Stahlkonzern : ThyssenKrupp plant mindestens 2.000 Entlassungen

Bis 2014 verlieren mindestens 2.000 Mitarbeiter bei Deutschlands größtem Stahlkonzern ihren Job. Die Zahl der Entlassungen könnte sich durch Verkäufe noch verdoppeln.
Ein Mitarbeiter von ThyssenKrupp arbeitet an einem Hochofen in Duisburg. © Ina Fassbender/Reuters

Der in die Krise geratene Industriekonzern ThyssenKrupp wird mindestens 2.000 Mitarbeiter entlassen. Von dem Stellenabbau sei das europäische Stahlgeschäft mit derzeit insgesamt rund 27.600 Mitarbeitern betroffen.

Durch mögliche Verkäufe könne sich die Belegschaftszahl um weitere 1.800 Mitarbeiter reduzieren, teilte der Konzern mit. Die Entlassungen sollen bis zum Geschäftsjahr 2014/15 umgesetzt sein.

ThyssenKrupp will insgesamt rund 500 Millionen Euro einsparen. Die Sparte Steel Europe solle damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Gesamtkonzerns leisten.

Verluste und Skandale

Deutschlands größter Stahlkonzern hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von fünf Milliarden Euro verbucht. Hintergrund waren Abschreibungen auf das Übersee-Stahlgeschäft mit Werken in Brasilien und den USA. Für mehr als 2.000 Mitarbeiter wurde bereits im August Kurzarbeit eingeführt.

Zudem hat das Unternehmen mit den Folgen illegaler Kartellabsprachen, Korruptionsvorwürfen, Schadenersatzforderungen und einem Zerwürfnis des Aufsichtsrats mit dem ehemaligen Management zu kämpfen.

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Kommentare

5 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Gerechtigkeit ist doch eine gute Sache!

"Zudem hat das Unternehmen mit den Folgen illegaler Kartellabsprachen, Korruptionsvorwürfen, Schadenersatzforderungen und einem Zerwürfnis des Aufsichtsrats mit dem ehemaligen Management zu kämpfen"

Mitarbeiter haben dem armen Unternehmen diese Schwierigkeiten eingebracht, da ist es ja nur gerecht, wenn dafür auch welche entlassen werden. Zumal solche, die man (aus reiner Sozial-romatik) mitgeschleppt hat, vielleicht schon seit Jahren!