Zwei Arbeiter auf einer Baustelle für ein Autobahn-Verbindungsstück © Sebastian Widmann/dapd

Mit einem Extrabudget will der Bund 2013 vor allem den Straßenbau fördern, für den Schienenverkehr gibt es hingegen weniger Geld. Von den zusätzlichen 775 Millionen Euro, die der Haushaltsausschuss des Bundestags für die Verkehrsinfrastruktur genehmigte, sollen 570 Millionen (73 Prozent) für den Straßenbau ausgegeben werden. Das bestätigte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer ( CSU ). Für Investitionen in den Schienenverkehr und zur Förderung von Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen, die nicht dem Bund gehören, stehen dagegen nur 65 Millionen Euro (8,4 Prozent) zur Verfügung. Dieses Geld soll vor allem für Lärmschutz verwandt werden.

Im vergangen Jahr hatte der Haushaltsausschuss beschlossen, eine Milliarde Euro in die Infrastruktur zu investieren. Der Bahn wurden damals 100 Millionen Euro (zehn Prozent) zugesprochen. Für den Straßenbau bewilligte der Ausschuss 600 Millionen (60 Prozent).

"Angesichts des erheblichen Investitionsbedarfs für die Schiene begrüßen wir jede Erhöhung der Mittel", sagte ein Bahnsprecher. Er warb aber für eine "Verstetigung der Mittel".

Zehn Millionen für neue Radwege

Ramsauer bezeichnete die Extra-Mittel als "kräftigen Impuls für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes". Im Straßenbau sollen zehn Millionen Euro für den Bau von Radwegen an Bundesfernstraßen genutzt werden. 140 Millionen Euro sind für Wasserstraßen vorgesehen.

Das Bundesverkehrsministerium benötigt nach eigenen Angaben jedes Jahr mindestens vier Milliarden Euro mehr: 2,5 Milliarden Euro für die Straße, eine Milliarde Euro für die Schiene, eine halbe Milliarde Euro für Wasserstraßen.