Ein Werk der Conergy SolarModule GmbH & Co. KG. in Frankfurt (Oder). (Archiv) © Patrick Pleul/dpa/lbn

Das Hamburger Solarunternehmen Conergy hat Insolvenz angemeldet. Grund sei eine unerwartete Zahlungsverzögerung aus einem Großprojekt, teilte das Unternehmen mit. Wie der einstige Vorreiter der Branche mitteilte, wurde auch für die Tochtergesellschaften ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Hamburg gestellt. Insgesamt beschäftigt die AG rund 1.200 Mitarbeiter.

Die Unternehmensleitung hofft, im Rahmen des Insolvenzverfahrens mithilfe eines Investors eine Weiterführung des gesamten Geschäftsbetriebs zu erreichen. Conergy hatte zuletzt auf einen rettenden Investor aus Asien gesetzt, der Bankverbindlichkeiten ablösen sollte. Die schwere Branchenkrise machte die erhoffte Erholung zunichte.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Conergy bei 473,5 Millionen Euro Umsatz einen operativen Verlust (Ebit) von 83 Millionen Euro. Der Preisverfall und der teure Ausstieg aus einem Liefervertrag mit dem US-Waferproduzenten MEMC wirkten sich negativ auf die Bilanz des Unternehmens aus. Im laufenden Jahr sollte bei 700 bis 800 Millionen Euro Umsatz wieder ein kleiner operativer Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen verzeichnet werden.