Die Logistikkonzerne United Parcel Service (UPS) und TNT Express können nicht wie geplant fusionieren. Die europäische Wettbewerbsbehörde hat ein Veto gegen das Vorhaben eingelegt, teilte die EU-Kommission mit. Die Kartellwächter rund um EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia kritisierten die beherrschende Marktstellung eines fusionierten Konzerns.

Nach Ansicht der EU-Kommission hätte es nach dem Zusammenschluss zu wenig Wettbewerb in Europa gegeben. In 15 EU-Ländern hätte es durch die Übernahme nur noch zwei oder drei Anbieter gegeben. Das hätte wiederum zu Preissteigerungen geführt, kritisierten die Kartellwächter.

Von dem Verbot dürfte der Konkurrent Deutsche Post DHL ebenso wie das US-Unternehmen FedEx profitieren. UPS wollte den niederländischen Konkurrenten für 5,2 Milliarden Euro übernehmen und damit zu DHL aufschließen. Die Fusionspartner hatten gegenüber Brüssel zwar Zugeständnisse gemacht; diese reichten aber nicht aus. Gegen das Nein aus Brüssel könnten die Konzerne vor dem Europäischen Gerichtshof klagen.