AutobauerOpel garantiert Standort Bochum bis 2016

Der Opel-Standort in Bochum erhält eine Gnadenfrist: Noch drei Jahre laufen in dem Werk Autos vom Band. Wie viele Arbeitsplätze es bis dahin bleiben, ist noch offen.

Im Opel-Werk in Bochum gibt es noch zwei Jahre lang Arbeit. "Bis mindestens 2016 laufen in dem Werk noch Autos vom Band", sagte Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug am Donnerstag. Darauf hätten sich das Unternehmen und Arbeitnehmervertreter nach monatelangen Verhandlungen geeinigt.

Der Kündigungsschutz wird demnach bis Ende 2016 verlängert. Bis dahin seien auch Werksschließungen ausgeschlossen. Was die Arbeitnehmer im Gegenzug angeboten haben, wurde zunächst nicht gesagt.

In Bochum werde eine Komponentenfertigung angesiedelt, sagte Schäfer-Klug. Zudem habe man vereinbart, dass Arbeitsplätze im vierstelligen Bereich erhalten bleiben. Mit dem Ende der Autoproduktion werde den Beschäftigten für zwei Jahre der Übergang in eine Transfergesellschaft angeboten, sagte Schäfer-Klug. Zuletzt beschäftigte Opel noch etwa 3.300 Menschen in Bochum.

Seit Juni 2012 hatten das Management, die IG Metall und der Betriebsrat über ein Sparprogramm für den defizitären Autobauer verhandelt. Opel leidet unter der Absatzkrise in Europa, fährt massive Verluste ein und muss die Kosten daher drücken. Die US-Mutter General Motors (GM) erwartet zur Mitte des Jahrzehnts wieder schwarze Zahlen in Europa.

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Leserkommentare
  1. so sehr hoffe ich, das der Bund und die Länder hart bleiben und Opel nicht wieder mit hunderten von Millionen retten.

    Der Automarkt wird sowieso noch lustig werden, wenn die Chinesen mal mit einem guten Produkt auf den Markt drängen.

    Eine Leserempfehlung
  2. "Opel garantiert Standort Bochum bis 2016" - und wer garantiert dass es Opel bis dahin gibt? Die amerikanische Muttergesellschaft?
    Ich garantiere dass ich jedem 500 000 Euro gebe der mich in hundert Jahren daran erinnert!

  3. Sich keinen Deut um die Universalität zu scheren, was Arbeit industriell weltweit begründet, sägt gleichsam am eigenen Ast, auf dem besagte Frevler bislang noch selbst sitzen. Die Frage kann insofern einzig sein, wann Letztere zum Wohle aller an ihr Ende gekommen sind und keinesfalls, ob ein Unternehmen wie nicht zuletzt die Adam Opel AG derlei groben Unfug, mit dem sie nachweislich nicht im Entferntesten etwas zu tun hat, gegenwärtig überstehen kann.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte Bochum | Opel | IG Metall | Arbeit | Auto | Band
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