Immobilien : 12.000 Wohnungen wechseln den Besitzer

Der Bund verkauft die Immobiliengesellschaft TLG zum Jahresende für 471 Millionen Euro an einen Hamburger Wohnungskonzern. Mitgeboten hatte auch die Linke.

Die bundeseigene Immobiliengesellschaft TLG Wohnen wird verkauft. Die rund 12.000 Wohnungen der ehemaligen Treuhandtochter gehen an den Hamburger Wohnungskonzern TAG, teilte das Unternehmen mit. Der Kaufpreis liege bei 471 Millionen Euro, darin enthalten seien Verbindlichkeiten in Höhe von 256 Millionen Euro.

Zum Schutz der Mieter seien umfangreiche Regelungen vereinbart worden. Darauf hatte der Bund bei der Ausschreibung bestanden. Offen blieb zunächst, was mit den Büro- und Gewerbeimmobilien der früheren Treuhandtochter geschieht.

Für die Transaktion besorgt sich der Hamburger Konzern Geld von seinen Aktionären über eine Kapitalerhöhung. Es sollen bis zu 30 Millionen neue Aktien ausgegeben werden. Das könnte TAG in etwa 240 Millionen Euro einbringen.

Interesse an Wohnungen in Berlin

Für die TLG hatten mehrere Immobilien- und Finanzinvestoren geboten, auf Interesse waren dabei vor allem die Wohnungen der Gesellschaft in Berlin , Dresden und Rostock gestoßen. An dem Bieterwettbewerb hatte sich auch die Linkspartei über eine Genossenschaft beteiligt.

Der Bund will die TLG Immobilien bis Jahresende privatisieren. Die TLG wurde 1991 als Tochter der Treuhandanstalt gegründet. Im Jahr 1995 übernahm der Bund die Gesellschaftsanteile.

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Kommentare

39 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Der Verkauf von staatlichem Wohnraum an Profitunternehmer ...

.
... ist ein ausserordentlich bedenkliches Signal, auch und gerade in Zeiten der extremer Verteilungsungerechtigkeit und besonders dann, wenn absehbar bezahlbarer Wohnraum bundesweit immer knapper wird.

Der Wohnungs-"markt" ist kein echter Makt, weil der Mieter die Alternative "nicht wohnen" wenn es ihm zu teuer wird einfach nicht hat.

Somit ist Mietenspekulation bewusste G'schäftlmacherei mit der Zwangslage der Mieter.

Das sollte eigentlich ein Straftatbestand sein und ganz sicher nicht vom Bund durch Verschleudern seiner Wohnungen auch noch vorangetrieben werden.

Kein Markt ? Das wird auch duch ständige

Wiederholung nicht richtiger.
Der Mieter hat die Alternative "nicht mieten" sehr wohl, denn er muss nie genau diese eine Mietsache mieten.
Es sei denn, es langt für gar nichts und selbst dafür ist oft noch gesorgt.
Wenn man allerdings Bedürfnisbefriedigung ohne Gegenleistung (sprich Zahlung) erwartet, dann sieht es natürlich schlecht aus am Markt.

Nein!

Sie verstehen nicht, wie der Wohnungsmarkt funktioniert.

Erstens ist dieser in Teilmärkte gegliedert. So ist der Markt für kleine bezahlbare Wohnungen in vielen Städten komplett ausgereizt - es gibt einfach nicht genug kleine Wohnungen. Folge: Der Preis steigt.

Zweitens müssen die Leute irgendwie in erreichbarer Distanz vom Arbeitsplatz wohnen. Die meisten Arbeitsplätze gibt es in den Städten - dies führt zu erhöhter Nachfrage in Städten. Folge - der Preis in den Städten steigt. Auf dem Land sinkt er, weil da ab einer gewissen Entfernung zur Stadt auch keiner wohnen kann - wenn nämlich die Fahrtkosten die Mietersparnis auffressen.

Drittens steigen die Mieten ständig, aber die Löhne und Gehälter nicht. Dh. viele müssen aus tuereren in günstige Wohnungen umziehen - mit der Folge, dass der Preis für günstige Wohnungen ebenfalls steigt.

Sie müssen nur mal die Entwicklung der Mietpreise bei Neuvermietungen betrachten!

So zahlt man ggfs. lieber die Mieterhöhung für die alte Wohnung, als umzuziehen.

Fazit: Der Mieter hat trotz allen Mieterschutzes eine schwache Position, was die finanzielle Seite des Mietverhältnisses angeht.

Und Miete nicht zahlen und abhauen wird zwar gern in den Medien kolportiert - dann heißt es: Man hört ja immer von diesen Fällen usw.

Tatsache ist, dass seit den 50ern ca. 400 Fälle echten Mietnomadentums von der Wohnungswirtschaft dokumentiert wurden.

Auch bei einer hohen Dunkelziffer sind das absurde Zahlen.

Poster Tiger liegt da schon richtig!

Wäre so schön..

"Der Mieter hat die Alternative "nicht mieten" sehr wohl, denn er muss nie genau diese eine Mietsache mieten."

trifft aber NICHT zu.

Kein Hartz-IV Betroffener kann umziehen OHNE ZUSTIMMUNG des zuständigen JOBCENTERS, noch nicht einmal wenn die Nachbarwohnung frei wird und günstiger ist!

Damit ist sichergestellt, das das UNTERE SEGMENT SCIHER vermietet ist.

Selbst wenn jemand gut verdient, geht er/sie in eine neue Stadt, bleibt meist nichts anderes übrig, als eine Wohnung zu nehmen die teurer ist, als Sie es sich eigentlich leisten können.

Und Sie glauben immer noch das Märchen "Man hat die Wahl"?!?

Natürlich...

Wissen Sie, theoretisch kann ich schon nach Hohenschönhausen ziehen. Wäre super. Ich müsste morgens noch eine Stunde früher aufstehen und Abends käme ich ne Stunde später nach Hause. Das macht dann Aufstehen um 07: 00 Uhr und Heim kommen um 19:00 Uhr. Toll, dann sehe ich meine Sohn noch ganze 30 min. pro Tag. Allerdings würde ich mich dann langsam mal fragen, was mir Berlin überhaupt noch zu bieten hat und vielleicht wirklich darüber nachdenken, komplett
wegzuziehen. Wissen Sie, es geht vieles. Eine Freundin von meiner Frau ist auch jeden Tag mit dem Zug von der
polnischen Grenze bis nach Berlin gefahren und wieder zurück. Ich meine, die Menschen haben ja 1946 auch irgendwie in Berlin gewohnt... und ist das erstrebenswert?

Zum Thema, dass alle Vermieter reich sind... nein, das sind sie sicher nicht. Aber die Leute, die jetzt jeden Preis für eine Wohnung in Berlin bezahlen, nie über Eigenbedarf nachdenken, teilweise eine Wohnung in Berlin kaufen, die sie noch nie gesehen haben (ist nicht ungewöhnlich für Leute
aus Italien, Frankreich oder den USA, die hier im Moment alles aufkaufen)... das sind nicht die langjährigen Immobilienbesitzer, die jetzt ihren Wohnraum aufgrund mangelnder Bedürftigkeit zur Vermietung zur Verfügung stellen. Ich weiß ja nicht, wie Sie das sehen... aber jemand, der 200 000 Euro auf der Bank hat und diese
gewinnbringend investieren muss hat entweder seine Lebensversicherung ausbezahlt bekommen oder ist nach meinem Verständnis einfach reich.

Wiedereinmal ein Beispiel mehr dafür, dass es ...

mit der angeblich so sozialdemokratisch gewordenen Kanzlerin doch nicht soweit her ist. Die sog. Sozialcharta ist das Papier nicht wert, auf dem sie steht. Wenn man die bisherige Rechtsprechung anschaut, lassen sich hieraus kaum wirklich Rechte herleiten. Ferner bietet eine solche Sozialcharta praktisch überhaupt keine Schutz dagegen, dass ein Vermieter systematisch Wohnanlagen vergammeln lässt, um die Miete rauszupressen, aber keinerlei Investitionen zu tätigen. So kann man Rendite machen. Ferner bekommt man so die Anlage Stück für Stück leer und kann dann den großen Reibach mit Luxussanierung oder mit Eigentumswohnungsverkauf machen.

Für Neumieter gelten die Beschränkungen des Vermieters aus der Sozialcharta typischerweise nicht, so dass an einem schnellen Mieterwechsel ein besonderes Interesse besteht.

Vielen Dank liebe Bundeskanzlerin. Großartig gemacht. Aber eine halbe Milliarde Privatisierungserlös macht sich im Haushalt erstmal gut und "spart" das Sparen an anderer Stelle.

CHILLY

Nur weil ein Teil der Marktteilnehmer

irgendwas am funktionierenden Markt nicht kaufen kann, gibt es keinen Markt?
Ihre Beispiele zeigen doch gerade wie klassisch korrekt der Wohnungsmarkt funktioniert. Ein knappes Gut wird teurer.

@ Nr. 6 Den Eingriff einer Regulierungsbehörde und dessen Folgen als Beleg für das Nichtfunktionieren eines Marktes heranzuziehen, das hat was Sinnfreies.

Der Grunddenkfehler ist ja wohl, dass man erwartet, dass im "Markt" das Angebot alle Bedürfnisse abdecken muss.
Muss es aber nicht, bei fehlender Bedarfsdeckung steigen halt die Preise und genau das ist Markt.
Sie können gern behaupten und ich würde nicht widersprechen, dass es nicht genug soziale Ergänzung des Markttes gibt, aber einen funktionierenden Markt haben wir am freien Wohnungsmarkt mit Sicherheit.

Was Sie nur unter Markt verstehen...

Ein Markt funktioniert so: BMW kann von mir aus einen 970er bauen, für 1.000.000 Euro das Stück mit Aktivsitzen, die einem beim Fahren auch noch einen runter holen. Ich würde nie 1.000.000 Euro für ein Auto ausgeben, deshalb habe ich ja die Wahl mir einen Ford KA zu kaufen. Egal, wieviele 970 BMW produziert - das hat keine Auswirkungen auf den
Ford KA.

In Berlin z.B. werden billige Wohnung aufgekauft und zu Luxusloften umsaniert. Damit wird der Markt verzerrt - denn es wird ein Angebot geschaffen, dass niemand will und das was man eigentlich gerne hätte verschwindet - nämlich bezahlbare, Normalwohnungen in guter bis mittelmäßiger Lage.
"Ein knappes Gut wird teurer." Genau, und wenn es nicht knapp ist, dann wird es künstlich verknappt.

Ein Markt, in dem es keine Konkurrenz, also keine Alternative gibt, funktioniert nicht - zumindest nicht für beide Beteiligten.

In diesem Spezialfall wirklich problematisch

"Kein Hartz-IV Betroffener kann umziehen OHNE ZUSTIMMUNG des zuständigen JOBCENTERS, noch nicht einmal wenn die Nachbarwohnung frei wird und günstiger ist!"

An der Stelle haben Sie Recht. Das Schlimme ist auch, dass eine Mieterhöhung ja sowieso vom Staat bezahlt wird und der ALG2-Empfänger eine etwaige Mietersparnis auch nicht behalten dürfte (also auch garnicht motiviert sein dürfte, sparsam zu mieten).

"Selbst wenn jemand gut verdient, geht er/sie in eine neue Stadt, bleibt meist nichts anderes übrig, als eine Wohnung zu nehmen die teurer ist, als Sie es sich eigentlich leisten können."

Naja, wenn die Ansprüche das eigene Einkommen übersteigen, dann passiert sowas.
Wo Wohnraum aber so knapp ist, dass auch Alles zu hohen Preisen gemietet wird, können Sie wohl kaum erwarten, dass niedrigere Mieten die Knappheit lösen. Schließlich wird der verfügbare Wohnraum nicht mehr, wenn Sie niedrige Preise verordnen.

Sie müssen sich also (mit Außnahme der Wohngeldbezieher) schon entscheiden, ob die Mieten unangemessen hoch sind (also keine echte Knappheit darstellen) oder ob Wohnraum tatsächlich knapp (und damit zu Recht teuer) ist.

Warum Mieter bei einem ausreichenden Angebot an Wohnraum keine Wahl haben sollen, erklären Sie nicht. Warum bei knappem Wohnraum hohe Preise nicht einfach die fairen Marktpreise sein sollen, auch nicht.

Was ich immer nicht verstehe...

...warum dann nicht wenigstens direkt an die einzelnen Mieter/Nutzer verkauft wird. Warum muß immer irgend ein Giga-Monster-Konzern oder gar Hedgefonds dazwischen sitzen und den Raibach einfahren?

Warum darf nicht, wenn schon nicht die öffentliche Hand, wenigstens der Bürger ein Schnäppchen machen, sondern immer das Großkapital? Ich meine, die Wohneigentums-Quote zu erhöhen, wäre ja auch eine Art Sozialpolitik!

Aber stattdessen kommt da ein "Investor", führt ein paar Pseudo-Reparaturen durch und hat dann den Vorwand für saftige Miet- oder Kaufpreiserhöhungen.

Im Jahre 2009 berichtete die ZEIT ausführlich und hochinteressant über den Privatisierungs-Wahnsinn (wofür ich die ZEIT noch einmal ausdrücklich loben muß!):

http://www.zeit.de/2009/1...

http://www.zeit.de/2009/3...

Daß man nach den bitteren Lehren aus der Finanzkrise und momentan doch nicht schlecht sprudelnden Steuerquellen anscheinend trotzdem nichts gelernt hat, die gleichen Fehler weiter begeht und immer noch veritable Sachwerte gegen ein paar Luftbuchungen und Papiergeld aus der Hand gibt, finde ich - der ich ein paar Jahre im angesächsischen Ausland gelebt habe - "shocking"!

Wieso sollte man?

Sie meinen
>>In Berlin z.B. werden billige Wohnung aufgekauft und zu Luxusloften umsaniert. Damit wird der Markt verzerrt - denn es wird ein Angebot geschaffen, dass niemand will und das was man eigentlich gerne hätte verschwindet - nämlich bezahlbare, Normalwohnungen in guter bis mittelmäßiger Lage.
"Ein knappes Gut wird teurer." Genau, und wenn es nicht knapp ist, dann wird es künstlich verknappt.<<

Naja, das würde (um in Ihrem Beispiel zu bleiben) wohl niemand tun, wenn sich die Luxusloften danach nicht (gewinnbringend) vermieten lassen. Also braucht (oder will) die offensichtlich schon wer und bezahlt auch dafür.

Auf Ihr Autobeispiel übertragen hieße das ja, folgendes:
Von begrenzt vorhandenen Rohstoffen (z.B. Stahl) wird viel verbraucht um Luxusautos zu bauen (und die werden auch gekauft). Dadurch verknappen (=verteuern) sich kleine Autos, weil das Angebot an Stahl halt begrenzt ist. Ist das dann aus Ihrer Sicht auch kein Markt?

Künstliche Knappheit...

Hinzu kommt, dass zunehmend Wohnungen in zentraler Lage vom Wohnungsmarkt verschwinden, da sie als Touristenwohnungen angeboten werden. Naja, wenn man so eine Wohnung im Monat 8 Tage vermietet, hat man auch eine Miete von 800 Euro
eingestrichen. Wenn man sie an 9 Tagen vermietet, hat man auch die Putzfrau mit drinnen, die dann gleich die Handtücher wechselt. Das lohnt sich. So wird das Angebot nochmal künstlich knapp gehalten.

Irgendwo muss man ja wohnen...

"Naja, das würde (um in Ihrem Beispiel zu bleiben) wohl niemand tun, wenn sich die Luxusloften danach nicht (gewinnbringend) vermieten lassen. Also braucht (oder will) die offensichtlich schon wer und bezahlt auch dafür"

Natürlich. Wenn Sie keine billige Wohnung mehr finden, dann müssen Sie eine teure nehmen. Wenn Sie keine billigen Medikamente mehr in der Apotheke bekommen oder keinen billigen Strom, sind Sie gezwungen, den teuren zu nehmen.

Ja, und die billigen Wohnungen werden teurer, weil der Rohstoff Beton teurer wird. Also, man kann so ein Beispiel immer aufs Unendliche ausdehnen. Ich glaube aber nicht, dass sich die Anzahl der BMWs auf den Preis des Ford auswirken. Wenn wir es berücksichtigen wollen - ok, der Ford wird 50 Cent teurer. Und was ist mit den anderen 979.999.50 Euro zw. fiktivem 970i und Ford Ka?

Absichtlich missverstanden?

"Natürlich. Wenn Sie keine billige Wohnung mehr finden, dann müssen Sie eine teure nehmen. Wenn Sie keine billigen Medikamente mehr in der Apotheke bekommen oder keinen billigen Strom, sind Sie gezwungen, den teuren zu nehmen."

Naja, wenn ich mir den Wohnraum- und Stromverbrauch pro Kopf so angucke, ginge es im Mittel wohl auch mit sehr viel weniger.

Dass ein Sozialstaat dafür sorgen sollte, dass eine gewisse Teilhabe für Alle möglich ist, bestreitet (hier) ja niemand. Bloß halte ich staatliche Subventionen für bestimmte Güter nicht für angemessen.

Ein Mindesteinkommen (z.B. über ein Grundeinkommen) kann man unter sozialen Gesichtspunkten gerne einführen. Dabei sollten die Leute aber das Recht haben, selbst zu entscheiden, wofür sie ihr Geld ausgeben. Wenn Wohnraum knapp ist und Friseurleistungen nicht, äußert sich das eben darin, dass Wohnraum im Verhältnis zu Haarschnitten besonders teuer ist. Außerdem lohnt sich so die Investition in das Schaffen von Wohnraum.

"Ja, und die billigen Wohnungen werden teurer, weil der Rohstoff Beton teurer wird. Also, man kann so ein Beispiel immer aufs Unendliche ausdehnen. Ich glaube aber nicht, dass sich die Anzahl der BMWs auf den Preis des Ford auswirken."

Sehr witzig ;-)

Raum ist in Ballungsgebieten nunmal knapp. Höhere Mieten führen im Zweifel dazu, dass es sich lohnt, höher zu bauen...

Anspruch ist nicht gleich Anspruch

Sie gehen in eine neue Stadt und nach kurzer Zeit wird das Arbeitsverhältnis beendet, was passiert dann?

Da Sie die Wohnung nicht länger als 6 Monate bewohnen, ist es KEIN Altbestand, es werden v seiten des Jobcenters NUR die ortsübliche Bruttokaltmiete ca 331+x € übernommen, die Differenz zu den tatsächlichen Mietkosten müssen Sie aus dem Regelsatz bestreiten, werden unter ANDROHUNG von SANKTIONEN VERPFLICHTET sich sowohl eine kostengünstigere Unterkunft zu suchen, ALS AUCH alles zu tun, um Ihre Hilfsbedürftigkeit zu VERRINGERN! (Vollzeit Niedriglohn)

Auf dies Art und Weise werden von Seiten des Jobcenters ZWANGSUMZÜGE vorgenommen. Entweder Sie finden innerhalb kürzester Zeit einen Job (meist im Niedriglohn)+ Unmzug oder Ihnen gelingt der Sprung in das nächste Arbeitsverhältniss und das ganze Spiel geht wieder von Vorne los.

"Naja, wenn die Ansprüche das eigene Einkommen übersteigen, dann passiert sowas."

Der Anspruch ist "Hartz-IV sicheres Wohnen"! u. damit unterscheidet sich der von Ihnen gennant Anspruch an Wohnqualität grundsätzlich von dem Anspruch der "Prekär Beschäftigten".
Es ist fast unmöglich in Hamburg, München eine bis 45 qm große Wohnung (für eine Person) zu einem angemessenen Preis ins einer einigermassen verkehrsgünstigen Lage zu bekommen. Dieses Segment ist dicht und deswegen sind sie gezwungen eine "teurer" Wohnung zu nehmen als Sie sich (mit Hartz IV) leisten können und VERKNAPPEN somit das Angebot des nächsthöheren Segements.

HartzIV- Wohnungen

sind bestenfalls ein kleiner Teil des Wohnungsmarktes und da der staatlichen Vorgabe unterworfen, für die Beurteilung des Funktionieeren des freien Marktes nicht relevant.
Auch wenn hier manche so tun, als stünde HartzIV im Mittelpunkt der Gesellschaft, wäre Maßstab der Dinge und der Definitionen, ist es zum Glück nicht so.
Zum Glück, weil sonst kein Geld mehr in die Kasse käme.

kaufen auf pump 1

Sehr geehrte Herren xxx,
Hiermit möchten wir zu Ihrem Schreiben Stellung nehmen.
Die Androhung einer Kündigung wegen mangelnder wirtschaftlicher Verwertbarkeit gem § 573 Abs. 2 Nr. 3 BGB (nicht § 564 B II Nr. 3 BGB) greift nicht, da eine solche Kündigung im vorliegenden Fall und insbesondere aus den von Ihnen geschilderten Umständen nicht zulässig wäre.
Der Kündigungstatbestand des § 573 Abs. 2 Nr. 3 BGB kann nur dann vorliegen, wenn der Vermieter durch die Fortsetzung des Mietvertrages an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks oder der Wohnung gehindert und dadurch erhebliche Nachteile erleiden würde.
Im Unterschied zur sog. Eigenbedarfskündigung gem. § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB, bei der das Eigennutzungsinteresse des Eigentümers geschützt wird, ist bei der Kündigung mangels wirtschaftlicher Verwertbarkeit zugunsten des Mieters der Gesichtspunkt des Gemeinwohls stärker zu beachten. Art. 14 GG schützt nicht die Erzielung des maximalen wirtschaftlichen Gewinns durch die Verwertung vermieteter Wohnungen. Die Beurteilung der Frage, ob einem Eigentümer durch den Fortbestand eines Mietvertrages ein erheblicher Nachteil entstehe, muss vor dem Hintergrund der Sozialpflichtigkeit des Eigentums und des grundsätzlichen Interesses des Mieters, in der Wohnung als seinem Lebensmittelpunktes zu verbleiben, erfolgen.

Froh sein

Da kann der Bund froh sein, dass er sie los ist. Bei allem Verständis für Mieterrechte. Die praxisunkundigen Richter bedenken überhaupt nicht die finanziellen Folgen ihrer ach so gerechten Enscheidungen. Siehe die Aufhebung der renovierunsfristen. Und sogar die großen Kaufleute, die Armen, werden bezüglich Wissen und Kennenmüssen wie die Kleinen behandelt.

Dazu dann die Ansicht, alle Vermieter seien reich und hätten den Goldesel im Stall. Man wirds erleben. Goße Konzerne verwalten nach Gusto. Die Folgen werden unrenovierte vergammelte Wohnsilos sein, und das Strassenbild wird dem mancher Städte in der DDR zu Wendezeiten entsprechen.

Da nützen die Progrämmchen, die Grün vermutlich auch zur Sanierung der Klientel auflegen will, auch nichts.

Der menschenfreundliche Investor

Na klar, der Investor hat die Wohnungen bestimmt aus reiner Menschenliebe gekauft und wird die Wohnungen bevorzugt an Menschen mit geringem Einkommen vermieten....oder nicht?

Das perverse an dieser Art von Privatisierung ist doch, dass die öffentliche Hand nur profitable Betriebe verkaufen kann und auf den unprofitablen Einrichtungen sitzenbleibt. Und dann zeigt man mit dem Finger auf "den Staat", der nicht mit Geld umgehen könne. Gewinne werden privatisiert - Verluste...

Öffentliche Wohnungsgesellschaften bieten die Chance, moderate Gewinne einzufahren und gleichzeitig extreme Steigerungen der Mietpreise abzumildern.

@ 13 klarname

Behaupte ich nicht. Und von Menschenfreundlichkeit allein kann man auch nicht leben und verwalten macht Arbeit. So erwähnt mein Kommentar nur Aspekte.

"Öffentliche Wohnungsgesellschaften bieten die Chance, moderate Gewinne einzufahren und gleichzeitig extreme Steigerungen der Mietpreise abzumildern." Finde ich auch, aber die verkaufen trotzdem. Der Bund ob rechts oder links macht hier seit Jahren gegen die "eigenen Leute" die Gesetze.

Mein Statement "sollen sie froh sein,,," war nicht einem Wunsch geschuldet, sodnern nur die konsequente Fortführung der Realität. War ich krank, bin ich froh wieder gesund zu sein. Das ist aber kein Plädoyer für die Krankheit.

Wenn die Politik

den Bau von Mietwohungen weiterhin künstlich verteuert (Auflagen für Dämmung, Wärmepässe. Heizungserneuerung etc)wird es weiterhin zu höheren Mietsteigerungen kommen, da zu wenig neue Wohnungen gebaut werden. Dieser Zusammenhang ist ziemlich simpel. Zumal es beim (völlig unreguliertem) Büromarkt solche Mietsteigerungen nicht gibt.
P.S: @1.: Was sind denn Profitunternehmer?