Zugverkehr Siemens wechselt ICE-Chef aus
Noch immer wartet die Bahn auf neue ICE-Züge. Hersteller Siemens zieht deswegen Konsequenzen: ICE-Chef Brockmeyer muss gehen. Ein neuer Liefertermin wurde nicht genannt.
© Roland Weihrauch/dpa

In der Siemens-Fabrik in Krefeld wird an einem ICE-Zug gearbeitet.
Wegen Verspätungen bei der Auslieferung der neuen ICE-Züge muss Ansgar Brockmeyer, der Chef der Siemens-Sparte Hochgeschwindigkeits- und Regionalzüge, seinen Posten räumen. Das sagte ein Siemens-Sprecher und bestätigte damit Informationen des Handelsblatts. Nachfolger wird zum 1. Februar Jürgen Wilder, derzeit Strategiechef des neuen Infrastruktur- und Städtesektors. Brockmeyer soll eine andere Aufgabe im Konzern übernehmen, hieß es.
Siemens-Chef Peter Löscher hatte dem Chef der Deutschen Bahn Rüdiger Grube versprochen, acht neue ICE 3 des Typs Velaro rechtzeitig zum Winter zu liefern. Nachdem der bereits verschobene Termin nicht eingehalten werden konnte, zeigte sich auch Verkehrsminister Peter Ramsauer verärgert und über das gebrochene Versprechen "stocksauer".
Der Siemens-Chef hatte auf der Hauptversammlung vergangene Woche eingeräumt, dass sein Konzern seinen "Teil der Verantwortung" habe. Einen Teil der Schuld für die verspätet gelieferten ICE-Züge gab Löscher aber auch der Politik. Das ICE-Debakel kostete Siemens im vergangenen Quartal 116 Millionen Euro. Einen neuen Liefertermin nannte der Hersteller nicht.
An diesem Donnerstag sollen die Probleme bei der Zulassung laut Handelsblatt bei einem Spitzentreffen von Verkehrsminister Ramsauer, Bahn-Chef Grube, EBA-Chef Gerald Hörster und Vertretern der Bahnindustrie erörtert werden. Die Runde solle Entscheidungen treffen zur Beschleunigung und Vereinfachung der Zulassungsverfahren.
- Datum 31.01.2013 - 08:32 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
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Ist das nicht die Bank mit angegliederten Elektronikkonzern??
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