Google-ChefEric Schmidt will nach Nordkorea reisen

Google-Chef Eric Schmidt plant einen "privaten Besuch" in Nordkorea. Angeblich will er eine humanitäre Aktion unterstützen. Das US-Außenministerium ist wenig begeistert.

Google-Chef Eric Schmidt während einer Veranstaltung in Tokio

Google-Chef Eric Schmidt während einer Veranstaltung in Tokio  |  © Kim Kyung-Hoon/Reuters

Der Verwaltungsratschef von Google, Eric Schmidt, will nach südkoreanischen Angaben demnächst nach Nordkorea reisen. Die Behörden seien informiert worden, dass er einen "privaten Besuch" in Nordkorea plane, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Außenministeriums. Weder der Termin noch der genaue Grund der Reise seien bekannt.

Mehrere Medien hatten berichtet, Schmidt wolle nach Nordkorea reisen, um eine humanitäre Mission des früheren Gouverneurs von New Mexico, Bill Richardson, zu unterstützen. Richardson ist mit der Lage in dem abgeschotteten Staat vertraut. Er hat in den vergangenen 20 Jahren mit den dortigen Behörden über die Freilassung mehrerer festgenommener US-Bürger verhandelt.

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Es ist unklar, ob die Delegation mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un zusammentreffen wird. In seiner Neujahrsansprache hatte Kim eine "radikale Wende" in der Politik seines Landes angekündigt.

US-Außenministerium findet Reise "nicht konstruktiv"

Das US-Außenministerium kritisierte Schmidts geplante Reise als "nicht konstruktiv". Außenamtssprecherin Victoria Nuland sagte: "Offen gesagt, wir halten die zeitliche Planung nicht für besonders hilfreich." Der Google-Chef bringe "keine Botschaft" der US-Regierung.

Schmidt war bis April 2011 Vorstandsvorsitzender von Google, danach wechselte er in den Verwaltungsrat. Seit 2009 gehört er zum Beraterteam des US-Präsidenten Barack Obama in Technologiefragen. Außerdem lehrt er an der Stanford University.

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Leserkommentare
    • vonDü
    • 04. Januar 2013 17:52 Uhr

    hat bisher am Besten durch Annäherung funktioniert.

    Die "konstruktiven" Beiträge der amerikanischen Außenpolitik; Ächtung, Isolation, Aushungern, verfehlen ihre Ziele regelmäßig, weswegen jeder alternative Ansatz zu begrüßen ist.

    Eine Leserempfehlung

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, nf
  • Schlagworte Eric Schmidt | Google | Barack Obama | Bill Richardson | Nordkorea | Medien
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