Der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) wird künftig nicht mehr im US-Börsenindex Nasdaq geführt. Die kanadische Firma sei bei der jährlichen Überprüfung der bei der Technologiebörse gelisteten Konzerne gestrichen worden, teilte der Nasdaq-Betreiber mit.

Auch neun weitere Unternehmen würden ab Montag nicht mehr geführt. Stattdessen werden mehrere neue Firmen aufgenommen, darunter der Halbleiterhersteller Analog Devices und VeriSign, eine Firma für Internet-Infrastruktur.

Die Blackberrys von RIM waren lange Zeit Vorreiter auf dem Markt der Smartphones. Vor allem aus Sicherheitsgründen bevorzugten das US-Militär und die Geheimdienstbehörden lange Zeit die Mobiltelefone des kanadischen Herstellers.

Blackberry 10 soll RIM aus der Krise helfen

Zuletzt hatte RIM gegenüber anderen Smartphone-Herstellern wie Apple und Samsung rapide an Marktanteilen verloren. In den ersten drei Monaten des im März begonnenen Geschäftsjahres 2012/2013 musste RIM einen Verlust von 518 Millionen Dollar melden. Der Aktienkurs des Unternehmens war seit Februar um mehr als die Hälfte gefallen, hatte sich zuletzt aber wieder etwas erholt .

Bis Ende des Fiskaljahres 2013 arbeitet RIM an einem Umbauprogramm, um den Konzern aus der Krise zu führen. Etwa 5.000 Stellen wurden bereits gestrichen . RIM setzt seine Hoffnungen nun vor allem auf das Blackberry 10. Es ist das erste Handy einer neuen Generation mit überarbeitetem Betriebssystem. Am 30. Januar 2013 soll es vorgestellt werden.