Cromme-Nachfolge : Ulrich Lehner wird neuer Aufsichtsratschef von ThyssenKrupp

Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei ThyssenKrupp haben sich auf einen neuen Aufsichtsratschef geeinigt. Der ehemalige Henkel-Chef Lehner tritt die Cromme-Nachfolge an.

Neuer Aufsichtsratschef von ThyssenKrupp soll der frühere Henkel-Chef Ulrich Lehner werden. Das teilte das Unternehmen mit. Lehner folgt auf den langjährigen Vorsitzenden Gerhard Cromme, der vor wenigen Tagen überraschend zurückgetreten war. Sowohl die Arbeitgeber- als auch die Arbeitnehmervertreter hätten sich auf Lehner geeinigt, der dem Aufsichtsrat des Stahlkonzerns bereits seit 2008 als Mitglied angehört.

Lehner solle am 19. März gewählt werden, teilte ThyssenKrupp mit. Andere Mandate wie den Vorsitz des Telekom-Aufsichtsrates werde er dann niederlegen.

Der neue Aufsichtsrat werde die vom Vorstand angestoßene Neuausrichtung des Unternehmens und den damit verbundenen Kulturwandel unterstützen, hieß es in der Mitteilung weiter. Der Essener Konzern hatte zuletzt durch Fehlinvestitionen in Amerika Milliardenverluste gemacht. Zudem gab es mehrfach Vorwürfe wegen Kartellabsprachen und Korruption gegen das Unternehmen.

Verlagsangebot

Entdecken Sie mehr.

Lernen Sie DIE ZEIT 4 Wochen lang im Digital-Paket zum Probepreis kennen.

Hier testen

Kommentare

7 Kommentare Kommentieren

Kulturwandel, ganz grosses Wort!

Herr Lehner plagiert doch. Ein Herr Fitschen von der Deutschen Bank hat dieses Wort längst auch schon in seinen Sprachschatz aufgenommen. Woher haben diese Herren "Wirtschaftführer" diesen Placebo-Begriff immer her?

Nun ja, diese Inzucht in all diesen Vorständen+Aufsichtsräten+Verwaltungsräten ist ja keine Neuigkeit. Ob dieses Phänomen immer zum Wohle der Unternehmen dann dient, darf man bezweifeln.

Sowas ist bei manchen Pflanzen und Tieren nützlich, aber in vielen Lebensbereichen (auch in der Wirtschaft!) unserer Welt meist schädlich.

Wer schlägt den Kandidaten vor?

"Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei ThyssenKrupp haben sich auf einen neuen Aufsichtsratschef geeinigt."

Ich frage mich, von welcher Seite diese Personalie vorgeschlagen wurde. Wurde jemals ein Vorschlag der Arbeitnehmer-Seite gemacht ... und vielleicht sogar gewählt? Oder winken die Arbeitnehmer-Vertreter lediglich die Vorschläge der Arbeitgeber durch?