AutoindustrieFrankreich drängt Peugeot zur Opel-Übernahme

Um VW Konkurrenz zu machen, will die französische Regierung offenbar den PSA-Konzern zum Kauf von Opel bewegen. Offen ist, wie eine Übernahme finanziert werden soll.

Die französische Regierung drängt nach einem Bericht der Zeitung Le Monde den Autokonzern Peugeot-Citroën (PSA) zur Übernahme des kriselnden Konkurrenten Opel. Das Blatt beruft sich dabei auf Quellen im Finanzministerium sowie aus dem Umfeld von Präsident François Hollande.

Ziel der Allianz der beiden angeschlagenen Unternehmen solle eine Allianz gegen Europas größten Autohersteller Volkswagen sein, so die Zeitung. Ein Sprecher von Peugeot Deutschland wollte den Bericht nicht kommentieren, Opel war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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General Motors (GM) würde Le Monde zufolge einer Übernahme nur dann zustimmen, wenn Peugeot-Citroën Opel direkt aufkauft. Wie PSA einen solchen Kauf finanzieren wollte, ist allerdings fraglich: Der Konzern wird voraussichtlich bis 2014 monatlich einen dreistelligen Millionenbetrag Verlust machen. Erst Ende Oktober hatte Frankreichs Regierung die PSA-Finanzsparte mit sieben Milliarden Euro Garantien stützen müssen.

Strategische Allianz mit GM

Bereits im Februar vergangenen Jahres hatten PSA und die Opel-Mutter General Motors eine strategische Allianz geschlossen, GM war mit sieben Prozent bei den Franzosen eingestiegen. Seitdem war über eine Fusion von PSA und Opel spekuliert worden.

Im Dezember hatten PSA und Opel zudem eine engere Zusammenarbeit beschlossen: Sie wollen ihren Einkauf in einem Gemeinschaftsunternehmen bündeln und drei Fahrzeugprojekte zusammen entwickeln.

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Leserkommentare
    • deDude
    • 08. Januar 2013 13:13 Uhr

    "Ziel der Allianz der beiden angeschlagenen Unternehmen solle eine Allianz gegen Europas größten Autohersteller Volkswagen sein, so die Zeitung. Ein Sprecher von Peugeot Deutschland wollte den Bericht nicht kommentieren, Opel war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen."

    Und wenn beide sich gegenseitig soweit in den Abgrund getrieben haben das keiner mehr alleine nach oben kommt kommt ein chinesischer Investor und lacht sich ins Fäustchen...

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    ..haben sich schon an vielen Marken die Nase blutig gemacht. Volvo lauft für Geely nicht. Und das Abenteuer Mit Rover/MG hat sich für die Chinesen nicht gelohnt. daher haben sie auch Saab nicht gekauft. Außerdem: was haben Peugeot und Opel - was die Chinesen nicht schon haben. Außerdem vrekauft GM Opel-Konstruktionen (Insignia/Astra) unter dem Lable BUIK in China. Die geben keine lizenzen preis! No way!

  1. meinen, Sie müssten mal wieder in die Wirtschaft eingreifen, kann man sich vorstellen, in welchem Land die "Synergieeffekte gehoben" werden und wo folglich die Arbeitsplätze verschwinden.

    Wenige "Nationale Champions" werden mit Staatsknete gepampert, um das lustige Selbstbild von der "Grande Nation" aufrechtzuerhalten.

    3 Leserempfehlungen
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    • peter.n
    • 08. Januar 2013 15:34 Uhr

    Verstehe Ihren Kommentar nicht. Hat Deutschland mit der Abwrackprämie nicht auch die Automobilbranche (allen voran VW) subventioniert auf Kosten der Steuerzahler?

    > meinen, Sie müssten mal wieder in die Wirtschaft eingreifen

    Und wenn andere das machen, dann sind es böse Sozialisten?

    • wolki
    • 08. Januar 2013 14:45 Uhr
    11. Aha!!

    Habe ich mir irgendwie schon lange gedacht, dass das kommen wird. Seit geraumer Zeit stelle ich fest, dass Autohäuser beide Marken zwar räumlich getrennt aber doch zusammmen betreiben. Zwei Verkaufshäuser aber eine gemeinsame Werkstatt u.s.w. .Und wenn ich mir die schicken neuen Rundinstrumente in den neuen Opelmodellen anschaue, erinnern die mich doch stark an die in den aktuellen Peugeot Autos. Denke, dass da schon lange dran rumgedoktert wird und die Idee des Opelkaufs schon lange hinter verschlossenen Türen verhandelt worden ist.

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    Opel-Händler waren ja mal große Betriebe. Als das mit Opel allein nicht mehr ging, haben die Opel-Händler auch andere marken aufgenommen. Vorzugsweise Hyundai. Manche auch Ford. weshalb nicht Peugeot, wenn der lokale Markt das hergibt? das hat mit ähnlichen Armaturen nun gar nichts zu tun!

  2. Wenn die sich jetzt Opel einverleiben, dann bauen die nicht nur günstige Autos, sondern tun sich noch die Opel-langeweile einverleiben.

  3. Ich bezweifel das.
    Die wollten das nur als Sie kurz vor der Pleite standen. Die brauchen die doch als Innovationsschmiede. Die wissen auch, das auf Lange sicht es fraglich ist ob der Pick-Up Chevoret Silverado oder ähnliches auf lange Sicht auf Platz zwei der US-Zulassungsstatistik sein wird. Nach dem Pick Up Ford F-150.

    Eine Leserempfehlung
    • peter.n
    • 08. Januar 2013 15:34 Uhr

    Verstehe Ihren Kommentar nicht. Hat Deutschland mit der Abwrackprämie nicht auch die Automobilbranche (allen voran VW) subventioniert auf Kosten der Steuerzahler?

    > meinen, Sie müssten mal wieder in die Wirtschaft eingreifen

    Und wenn andere das machen, dann sind es böse Sozialisten?

    Eine Leserempfehlung
    • Calzone
    • 08. Januar 2013 16:37 Uhr

    Was soll eine Opel-Übernahme PSA bringen? Bessere Einkaufsbedingungen? Patente? Darin liegt nicht deren Problem, sondern am schwächelnden Absatzmarkt Europa. Aber genau dieses Problem hat eben auch Opel!
    PSA sollte alles daran setzen in den Wachstumsmärkten der Zukunft Fuß zu fassen.

  4. ...und darüber hinaus noch den Markennamen Opel "abverkaufen"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, tis
  • Schlagworte Frankreich | Autoindustrie | Opel | Volkswagen | Finanzministerium | General Motors
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