Computerspiel : Atari stellt Insolvenzantrag in den USA

Mit Computerspielen wie "Pong" und "Asteroids" ist Atari berühmt geworden, die Insolvenz hat das nicht verhindert. Mithilfe neuer Investoren soll Atari saniert werden.

Das Computerspielunternehmen Atari hat Insolvenzantrag für sein Geschäft in den USA gestellt. Die US-Tochter Atari Inc. und drei weitere Firmen reichten die entsprechenden Unterlagen am späten Sonntag in New York ein.

Atari hat schon lange Schwierigkeiten. Zuletzt hatte es laut der Los Angeles Times massive Probleme bei der Finanzierung von Projekten gegeben, die sich mitten in der Entwicklung befinden – insbesondere bei einem Echtgeldglücksspiel namens Atari Casino. Das mehr als 30 Jahre alte Unternehmen, das mit Spielen wie Pong oder Asteroids einst an den Anfängen der Computerspielindustrie stand, will sich unter Schutz vor seinen Gläubigern sanieren.

Der Großteil des Atari-Geschäfts liegt in den USA, der Konzernsitz ist in Paris. Nach Informationen der L.A. Times ist geplant, das US-Geschäft von der französischen Mutterfirma abzutrennen und es mit dem Geld neuer Investoren eigenständig fortzuführen. Die Zukunft von Atari solle unter anderem in mobilen Spielen liegen. Es seien bereits mehrere Millionen Dollar für die Fortführung des Geschäfts gesichert worden.

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Kommentare

11 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Atari war super

Atari ist leider ein frühes Opfer der rauen oder brutalen Strategien am PC Markt geworden. Dabei hatten die für mich sogar bei der Einführung des Falcon und auch noch lange danach die Nase weit vorn. Das System war einfach, bedienerfreundlich lief stabil und ohne Probleme und man konnte über den DSP Chip Sachen damit machen, von denen auf Windows Systemen nur geträumt werden konnte. Jedenfalls in den Bereichen Musik und Multimedia Bearbeitung. Und man konnte bereits damals externe SCSI Festplatten an den Rechner anschließen. Trotzdem rümpfte jeder die Nase wenn man das Wort Atari überhaupt nur in den Mund nahm. Weil die "amtlichen" Office Systeme natürlich nur auf Windows zu haben waren. Natürlich hat die Firma selbst auch Fehler gemacht. Der Vorteil den das System hatte: nämlich das integrierte Betriebssystem war vielleicht auch sein größter Nachteil weil das nämlich kaum updatefahig war.
Ich muss trotzdem sagen: Ich habe mir jetzt ein Windows 8 System auf einen 64 Bit Rechner ausgespielt und ärgere mich nur. Obwohl ich alle automatischen Wartungsfunktionen abgeschaltet habe braucht der Rechner 5-7 Minuten bevor ich flüssig damit arbeiten kann. Ich fände es schön wenn es sowas wie den Atari wieder geben würde: Anmachen und 20 Sekunden später ist alles erledigt und man kann loslegen, ohne von einem Betriebssystem ausgebremst zu werden, das man überhaupt gar nicht mehr kontrollieren kann in dem was es macht.

Öhm...

" Ich fände es schön wenn es sowas wie den Atari wieder geben würde: Anmachen und 20 Sekunden später ist alles erledigt und man kann loslegen, ohne von einem Betriebssystem ausgebremst zu werden, das man überhaupt gar nicht mehr kontrollieren kann in dem was es macht. "

Also, auf meinem durchaus schon etwas betagten Rechner dauert es in etwa diese Zeit (okay, meinetwegen: vielleicht sind's auch 30 Sekunden), bis mein 64-Bit Betriebssystem vollständig da ist. Allerdings wird selbiges auch von mir kontrolliert und nicht umgekehrt. Tja, irgendwie wiederholt sich Geschichte manchmal... nur kann Linux als solches nicht pleite gehen ;-)

Back on topic:

Ja, bei dem Begriff "Atari" werden Erinnerungen wach. Aber dass "die Firma auch Fehler gemacht" habe ist eine grandiose Untertreibung. Das war eine ähnliche Geschichte wie bei Commodore und seinen Amigas: Man hatte sich auf den Erfolgen der (damaligen) Vergangenheit ausgeruht und schlicht den "Gegner", d.h. die IBM-Kompatiblen, wie man das damals nannte, dramatisch unterschätzt.

möchte wissen woran das liegt...

Das Booten geht relativ flott. Aber danach "passieren" (anders kann ich´s nicht ausdrücken)dauernd noch irgendwelche Plattenzugriffe und der Rechner ist mit was weiß ich nicht beschäftigt. Ich kann manchmal noch nicht einmal einen Ordner oder ein Laufwerk öffnen, ohne dass diese Warteschleife erscheint. Und auch im Browser geht flüssig gar nichts. Nach etwa 6 Minuten ist alles normal und ich habe ein schnelles Betriebssystem.
Was die Unterschätzung der IBM kompatiblen angeht stimme ich Ihnen zu. Die haben das zu großen Teilen selber verbockt. Dazu kommt aber auch schon in der Zeit die hochaggressive Marketingstrategie der IBM kompatiblen um es mal so auszudrücken. Jedenfalls ist es schade. Die grafische Oberfläche bei Windows war erst lange lange später da, wo man mit den Falcons bequem und flüssig arbeiten konnte.