AutoherstellerVW-Manager Neumann wird Opel-Chef

Der Auto-Manager Karl-Thomas Neumann wird neuer Vorstandschef von Opel. Der frühere VW-Manager wird zudem in den GM-Vorstand einziehen.

Der frühere VW-Spitzenmanager Karl-Thomas Neumann wird zum 1. März 2012 neuer Chef des kriselnden Autoherstellers Opel. Der Aufsichtsrat berief den 51-jährigen früheren VW-Manager zum Vorstandsvorsitzenden.

Neumann wird zudem Aufsichtsratschef Steve Girsky als Präsident von GM Europe ablösen und zieht in den Vorstand der Opel-Mutter General Motors (GM) ein. "Er wird eine Schlüsselrolle in der weltweiten Führung von GM spielen", teilte das Unternehmen mit. Der Manager habe in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass er Unternehmen wieder auf den Wachstumspfad führen und profitabel machen könne.

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An der Spitze des Autobauers übernimmt der gelernte Elektroingenieur wie erwartet den Posten von Interimschef Thomas Sedran, der Strategievorstand bleibt. Sedran hatte die Opel-Führung Mitte Juli 2012 nach dem Rauswurf des glücklosen Karl-Friedrich Stracke übergangsweise übernommen.

Auf Neumann, der zuletzt zwei Jahre lang die Geschäfte für VW in China leitete, wartet eine Herausforderung: Er soll den Autohersteller, der seit Jahren Verluste schreibt und massiv unter der aktuellen Absatzkrise in Europa leidet, bis zur Mitte des Jahrzehnts wieder in die Gewinnzone führen. Opel belasten – wie andere Autohersteller in Europa auch – überschüssige Produktionskapazitäten. Das Traditionsunternehmen will spätestens 2016 sein Werk am Standort Bochum schließen.

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Leserkommentare
  1. Der wievielte Vorstand in den letzten 20 Jahren?

    Solange OPEL keine wirkliche Eigenständigkeit erhält, wird das nichts. Wie es funktionieren kann, zeigt VW mit AUDI, SEAT und SKODA. Hoffentlich bringt Herr Neumann den Amerikanern dies mal bei.

  2. Allen voran die Doktorarbeit Rosa Luxemburgs verboten eigenmächtig gleichsam zu entbeinen, indem deren notwendige und seit über einhundert Jahren geltende Kritik an lediglich fiktiv bestehenden Abhängigkeiten als Ausdrücke realer Beziehungen innerhalb moderner Gesellschaften aufgefasst werden, zeugt von nichts Geringerem, als sich um die nach wie vor zu erfüllenden Voraussetzungen von Industriearbeit fälschlich einen Teufel zu scheren. Es nimmt daher nicht Wunder, wenn angesichts dessen ohne Unterlass in derselben weltabgewandten Weise die schiere Mär geradezu massenhaft davon verbreitet wird, wie wenig eigenständig beispielsweise die Adam Opel AG vorgeblich sei und dadurch der auch dort garantierten Entfaltung menschlicher Arbeitskraft der vom Grundgesetz untersagten Willkür frontal zuwider seitens Dritter nach Belieben Grenzen gesetzt werden.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, tis
  • Schlagworte Karl-Thomas Neumann | Opel | Autohersteller | Aufsichtsrat | Unternehmen | Verlust
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