Nach Jahren rückläufiger Umsätze gibt es beim Internetunternehmen Yahoo Hoffnungen auf eine Trendwende: Der Umsatz im vierten Quartal verbesserte sich um 2 Prozent auf 1,35 Milliarden Dollar. Damit hat Yahoo nach eigenen Angaben erstmals seit vier Jahren wieder zugelegt beim Umsatz.

Grund für das wachsende Geschäft waren höhere Einnahmen aus der Suchmaschine und den sonstigen Geschäftsfeldern. Die Erlöse aus grafischen Werbeanzeigen hingegen schrumpften leicht. Der Gewinn von Yahoo sank wegen des 100 Millionen Dollar teuren Rückzugs aus Südkorea um 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf unterm Strich 272 Millionen Dollar.

Mit den Geschäftszahlen übertraf Yahoo trotzdem die Erwartungen der Analysten. Nachbörslich stieg die Aktie um 2 Prozent.

"Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber wir sehen erste positive Trends", sagte Yahoos Chefin Marissa Mayer. Sie sei stolz auf das Erreichte. Aufs Gesamtjahr gesehen sei es das erste Mal seit vier Jahren, dass Yahoo beim Umsatz zugelegt habe.

Mayer soll Yahoo wieder nach oben bringen

Yahoos Verwaltungsrat hatte Mitte vergangenen Jahres die Managerin Mayer vom Rivalen Google abgeworben. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Yahoo wieder zu einer der ersten Adressen im Internet zu machen. Dazu engagierte sie ein neues Führungsteam, schloss unrentable Konzernbereiche wie den in Südkorea und will mit neuen Diensten und Inhalten die Nutzer wieder an Yahoo binden.

Zu den erfolgreichen Produkten des Konzerns gehören Yahoo Mail und die Fotoplattform Flickr. Beide Dienste sind überarbeitet worden mit besonderem Augenmerk auf die Handhabung auf Smartphones. "Das mobile Geschäft ist enorm wichtig für uns", sagte Mayer. Im vergangenen Quartal ging sie zudem Kooperationen mit den US-Fernsehsehsendern NBC und CBS ein.

Haupteinnahmequelle von Yahoo ist die Werbung. Das sind zum einen bezahlte Links bei der Suchmaschine. Hier arbeitet Yahoo mit Microsoft zusammen und nutzt die Technik von deren Suchmaschine Bing. Langsam scheinen sich Erfolge zu zeigen in höheren Werbeeinnahmen. Das wirtschaftlich bedeutendere Geschäft ist jedoch die sogenannte Display-Werbung mit grafischen Anzeigen. Größte Konkurrenten sind hier Google und Facebook.