InternetunternehmenGroupongründer Mason muss gehen

Der Amerikaner Andrew Mason hat Groupon zum weltweit bekannten Gutscheinportal gemacht. Wegen schwacher Börsenwerte kündigte das Unternehmen jetzt seinem Chef.

Der ehemalige Firmenchef Andrew Mason (Archivbild)

Der ehemalige Firmenchef Andrew Mason (Archivbild)

Nach einem starken Börsentief des schwächelnden Online-Schnäppchenanbieters Groupon muss Mitgründer und Firmenchef Andrew Mason seinen Posten abgeben. Das Portal, auf dem Unternehmen Rabatt-Coupons für ihre Waren und Dienstleistungen anbieten können, schrieb seit längerer Zeit rote Zahlen.

Groupon erhält beim Kauf durch die Kunden einen Teil der Einnahmen. Jedoch hatten die hohen Kosten für die Verwaltung sowie die Vermarktung des Portals immer wieder zu Verlusten geführt. Um 24 Prozent war die Aktie zuletzt abgestürzt und verlor damit rund ein Viertel an Wert.

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Nach dem Chefwechsel stieg der Wert der Aktie wieder um knapp zehn Prozent auf 4,90 Dollar an, ist jedoch immer noch weit entfernt von den ursprünglichen 20 Dollar, die sie beim Börsengang im November 2011 gekostet hatte. 

Das junge Unternehmen sucht nun einen Konzernchef, der das Geschäft wieder ankurbeln kann. Übergangsweise übernehmen Mitgründer und Verwaltungsratschef Eric Lefkofsky sowie sein Stellvertreter Ted Leonsis das Kommando.

Groupon-Chef nach Kurseinbruch: "Ich wurde heute gefeuert"

Mason schrieb in einem Brief an die Groupon-Angestellten, er sei "gefeuert" worden, sehe aber weiterhin eine Zukunft für die Firma. "Ich liebe Groupon und ich bin verdammt stolz auf das, was ich geschaffen habe." Seinen Mitarbeitern schrieb Mason: "Als Konzernchef bin ich verantwortlich. Ihr vollbringt erstaunliche Dinge bei Groupon und Ihr verdient es, dass die Außenwelt Euch eine zweite Chance gibt." Er sei da nur hinderlich. "Es ist Zeit, Groupon von dem öffentlichen Getöse zu befreien." Er nehme jetzt erst einmal eine Auszeit.

Der Abgang überraschte kaum – am wenigsten wohl Mason selbst. Immer wieder hatten Kritiker seine Ablösung gefordert. Groupon hatte seine Buchführung zuerst nicht im Griff und enttäuschte die Anleger zuletzt immer wieder mit schwachen Geschäftszahlen. Medienberichten zufolge stand Mason schon Ende November vor dem Rausschmiss, habe es damals aber noch verhindern können.

 
Leser-Kommentare
  1. ... wie die meisten interneitangebote kein wirklich lohnendes Geschäftsmodell.

    Wirklich Geld verdienen tun nur ganz wenige, und diese kassieren alle aus dem gleichen Topf - nämlich Online-Werbeausgaben.

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