TarifvertragLufthansa einigt sich mit Bodenpersonal

Die 33.000 Lufthansa-Beschäftigten bekommen zwischen 3,0 und 5,2 Prozent mehr Gehalt. Damit sind weitere Streiks an den Flughäfen abgewendet.

Lufthansa Basis in Hamburg

Lufthansa Basis in Hamburg  |  ©Malte Christians/dpa

Die Lufthansa und die Gewerkschaft ver.di haben sich auf einen Tarifvertrag für das Bodenpersonal geeinigt. Er bringt für 33.000 Beschäftigte gestufte Entgelterhöhungen und einen Kündigungsschutz.

Nach den drei Tage dauernden Verhandlungen in Mörfelden bei Frankfurt verständigten sich die Parteien auf folgende Einigung: Die Mitarbeiter der Lufthansa AG sollen 3,0 Prozent mehr Lohn erhalten. Für die Beschäftigten aus den Bereichen Systems, Technik und Cargo gibt es 4,7 Prozent mehr Lohn. Die Vereinbarung soll 26 Monate laufen. Die Steigerungen erfolgen in zwei Stufen.

Anzeige

Die Ausbildungsvergütungen werden um 5,2 Prozent aufgestockt. Zudem haben sich die Tarifparteien auf den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für die Dauer des Tarifvertrags geeinigt. Bei Überleitung in andere Gesellschaften sind die Beschäftigten bis Oktober 2020 vor Entlassungen geschützt.

Ver.di feiert "eindrucksvolle Streiks"

Das Ergebnis stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der ver.di-Tarifkommission und einer Mitglieder-Befragung bis zum 14. Mai 2013. Ver.di hatte ursprünglich eine Steigerung von 5,2 Prozent auf 12 Monate verlangt.

Die ver.di-Verhandlungsführerin Christine Behle sagte, das Verhandlungsergebnis sei dem Widerstand der Beschäftigten und deren eindrucksvollen Streiks zu verdanken. Man habe Arbeitszeitverlängerungen und Kürzungen des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes abgewehrt. 

Vor einer Woche war wegen des Warnstreiks fast das gesamte Lufthansa-Flugprogramm von mehr als 1.700 Flügen ausgefallen. Etwa rund 150.000 Passagiere waren von den Streiks betroffen.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
    • Lefty
    • 01. Mai 2013 18:30 Uhr

    es geht doch.Mit dem Vertrag,besonders dem Kündigungsschutz,können alle zufrieden sein.

    • Bomac
    • 01. Mai 2013 19:24 Uhr

    bedeutet für die Beschäftigten einen Reallohnverlust -
    Arbeitgebergeschenk der Verdi -
    Rosstäuscherei...

    Eine Leserempfehlung
  1. aber schon mal eine deutliche Verbesserung, die wollte nämlich mehr Arbeit bei unverändertem Lohn.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... "deutliche Verbesserung" ?
    Wenn die Arbeitgeber verlangen, Sie sollten als Sklave arbeiten, und dann
    bekommen Sie 1% mehr Lohn - ist das ein deutlich besseres Angebot zur
    Ausgangslage ?
    Nein - Verdi hat wieder mal versagt. Reallohnverlust für Arbeitnehmer.

  2. ... "deutliche Verbesserung" ?
    Wenn die Arbeitgeber verlangen, Sie sollten als Sklave arbeiten, und dann
    bekommen Sie 1% mehr Lohn - ist das ein deutlich besseres Angebot zur
    Ausgangslage ?
    Nein - Verdi hat wieder mal versagt. Reallohnverlust für Arbeitnehmer.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, sc
  • Schlagworte Ver.di | Streik | Tarifvertrag
Service