Der Amoklauf von Newtown im US-Bundesstaat Connecticut hat Konsequenzen für den Waffenhersteller Bushmaster. Der US-Finanzinvestor Cerberus Capital Management trennt sich laut einer Mitteilung von der Freedom Group, zu der Bushmaster firearms gehört. Der Finanzkonzern hatte Bushmaster 2006 gekauft und mit anderen Unternehmen in der Freedom Group aufgehen lassen.

Die Führung äußert sich schockiert und tief betroffen von der Tat des 20-Jährigen , der am Freitag in einer Grundschule von Newtown 20 Kinder, sechs Erwachsene und sich selbst erschossen hatte. Eine der Waffen des Amokläufers war von Bushmaster, ein halbautomatisches Gewehr, mit dessen Kriegsversion auch Nato-Armeen im Vietnamkrieg ihre Soldaten ausstatteten.

Man könne die Verluste nicht ermessen, die der Amoklauf den Familien und Freunden der Opfer zugefügt habe, schrieb Cerberus . Die Unternehmensführung geht in der Mitteilung auch auf die begonnene Debatte über das Waffenrecht ein und gibt bekannt, sie werde sich nicht daran beteiligen.

Aufgabe von Cerberus sei, im Auftrag von Kunden zu investieren und Pensionen zu sichern, hieß es – etwa von Beschäftigten des öffentlichen Sektors.

Cerberus steht unter Druck des kalifornischen Lehrerpensionsfonds CalSTRS , der – mit Stand Ende März – mehr als 750 Millionen Dollar bei dem Finanzinvestor angelegt hatte.

Der Verkauf der Freedom Group werde unverzüglich beginnen, hieß es. Das Massaker von Newtown hatte weltweit Entsetzen ausgelöst. In den USA mehren sich Stimmen, das Waffenrecht zu verschärfen.