WerksschließungOpel entscheidet über Zukunft des Bochumer Werks

Für die 3.000 Beschäftigten des Opel-Werks Bochum könnten heute die schlimmsten Befürchtungen wahr werden: Die Geschäftsleitung verkündet möglicherweise das Aus. von dpa

Auf einer Belegschaftsversammlung verkündet die Geschäftsleitung des Opel-Werks Bochum an diesem Montag möglicherweise das endgültige Aus für das 50 Jahre alte Werk im Ruhrgebiet. Am Wochenende hatte der Betriebsrat mitgeteilt, dass die Geschäftsleitung mit dem geplanten Auslaufen der Zafira-Produktion nach 2016 keine Perspektiven für Bochum mehr sehe . Damit würden mehr als 3.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren.

So ernst und bedrohlich sei die Lage noch nie gewesen, sagte der Betriebsratschef des Bochumer Werkes, Rainer Einenkel. Zwar liefen noch Gespräche mit der Landesregierung über Alternativen, doch diese würden zusätzlich erschwert durch die geplante Schließung des Getriebewerkes 2013.

Die Opel-Geschäftsleitung sei Einenkel zufolge fest entschlossen, das Werk zu schließen. In ihren Ankündigungen vom vergangenen Dienstag seien keine Begründungen gegeben worden, sagte der Betriebsratschef. Das Unternehmen habe signalisiert, nicht weiter verhandeln zu wollen und keine neuen Autos in Bochum zu bauen, sagte Einenkel.

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Nach Nokia jetzt Opel

Über ein Aus für den Standort wird schon seit Längerem spekuliert. Für die Stadt Bochum wäre es ein weiterer Rückschlag: 2008 hatte der Handyhersteller Nokia seine Produktion in der Stadt eingestellt , rund 2.300 Menschen verloren damals ihre Arbeit.

Opel will die Produktionskapazitäten an die gesunkene Nachfrage anpassen. Die amerikanische Konzernmutter General Motors steht unter erheblichem Druck zu Kosteneinsparungen. Seit vielen Jahren schreibt das Unternehmen in Europa rote Zahlen . Die Krise in Europa werde die Nachfrage auch in den kommenden Jahren belasten. Bis 2015 will General Motors in Europa die Gewinnschwelle erreichen.

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Leserkommentare
  1. wer wird Opel in Bochum retten?

    Niemand?

    Warum nicht Arbeitsplätze retten aber bei jeder Gelegenheit werden Bankerboni gerettet?

    Da gibt's keine gute Antwort, oder?

    Eine Leserempfehlung
  2. Von einem Unternehmen seitens nicht weniger Betriebsangehöriger zu verlangen, bis in die ferne Zukunft hinein das gleichsame Dreschen von leerem Stroh zu finanzieren, missachtet den unwiderruflichen Grundsatz, dass jegliche Bereicherung gerechtfertigt zu sein hat. Wenn man so will, lässt sich also sagen, wie überaus fest dem Konzern der General Motors Corp. in der Frage des Bestands eines Werks wie das von Opel in Bochum die Hände gebunden sind und insofern das mithin flehentlich vorgetragene Begehren, zuvörderst aus nichtigem Anlass heraus Fahrzeuge herzustellen, systematisch ausgeschlossen bleibt.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    1.Opel war mal in Sachen Marktanteil allein in Deutschland auf Augenhöhe mit VW !

    2. Dann wurde von GM Lopez als eiserner Besen installiert.
    Resultat, Kostensenkungen auf Kosten der Qualität, massive Mängellisten, unzufriedene Käufer der Ruf war runiert.

    3. Erst danach brachen die Marktanteile massiv ein u.a. in Deutschland und so dümpelt Opel bis heuzte ca. auf dem halben Niveau, das z.B. VW heute hat in Deutschland.
    Vom Lopez Schock hat sich Opel nie wieder richtig erholt und ist jetzt wie alle anderen Autobauer seit 2008 zusätzlich in die Finanz-/Eurokris geschlittert.

    4. Die Schwierigkeiten waren aber nicht nur an Lopez festzumachen sondern zum Teil systematisch, weil sich der Mutterkonzern GM in Detroit anmaßte, aus amerikanischer Sicht zu entscheiden, was europäische Käufer angeblich wollen...auch das musste schief gehen, europäische Maktkenner wurden abserviert.

    5. Als zudem die asiatischen Märkte hoch interessant wurden, hat GM Opel systematisch ausgesperrt von diesenm lukrativen Märkten ! Und damit war Opel eigentlich schon so gut wie tot...

    6. Bis heute saugt GM noch das technische Know How aus den europäischen Entwicklungszentren z.B. Rüsselheim aus, hält den Daumen auf die Patente und hat noch ganz frech als Sie selbst von Obamas Steuergeld gerettet werden mussten ein geplanten (Schein)verkauf von Opel arangiert, den Sie dann ganz dreist extrem kurzfristig wieder abgeblasen haben.

    Fazit. Hier wurde von GM die Marke Opel systematisch ausgeblutet !

  3. 1.Opel war mal in Sachen Marktanteil allein in Deutschland auf Augenhöhe mit VW !

    2. Dann wurde von GM Lopez als eiserner Besen installiert.
    Resultat, Kostensenkungen auf Kosten der Qualität, massive Mängellisten, unzufriedene Käufer der Ruf war runiert.

    3. Erst danach brachen die Marktanteile massiv ein u.a. in Deutschland und so dümpelt Opel bis heuzte ca. auf dem halben Niveau, das z.B. VW heute hat in Deutschland.
    Vom Lopez Schock hat sich Opel nie wieder richtig erholt und ist jetzt wie alle anderen Autobauer seit 2008 zusätzlich in die Finanz-/Eurokris geschlittert.

    4. Die Schwierigkeiten waren aber nicht nur an Lopez festzumachen sondern zum Teil systematisch, weil sich der Mutterkonzern GM in Detroit anmaßte, aus amerikanischer Sicht zu entscheiden, was europäische Käufer angeblich wollen...auch das musste schief gehen, europäische Maktkenner wurden abserviert.

    5. Als zudem die asiatischen Märkte hoch interessant wurden, hat GM Opel systematisch ausgesperrt von diesenm lukrativen Märkten ! Und damit war Opel eigentlich schon so gut wie tot...

    6. Bis heute saugt GM noch das technische Know How aus den europäischen Entwicklungszentren z.B. Rüsselheim aus, hält den Daumen auf die Patente und hat noch ganz frech als Sie selbst von Obamas Steuergeld gerettet werden mussten ein geplanten (Schein)verkauf von Opel arangiert, den Sie dann ganz dreist extrem kurzfristig wieder abgeblasen haben.

    Fazit. Hier wurde von GM die Marke Opel systematisch ausgeblutet !

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte Opel | General Motors | Nokia | Auto | Betriebsrat | Landesregierung
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