Tim Cook: Apple-Chef entschuldigt sich bei chinesischen Kunden
Chinesische Apple-Kunden fühlen sich von dem Konzern schlecht behandelt. Vorstandschef Cook hat sich jetzt für Apples Verhalten entschuldigt und Besserung versprochen.
© Carlos Barria/Reuters

Ein Apple-Geschäft in Shanghai
Apple hat sich der Macht des chinesischen Marktes gebeugt. Vorstandschef Tim Cook entschuldigte sich für die schlechte Behandlung der chinesischen Kunden durch den Konzern und für die unzureichende Garantiezeiten für Apple-Produkte in China. Ein "Mangel an Kommunikation" habe den Eindruck erweckt, dass sein Unternehmen arrogant sei und die Meinung seiner Kunden nicht zu schätzen wisse, teilte Cook in einem chinesischen Schreiben auf der Webseite mit. "Wir entschuldigen uns aufrichtig für Besorgnisse oder Missverständnisse, die dadurch bei den Kunden entstanden sind."
Der Apple-Chef ordnete eine Verlängerung der Garantiezeiten bei der Reparatur eines iPhone 4 und 4S in China um ein weiteres Jahr an. Auch erließ Cook kulantere Regelungen für den Ersatz beschädigter Geräte. Während früher nur Teile ersetzt wurden, sollen Kunden heute ein neues iPhone bekommen können, wie aus dem Schreiben hervorgeht. Der Kundenservice in China soll stärker beaufsichtigt und das Personal der Apple-Händler besser geschult werden.
Mitte März hatte das Staatsfernsehens CCTV dem Konzern in einem Bericht mangelnden Kundenservice vorgeworfen. Während Apple nicht umgehend auf die Vorwürfe reagierte, verstärkten andere Staatsmedien die Kritik. Das Parteiorgan Volkszeitung schrieb in einem Kommentar sogar, die "unvergleichliche Arroganz" von Apple bezwingen zu wollen.
Chinesische Medien begrüßen die Entschuldigung
China ist einer der wichtigsten Absatzmärkte für Apple. Cook erwartet sogar, dass die Bedeutung des Landes für den Konzern noch weiter steigen wird. "China ist derzeit unser zweitgrößter Markt, aber ich glaube, er wird unser größter – das glaube ich fest", zitierte die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua den Vorstandschef im Januar.
In einer ersten Reaktion auf die Entschuldigung sprach die chinesische Zeitung Global Times von "einem Schritt in die richtige Richtung". Zuvor hatte die chinesische Verbrauchervereinigung (CCA) das Unternehmen aufgefordert, seine Garantie-Regelungen in China zu verbessern.






Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil - und schon klappt's mit der Kundenfreundlichkeit.
...mehr als Europa und Nordamerika zusammen, da braucht man kein Marketing Manager zu sein um zu wissen, das es eine ganz schlechte Idee ist die zu verärgern.
Ausgerechnet staatlich organisierte Medien erreichen das?
Ist Kundenfreudlichkeit das neue Motto der KPCh?
"Unzureichende Garantiezeiten" gehören zu Apples Politik der programmierten Obsoleszenz, ebenso wie Geräte, die bewusst nicht reparierbar sind (z.B. dank Spezialschrauben), nicht nur in China.
www.ifixit.com/blog/2011/...
www.cultofmac.com/77814/i...
In diesem Artikel wird nicht mit einem Wort erwähnt, was Apple denn falsch getan haben soll. Wäre es so schwer gewesen zwei Zeilen dazu zu tippen?
Okay, die Garantiezeit wird um ein Jahr verlängert. Daraus folgere ich mal, dass sie zu kurz war.Aber da stellt sich mir als Leser die Frage: Wie lang ist/war sie denn?
Der Support soll verbessert werden - daraus muss ich folgern, dass der Support zu schlecht war, aber über was genau reden wir hier? Der Support als Ganzes? Wohl sicher nicht.
Recherchieren Sie.
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