Für Siemens endet die Ära Löscher teuer. Nach seinem Abgang winkt dem Österreicher eine millionenschwere Abfindung. Wie sich aus dem Geschäftsbericht des Konzerns ergibt, stehen Vorstandsmitgliedern bei einer vorzeitigen Beendigung ihrer Tätigkeit maximal zwei Jahresvergütungen zu. Insgesamt dürften sich die Zahlungen demnach auf rund neun Millionen Euro summieren. Bei Siemens hieß es, die Zusagen stünden im Einklang mit den Corporate-Governance-Regeln für gute Unternehmensführung.

Konkret bemisst sich die Höhe der Ausgleichszahlung an der Grundvergütung sowie der im letzten Jahr vor Beendigung tatsächlich erhaltenen variablen Vergütung. Hinzu kommt ein Beitrag für die Altersversorgung. Löscher muss seinen Posten nach der zweiten Gewinnwarnung in nicht einmal drei Monaten bei Siemens räumen. Sein Vertrag wäre eigentlich noch bis 2017 gelaufen.  

Insgesamt arbeitete Löscher rund sechs Jahre für den Münchner Industriekonzern. Am Mittwoch wird der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung über die Ernennung eines neuen Konzernchefs entscheiden, teilte das Unternehmen mit. Nachfolger soll Medienberichten zufolge der Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser werden. Siemens äußerte sich dazu bislang nicht.