VWWinterkorns Jahresgehalt sinkt auf 14,5 Millionen

Der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen erhält erneut ein Gehalt in zweistelliger Millionenhöhe. VW gab zuvor für 2012 einen Rekordgewinn bekannt.

Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen (Archivbild)

Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen (Archivbild)   |  © Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images

Volkswagen zahlt seinem Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn für das Geschäftsjahr 2012 ein Gehalt von 14,5 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte Winterkorn ein Rekordgehalt von 17,5 Millionen Euro bekommen. Insgesamt erhalte die VW-Führungsspitze für 2012 rund 56 Millionen Euro, teilte der Konzern mit.

Dazu beschloss der Aufsichtsrat ein neues Vergütungssystem für den Vorstand. Nach den zuletzt gültigen Kriterien hätte Winterkorn rund 20 Millionen Euro bekommen.

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Gleichzeitig gab VW den höchsten Gewinn seiner Geschichte bekannt. Demnach stieg der Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um 38,5 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um zwei Prozent auf 11,5 Milliarden Euro.

Ein Großteil des Gewinns kommt durch Neubewertungen im Zusammenhang mit der Porsche-Übernahme zustande. Analysten hatten mit einem Gewinn dieser Höhe gerechnet. Dennoch fiel die VW-Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen um 6,4 Prozent auf ein Zweieinhalb-Monats-Tief von 163,60 Euro.

Bereits 2011 hatte der Zwölf-Marken-Konzern wegen Sondereffekten in der Bilanz unter dem Strich mit knapp 16 Milliarden Euro so viel Gewinn eingefahren wie kein deutsches Unternehmen zuvor. Die Aktionäre und die Belegschaft erwarten nun höhere Beteiligungen. Die Dividende für 2012 soll um 50 Cent auf 3,50 Euro je Stamm- und 3,56 Euro je Vorzugsaktie angehoben werden.

2012 hatte VW weltweit zum ersten Mal mehr als neun Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Den Umsatz steigerte der Konzern um mehr als ein Fünftel auf 192,7 Milliarden Euro. Die vollständigen Zahlen will Volkswagen zur Bilanzvorlage am 14. März bekanntgeben.

Für 2013 rechnet der Konzern mit schwierigeren Geschäften.

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Leserkommentare
  1. ...diese Nachricht trifft mich hart.

    Vielleicht können wir, wir alle gemeinsam, diesem Mann helfen, indem wir ein Spendenkonto einrichten, um ihn finanziell zu unterstützen?

    Ein Einbruch von 3 Millionen Euro im Jahres-Salär...

    ...uff, das würde auch mich hart treffen.

    Meine Gedanken und Gebete sind bei Herrn Winterkorn.

    13 Leserempfehlungen
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    als im Jahr zuvor.

    Jetzt würden nämlich nur 62.350.000 € in die Staatskasse fließen, wenn - was wir annehmen können - Herr Winterkorn nicht die besten Steuerberater Deutschlands auf seiner Seite hätte...

    Wer zahlt von den Reichen/Superreichen eigentlich den derzeitigen Spitzensteuersatz von 43%? Wie viele darunter machen sich auf völlig legale Weise "arm".
    Das ist eigentliche Kehrseite der Medaille, über die die Medien diskret hinweg schweigen!

    Und darüber schweigt besonders laut Herr Steinbrück, wie der eigentlich an die geplante 49% Steuererhöhung für die Reichen rankommen will - ohne tiefgreifende Steuerreform.

  2. Man könnte ja mal die Vorstandbezüge auf 6 Millionen statt 56 beschränken (es bleibt ja für die 9 Personen immer noch genug für zwei warme Mahlzeiten und ein Dach über Kopf). Dann könnte man mal eben 1.000 Stellen mit einem Bruttojahresgehalt von 50.000 Euro schaffen bzw. erhalten. Nur so zum Vergleich.

    11 Leserempfehlungen
  3. 3. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke. Die Redaktion/kvk

    13 Leserempfehlungen
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    • 29C3
    • 22. Februar 2013 20:43 Uhr

    ist ein gutes Zeichen, offenbar sind Sie nicht von der IGM...

  4. 4. Oha...

    Damit verdient er ja noch knapp mehr als Philipp Lahm. Ist das gerechtfertigt?

    7 Leserempfehlungen
  5. "In den letzten zehn Jahren ist der Reallohn um zwei Prozent gefallen, zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland besitzen zwei Drittel des Gesamtvermögens, die ärmere Hälfte der deutschen Bevölkerung hingegen (etwa 35 Millionen Menschen) besaß im Jahr 2007 mit 103 Milliarden Euro nur 1,4 Prozent des Gesamtvermögens und damit weniger als die zehn reichsten Deutschen im selben Jahr, nämlich 113,7 Milliarden Euro."
    http://www.nachdenkseiten...

    Noch mal zum genießen:

    10 Menschen in Deutschland haben mehr Vermögen als 35 Millionen Mitbürger!!!

    8 Leserempfehlungen
  6. wie einfach man gestrickt sein muss, um die PR-Mitteilungen des VW-Konzerns inhaltlich eins zu eins zu übernehmen. Das ist das höchste Gehalt, das in Europa gezahlt wird. Es zeugt von Gier und hier klingt es nach Bescheidenheit. Das ist echt nett von der ZEIT, diese Rücksichtnahme auf den Anzeigenkunden Volkswagen!

    8 Leserempfehlungen
  7. der eine verdient 3 Mio. weniger als zuvor /da wird er wohl aufstocken müssen), der andere bekommt nur einen 3-Jahresvertrag (es drohen dann sicher Jobsuche mit über 60 und massive Einbußen bei der Rente)
    Solche Probleme aber auch.

    7 Leserempfehlungen
  8. kann VW nunmehr einen Beitrag leisten, damit die Abwrackprämie zurück gezahlt wird. Das sollte natürlich auch für alle anderen Hersteller gelten...

    Eine Leserempfehlung

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP, nf
  • Schlagworte Martin Winterkorn | Volkswagen | Aufsichtsrat | Dividende | Euro | Fahrzeug
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