verzeichnen. Auch im vierten Quartal rechnet die Bank mit einem Verlust. Ohne die Sonderfaktoren hätte der Gewinn aber in allen Geschäftsbereichen zugenommen, teilte die Bank mit.

Stellenabbau vor allem in London, New York und der Schweiz

Bereits am Wochenende hatte es Spekulationen über den Stellenabbau gegeben. Nach einem Bericht des Spiegels ist Deutschland von den Personalkürzungen kaum betroffen, besonders viele Jobs sollten dagegen in London, New York und in der Schweiz wegfallen. UBS-Chef Sergio Ermotti und sein Verwaltungsratspräsident Axel Weber, der früher an der Spitze der Bundesbank stand, bauen die Bank seit einiger Zeit um.

Seit Anfang 2008 war die Zahl der UBS-Angestellten bereits um rund 20.000 gesunken. Die Bank ist unter den Geldinstituten einer der größten Verlierer der Finanzkrise. In den Jahren 2007 und 2008 häufte sie Verluste von rund 28 Milliarden Franken an und musste deshalb vom schweizerischen Staat vor dem Kollaps gerettet werden. Viermal musste die UBS ihr Kapital erhöhen. Hinzu kam ein Steuerstreit mit den USA, der das Image der Bank beschädigte.

 
Leserkommentare
  1. ... wie ich finde! Grob überschlagen entspricht das um die 450.000 € Lohnkosten pro Mitarbeiter, abzüglich der Lohnnebenkosten bleibt immer noch zu viel, um wirklich von "Verlierern" der Wirtschafts- und Finanzkrise zu sprechen.

    Wenn diese Kosten jetzt auf alle 63.000 Mitarbeiter weltweit hochgerechnet werden ergeben sich Lohnkosten von 28,35 Mrd €!!! Wenn man bedenkt welchen Schaden Institutionen wie diese in den letzten Jahren angerichtet haben, ist das ein Betrag, der anderswo sehr viel besser investiert gewesen wäre...

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    ...gehören vom Markt, die andere unter härteste Kuratel, mit der Finanzindustrie geneigten SPD-Kanzlerkandidaten wird das sicher in völlig ausreichendem Maße gelingen, wie Herr Steinbrück anläßlich seiner Deutsch,-Commerz,-HRE-und IKB-Rettung bereits unter Beweis gestellt hat.

    ...gehören vom Markt, die andere unter härteste Kuratel, mit der Finanzindustrie geneigten SPD-Kanzlerkandidaten wird das sicher in völlig ausreichendem Maße gelingen, wie Herr Steinbrück anläßlich seiner Deutsch,-Commerz,-HRE-und IKB-Rettung bereits unter Beweis gestellt hat.

  2. 2. [...]

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/kvk

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    Das Bankgeheimnis ist tot,geehrter Mitforist,töter als Witney Houston.

    Aber keine Sorge,die Schweizer lassen sich schon was einfallen. :-)

    Das Bankgeheimnis ist tot,geehrter Mitforist,töter als Witney Houston.

    Aber keine Sorge,die Schweizer lassen sich schon was einfallen. :-)

  3. ...gehören vom Markt, die andere unter härteste Kuratel, mit der Finanzindustrie geneigten SPD-Kanzlerkandidaten wird das sicher in völlig ausreichendem Maße gelingen, wie Herr Steinbrück anläßlich seiner Deutsch,-Commerz,-HRE-und IKB-Rettung bereits unter Beweis gestellt hat.

    Antwort auf "Keiner Meldung wert..."
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    Sie sollten aufhören Nonsens zu verbreiten. Die meisten Arbeitnehmer im Bankgewerbe haben mit der Abzockerei nichts zu tun. Es sind Arbeitnehmer wie andere auch und bangen mit dieser Ankündigung um ihren Arbeitsplatz. Die Medien verbreiten es noch bevor es intern kommuniziert wird, das ist übel. Es ist daher angebracht, etwas mehr darüber nachzudenken.

    Sie sollten aufhören Nonsens zu verbreiten. Die meisten Arbeitnehmer im Bankgewerbe haben mit der Abzockerei nichts zu tun. Es sind Arbeitnehmer wie andere auch und bangen mit dieser Ankündigung um ihren Arbeitsplatz. Die Medien verbreiten es noch bevor es intern kommuniziert wird, das ist übel. Es ist daher angebracht, etwas mehr darüber nachzudenken.

  4. Das Bankgeheimnis ist tot,geehrter Mitforist,töter als Witney Houston.

    Aber keine Sorge,die Schweizer lassen sich schon was einfallen. :-)

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    Antwort auf "[...]"
    • TDU
    • 30.10.2012 um 10:22 Uhr

    Vielleicht sind ja unter denen toughe Jungs und Mädels die kleine Banken für "kleine" Bürger gründen. Wer gut rechnen kann, kann auch tragfähige Konzeptionen entwickeln und mal was auf die eigene Kappe nehmen.

  5. Sie sollten aufhören Nonsens zu verbreiten. Die meisten Arbeitnehmer im Bankgewerbe haben mit der Abzockerei nichts zu tun. Es sind Arbeitnehmer wie andere auch und bangen mit dieser Ankündigung um ihren Arbeitsplatz. Die Medien verbreiten es noch bevor es intern kommuniziert wird, das ist übel. Es ist daher angebracht, etwas mehr darüber nachzudenken.

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    ...seinen Arbeitslohn durch unlautere, unangemessene "Provionsschinderei" zu verdienen, ganz gleich, bei welchen Wirtschaftsunternehmen. Die Machenschaften der Banken auch noch zu verteidigen mit dem Hinweis auf entfallende Arbeitsplätze ist schon ein starkes Stück!

    ...unlauter provisionsgetriebene Geschäftsmodelle mit dem Hinweis auf entfallende Arbeitsplätze zu verteidigen.

    ...seinen Arbeitslohn durch unlautere, unangemessene "Provionsschinderei" zu verdienen, ganz gleich, bei welchen Wirtschaftsunternehmen. Die Machenschaften der Banken auch noch zu verteidigen mit dem Hinweis auf entfallende Arbeitsplätze ist schon ein starkes Stück!

    ...unlauter provisionsgetriebene Geschäftsmodelle mit dem Hinweis auf entfallende Arbeitsplätze zu verteidigen.

  6. Was die Abzockerei betrifft, so stimmt die Schweiz demnächst über eine sogenannte Abzocker-Initiative ab. Sie verhindert extraordinäre Boni, Gehaltszahlungen in Form von Wertpapieren, Zahlung auf die erst nach Jahren zugegriffen werden, usw.
    Zugleich auf eine Verschärfung der Informationspflicht des Aktienrechts.

    Wenn diese Initiative angenommen wird, muss sich das europäische Banken-Umfeld etwas ausdenken.
    Denn welcher Kunde will sein Geld bei einer Bank liegen haben, bei der Boni-Exzesse nicht geregelt und reglementiert sind.

    Freuen wir uns drauf.

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  7. ...seinen Arbeitslohn durch unlautere, unangemessene "Provionsschinderei" zu verdienen, ganz gleich, bei welchen Wirtschaftsunternehmen. Die Machenschaften der Banken auch noch zu verteidigen mit dem Hinweis auf entfallende Arbeitsplätze ist schon ein starkes Stück!

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    Ihre Einlassung ist einfach nur dumm und zeigt, dass sie noch nie in einer Bank gearbeitet haben und nichts über die Abläufe wissen. Glauben sie ernsthaft, es werden 10'000 Händler entlassen? Der Grossteil entfällt auf nachgelagerte Prozesse im Backoffice und IT-Bereich. Die wirklich Verantwortlichen erhalten eine dicke Abfindung.

    Ihre Einlassung ist einfach nur dumm und zeigt, dass sie noch nie in einer Bank gearbeitet haben und nichts über die Abläufe wissen. Glauben sie ernsthaft, es werden 10'000 Händler entlassen? Der Grossteil entfällt auf nachgelagerte Prozesse im Backoffice und IT-Bereich. Die wirklich Verantwortlichen erhalten eine dicke Abfindung.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa, dapd
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