Die bundeseigene Immobiliengesellschaft TLG Wohnen wird verkauft. Die rund 12.000 Wohnungen der ehemaligen Treuhandtochter gehen an den Hamburger Wohnungskonzern TAG, teilte das Unternehmen mit. Der Kaufpreis liege bei 471 Millionen Euro, darin enthalten seien Verbindlichkeiten in Höhe von 256 Millionen Euro.

Zum Schutz der Mieter seien umfangreiche Regelungen vereinbart worden. Darauf hatte der Bund bei der Ausschreibung bestanden. Offen blieb zunächst, was mit den Büro- und Gewerbeimmobilien der früheren Treuhandtochter geschieht.

Für die Transaktion besorgt sich der Hamburger Konzern Geld von seinen Aktionären über eine Kapitalerhöhung. Es sollen bis zu 30 Millionen neue Aktien ausgegeben werden. Das könnte TAG in etwa 240 Millionen Euro einbringen.

Interesse an Wohnungen in Berlin

Für die TLG hatten mehrere Immobilien- und Finanzinvestoren geboten, auf Interesse waren dabei vor allem die Wohnungen der Gesellschaft in Berlin , Dresden und Rostock gestoßen. An dem Bieterwettbewerb hatte sich auch die Linkspartei über eine Genossenschaft beteiligt.

Der Bund will die TLG Immobilien bis Jahresende privatisieren. Die TLG wurde 1991 als Tochter der Treuhandanstalt gegründet. Im Jahr 1995 übernahm der Bund die Gesellschaftsanteile.